Impfung bei Ärzten nimmt Fahrt auf 

Landkreis Mühldorf: Bürokratischer Aufwand fällt künftig weg

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Die Impfungen in Arztpraxen im Landkreis Mühldorf nehmen Fahrt auf. Die Testläufe in insgesamt 14 Praxen im Landkreis sind abgeschlossen. Die Resonanz war durchweg positiv. „Die Patienten waren hoch zufrieden und sehr dankbar, sich vor Ort beim Hausarzt ihres Vertrauens impfen lassen zu können“, so Dr. Ulrich Ebermann, stellvertretender Leiter des Impfzentrums, dessen Praxis selbst an dieser Pilotphase teilgenommen hat.

Seit dieser Woche können die Hausärzte über ihre Bezugsapotheken eigenständig Impfstoffe bestellen. Jeder Arztpraxis stehen maximal 50 Impfdosen zu. Der bürokratische Aufwand fällt laut Stefan Feige, Pandemiearzt für den Landkreis Mühldorf, künftig weg. „Die Dokumentation ist nun über die Praxissoftware möglich. Die Ärzte melden eigenständig tagesaktuell die Zahl der Impfungen.“

Landrat Max Heimerl ist zuversichtlich, dass es mit dem Impfen im Landkreis jetzt vorwärts geht. „Die Hausärzte wurden erfolgreich in die Impfkampagne integriert, so dass flächendeckend im Landkreis geimpft werden kann. Parallel laufen die Impfungen im Impfzentrum weiter, wobei wir hier deutlich mehr impfen könnten, wenn genügend Impfstoff vorhanden wäre.“ Momentan werden im Impfzentrum Mühldorf täglich zwischen 450 und 500 Personen geimpft. Die Kapazitäten könnten je nach Bedarf auf 1000 Impfungen pro Tag hochgefahren werden.

Laut aktuellen Statistiken ist die Gruppe mit höchster Priorisierung im Landkreis Mühldorf nun abgeschlossen. Das bedeutet, dass alle Personen aus der höchsten Priorisierungsgruppe eine Einladung zur Terminvereinbarung bekommen haben. Es erfolgte bereits der nahtlose Übergang in die Gruppe mit hoher Priorisierung. Daher werden nun alle Altersgruppen aufgerufen, sich unter www.impfzentren.bayern.de für eine Corona-Schutzimpfung zu registrieren.

 

Nach einer Entscheidung der Staatsregierung wird die Impfung mit AstraZeneca für Personen, die das 60. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, bis auf Weiteres ausgesetzt. Deshalb werden alle Personen unter 60 Jahren, die aktuell einen Termin für eine Impfung mit AstraZeneca haben, vom Team des Impfzentrums Mühldorf telefonisch kontaktiert. Die Termine werden storniert. Die Termine für Erstimpfungen werden zeitnah mit den anderen zur Verfügung stehenden Impfstoffen nachgeholt. Die ersten Zweitimpfungen mit AstraZeneca sind Ende April geplant. Bis dahin wird die Stellungnahme der STIKO mit dem weiteren Procedere erwartet.

Foto: Für einen Termin im Impfzentrum gilt es, sich vorab zu registrieren. Dazu sind nun alle Altersgruppen aufgerufen.

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