In der Dauer-Warteschleife

Kultusminister weiß es auch noch nicht, wie's weitergeht - Und die nicht wirklich neuen Empfehlungen der Experten ...

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Ob Bayern am nächsten Montag wenigstens teilweise zum Präsenzunterricht zurückkehren kann, ist offenbar noch völlig offen. Er könne das weder verneinen noch bejahen, sagte Bayerns Kultusminister Michael Piazolo nach dem heutigen Schulgipfel dem Bayerischen Rundfunk. Grundschüler und Förderschüler hätten bei einer Rückkehr zum Präsenzunterricht jedenfalls Vorrang, so Piazolo. Dass Grundschüler schon am kommenden Montag in voller Klassenstärke zurück in die Schulen können, schloss der Kultusminister aber aus …

Die Infektionszahlen sinken, viele Familien am Limit – die Rufe nach Lockerungen und nach einer Öffnung der Schulen werden lauter …

Beim Schulgipfel hatten sich Ministerpräsident Markus Söder und Kultusminister Piazolo per Videoschalte aus der Staatskanzlei mit Vertretern von Eltern, Lehrern und Schülern ausgetauscht. Es sei ein sehr konstruktives Treffen gewesen, so Piazolo.

Fachleute geben derweil heute insgesamt neun Empfehlungen ab, wie die Schulen wieder geöffnet werden könnten – wirklich neu sind diese Empfehlungen nicht:

  • Kohorten: Klassen und Jahrgänge sollen je nach Infektionsgeschehen in feste Gruppen eingeteilt und getrennt unterrichtet werden. Zuerst sollten Grundschüler zum Präsenzunterricht zurück.
  • Masken: je nach Infektionsgeschehen Alltagsmasken, OP-Masken oder FFP2, Ausnahmen in Grundschulen bei mäßigem Infektionsgeschehen
  • Schulbus: mehr Busse und Bahnen – medizinische Masken bei hohem Infektionsgeschehen
  • Musikunterricht: ohne Singen und Blasinstrumente
  • Sport: im Freien; in der Halle mit Abstand, Hygiene und Lüften – aber ohne Maske.
  • Krankheitssymptome: kein Präsenzunterricht bei Fieber, trockenem Husten, Bauchschmerzen, gestörtem Geruchs- oder Geschmackssinn! Eine laufende Nase, gelegentlicher Husten oder Halskratzen gehören nicht dazu (wenn keine akute Atemwegsinfektion) .
  • Verdachtsfälle: bei direktem Kontakt 14 Tage Quarantäne – Kontaktpersonen der zweiten Kategorie ohne Symptome sollen weiter am Präsenzunterricht teilnehmen; bei einem Corona-Fall in der Klasse sollen nur direkte Sitznachbarn in Quarantäne (wenn Masken getragen und Abstände eingehalten wurden).
  • Lüften: Querlüften in den Pausen und alle 20 Minuten für drei bis fünf Minuten.
  • Luftreiniger: Mobile Geräte werden als Ergänzung empfohlen.

Das Zwischenzeugnis sollte ursprünglich am kommenden Freitag, 12. Februar, ausgegeben werden. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Zeugnistermin allerdings auf den 5. März 2021 verschoben (wir berichteten).

Bund und Länder werden – wie berichtet – übermorgen beraten, wie es mit dem Lockdown weitergeht. Bayern dann anschließend, wie es im Freistaat weitergeht … Donnerstag und Freitag. Für den Montag, 15. Februar, als Öffnungstag wäre das ohnehin ja reichlich knapp!

Quelle BR

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8 Kommentare zu “In der Dauer-Warteschleife

  1. Ich finde es zu früh für Schulöffnungen. Die Situation ist nicht leicht aber zum Wohl der Gesundheit habe ich meine Kinder gern bei mir und nehme die Schwierigkeiten gern in Kauf.

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  2. Jetzt lockern ist bestimmt nicht gut!!!!! In der ersten Phase wurde auch fest nach Termin gegangen. Wenn jetzt gelockert wird, haben wir in einem Monat wieder den Salat!!!!!!!!!!!! Also verlängern, noch weitere zwei Wochen und dann sehen, wie es weiter geht !jetzt ist einfach zu früh

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  3. @eine mama ich sehe das ganz genauso wie Sie

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  4. Ich dachte es gibt mittlerweile einige Studien über das Infektionsgeschehen in Schulen? Die Ergebnisse darf sich jeder selber raussuchen 😉.

    Aber Mal ne ganz andere Idee, warum setzen wir in Deutschland nicht endlich die Schulpflicht aus wie in den USA?

    Jeder darf selbst entscheiden, ob er sein Kind schicken will. Die Eltern, die es nicht Zuhause schaffen oder Kinder, die einfach auf Unterricht vor Ort angewiesen sind, gehen in die Schule und der Rest wird weiter Zuhause unterrichtet – fertig.

    In den USA darf ich auch entscheiden, ob ich mein Kind lieber Zuhause unterrichten will.

    Somit sind es sicher schon eine Menge an Kindern, deren Eltern einfach zu ängstlich sind, weniger – oder auch Familie die mit einem Gehalt gut auskommen und ein Elternteil nicht in die Arbeit muss und so eh Zuhause wäre.

    Auch die ganzen Gelder, die die Regierung gerade für Familien rausshaut, könnte man nehmen und den Familien zukommen lassen, die Zuhause unterrichten, für z.B. zusätzliche Materialien.
    Ich verstehe nicht, warum wir immer noch an dieser Präsenz-Pflicht festhalten.

    Die “Qualität” unserer deutschen Abschlüsse können wir nach dieser Zeit eh nicht mehr halten.

    Den Kindern fehlt mittlerweile fast ein ganzes Schuljahr. Im starren deutschen Schulsystem nicht aufholbar.

    Es fällt uns gerade einfach unser extrem veraltetes und marodes Schulsystem auf die Füße.

    Und Deutschland ist einfach auch zu starr, etwas schnell zu ändern – unsere Politiker genauso eingefahren wie unser Schulsystem.

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    1. Stimmt…bei unserem Lehrerüberschuss ist das bestimmt kein Problem! Somit können gleichzeitig Lehrer vor Ort arbeiten und die andere Hälfte zuhause das Homeschooling vorbereiten.

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  5. Hoffentlich gibt es kluge Köpfe die alle Schulkinder so schnell wieder dahin bringen wo sie hingehören. Auf die Schulbank.

    Geht’s den noch. Schulpflicht aussetzen wie in den USA!!!

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  6. Ja, Franz B. – es geht bei mir noch, danke der Nachfrage.

    Was wäre denn ihr Gegenargument? Bitte etwas genauer, als nur “geht’s denn noch.”

    Ich sehe das als Zukunft für die deutsche Schule, denn es gibt auch tatsächlich Kinder, die von der Zuhause-Unterricht-Situation profitieren.
    Die sich viel leichter lernen ohne Ablenkung.

    Auch gibt es bereits Eltern in Deutschland, die ihre Kinder schon immer Zuhause unterrichten.

    Für alle anderen, alleinerziehend, nicht der deutschen Sprache mächtig, Schichtarbeiter – deren Kinder oder einfach Kinder, die den Direktkontakt zu den Lehrern brauchen: Sie gehen in die Schule.

    Prüfungen können dann vor Ort abgelegt werden für alle, dann müssen halt die, die von Zuhause beschult werden, an diesem Tag kommen.

    Sorry, ich sehe da kein Problem darin.

    Die skandinavischen Länder praktizieren dies auch schon seit Jahren so und sogar in Deutschland gibt es einige Schulen, die dieses Prinzip des Zuhause-Unterrichten nicht erst seit dem Lookdown praktizieren.
    Sogar teils mit Wechselmodell. 😜

    Teils sogar kommt ein Kind Montag und Freitag und die restlichen Tage ist es daheim.
    Und sieh an, alle, die das schon vorher gemacht haben, haben keinerlei Problem mit den Schulschließungen.

    Aber ja, das würde halt auch eine gewisse Verantwortung nach sich ziehen, die dann bei den Eltern und Kindern liegt.
    Ich weiß, dass logisches Denken und Menschenverstand in der heutigen Zeit leider etwas rar gesät sind …

    Ja Lehrermangel ……. sind wir wieder beim Thema.
    Die Fehler der Vergangenheit fallen uns auf die Füße.
    Gut, die Problematik werden weder ich, noch Franz, noch Sebastian lösen.

    Aber die Politik leider wohl auch nicht.

    Und die Stimmen hier nach Vorschlägen sind ja meist sehr laut.

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  7. Und die Möglichkeit, die sich uns bieten würde, wenn wir endlich Schule für Kinder machen würden und nicht für Erwachsene.

    Und Franz, Kinder gehören nicht unbedingt auf die Schulbank, wo sie vor “klugen” Köpfen sitzen, die ihnen Wissen einhämmern.

    Kinder brauchen soziale Interaktion und Anreize, die ihren Wissenshunger befriedigen.
    Kinder wollen von sich aus etwas lernen und sind von sich aus neugierig – nur leider werden sie in starre System gezwängt – von Leuten wie ihnen.

    Sie sollen stillsitzen und zuhören.
    Den Mund halten und nichts in Frage stellen.

    Wenn jetzt aber der Zappelphilipp einfach das Zappeln braucht, um zu lernen?
    Eines meiner Kinder macht Mathe unter dem Tisch und soll es.
    Seine Noten stimmen.
    Vokabeln haben wir beim Trampolin springen gelernt und sie sitzen.

    Nicht wie ich da hinkomme – wo ich hin will – zählt, sondern ob ich dort heil ankomme, zählt.

    Und damit meine ich: Als starker, selbstbewusster, auf mich selbst stolz seiender, etwas erreicht/geleistet zu habender Mensch und nicht als “geprügeltes” Kind, das nicht in 10 Minuten 30 Vokabeln gelernt hat.

    So – jetzt hab ich fertig.

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