Immer mit dem richtigen Abstand

Von unserer Partner-Fahrschule Eggerl: Der Verkehrstipp der Woche (9)

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Wenn die Führerscheinprüfung schon etwas länger her ist, stellt sich immer wieder die Frage, wie die eine oder andere Regelung im Straßenverkehr lautet. Deshalb klärt das Team der Fahrschule Eggerl an dieser Stelle ab jetzt wöchentlich über Verkehrsregeln und –Mythen auf. Heute geht es um ein Thema, das leider von vielen Fahrzeugführenden unterschätzt wird: Der richtige Sicherheitsabstand. Die Grundregel zum Abstand ist in der Straßenverkehrsordnung recht verständlich beschrieben:

„Der Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug muss in der Regel so groß sein, dass auch dann hinter diesem gehalten werden kann, wenn es plötzlich gebremst wird. Wer vorausfährt, darf nicht ohne zwingenden Grund stark bremsen.“ (StVO §4 Abs. 1)

Grundsätzlich gibt es zwei Faustregeln, um den richtigen Sicherheitsabstand zu erkennen: Halber Tacho oder 2-Sekunden-Regel. Ersteres bedeutet, dass die die Hälfte der gefahren km/h als Mindestabstand in Metern gelten kann. Bei 100 km/h wäre also ein Mindestabstand von 50 Metern geboten. Das entspricht dem Abstand zwischen zwei Leitpfosten. Bei der 2-Sekunden-Regel hingegen merkt man sich einen markanten Punkt, an dem das vorausfahrende Fahrzeug vorbeifährt, beispielsweise einen Baum, einen Brückenpfeiler oder ähnliches. Dann zählt man in normaler Geschwindigkeit „21, 22“ um zwei Sekunden abzuschätzen. Erst dann sollte man selbst am gemerkten Punkt vorbeifahren. Dieser Abstand ist sogar noch etwas größer, nämlich bei 100 km/h rund 56 Meter. Innerorts darf der Abstand auf eine 1-Sekunden-Regel verkürzt werden.

Die Experten von Eggerl: „Zu bedenken ist, dass es sich auch bei den zwei Faustregeln um einen Mindestabstand handelt und dieser unter Umständen auch vergrößert werden muss. Beispielsweise sollte auch auf nasser Fahrbahn der Abstand vergrößert und auf schneeglatter Fahrbahn noch einmal mindestens verdoppelt werden.”

Wichtig: auch vor und nach dem Überholen gilt der Mindestabstand, ebenso wie auf der Autobahn! Bei Verstößen wird ab Unterschreiten der Hälfte des Wertes halber Tacho immer ein Bußgeld fällig, außerdem ein Punkt in Flensburg eingetragen und möglicherweise ein Fahrverbot verhängt. Maximal gibt es für einen Abstandsverstoß 400€ Geldbuße, 2 Punkte im Fahreignungsregister und 3 Monate Fahrverbot. Alle Sanktionen sind beispielsweise unter https://www.derbussgeldkatalog.de/Bussgeld/Abstand/ aufgelistet.

„Deshalb unser Tipp: auch im Sinne der Verkehrssicherheit immer genügend Abstand einhalten. Auch etwas mehr Abstand schadet nicht, denn durch die gewonnenen Reserven möglicherweise ein Bremsen vermieden werden, was zu spritsparender und umweltschonender Fahrweise führt.”

PS: Für Fahrzeuge mit einer besonderen Geschwindigkeitsbegrenzung, Züge über 7 Meter und Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gelten zudem weitere Abstandsregeln:

„(2) Wer ein Kraftfahrzeug führt, für das eine besondere Geschwindigkeitsbeschränkung gilt, sowie einen Zug führt, der länger als 7,00 Meter ist, muss außerhalb geschlossener Ortschaften ständig so großen Abstand von dem vorausfahrenden Kraftfahrzeug halten, dass ein überholendes Kraftfahrzeug einscheren kann. Das gilt nicht,

  1. wenn zum Überholen ausgeschert wird und dies angekündigt wurde,
  2. wenn in der Fahrtrichtung mehr als ein Fahrstreifen vorhanden ist oder
  3. auf Strecken, auf denen das Überholen verboten ist.

(3) Wer einen Lastkraftwagen mit einer zulässigen Gesamtmasse über 3,5 t oder einen Kraftomnibus führt, muss auf Autobahnen, wenn die Geschwindigkeit mehr als 50 km/h beträgt, zu vorausfahrenden Fahrzeugen einen Mindestabstand von 50 m einhalten.“ (StVO §4 Abs. 2,3)

 

Fahrschule Eggerl:

Wasserburg | Edling | Pfaffing | Rott | Albaching | Grafing | Aßling 

Hofstatt 15, 83512 Wasserburg
08071/9206219
info@fahrschule-eggerl.de

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5 Kommentare zu “Immer mit dem richtigen Abstand

  1. Ich finde die Idee mit den Verkehrstipps gut ,auch für mich persönlich da ich seit ein paar Jahrzehnten meinen Führerschein habe. Ich hätte da mal eine Anregung: Wie ist das mit dem Parken auf dem Gehsteig oder hinter der Kurve ? Beispiel wie in Edling – Süd oder auch in Edling bei der Raiffeisen- bank und Sparkasse sowie bei der Apotheke. Da wird oft rigoros im absoluten Halteverbot geparkt und dazu noch auf dem Gehsteig. Hier wird überhaupt nicht an Rollstuhlfahrer oder Leute mit Rollator sowie Personen mit Kinderwagen gedacht. Die müssen dann über die hohe Bordsteinkante auf die Straße ausweichen . Wie viel Platz muss zwischen zwei Autos die sich gegenüber einer links der andere rechts von der Fahrbahn parken sein, damit z. B. Feuerwehr oder Notarzt durchkommen sind das 2 mtr od. 3 mtr ?

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  2. Fahrschule Eggerl

    Servus Manni,

    vielen Dank für die Fragen und die positive Rückmeldung. Auf Gehwegen sollte weder gefahren noch gehalten werden. Nur durch Verkehrszeichen 315 kann das Parken auf Gehwegen für Fahrzeuge bis 2,8t zulässige Gesamtmasse erlaubt werden.
    Hinter scharfen Kurven und an unübersichtlichen Stellen darf nicht angehalten werden, da es dadurch leicht zu gefährlichen Situationen kommt. Außerdem darf vor einem abgesenkten Bordstein nicht geparkt werden, damit Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwägen usw. sicher auf den Gehweg auffahren oder ihn verlassen können.

    Beim Parken sollte außerdem immer genügend Abstand zu gegenüberliegenden Grundstücksausfahrten eingehalten werden. Zwischen dem Auto und dem gegenüberliegenden Fahrbahnrand oder zwischen zwei Autos sollten 3 Meter Abstand bleiben, um den übrigen Verkehr und beispielsweise auch die Feuerwehr nicht zu behindern. Auch der Abstand zu einer Fahrstreifenbegrenzung (=durchgezogene Linie) muss mindestens 3 Meter betragen.

    Wir hoffen, die Fragen damit für den Moment beantwortet zu haben. Gerne nehmen wir die Anregung auf und verfassen voraussichtlich schon für nächste Woche einen Verkehrstipp rund ums Thema Parken.

    Viele Grüße und frohe Ostern!
    Fahrschule Eggerl

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  3. @Hallo Fahrschule Eggerl.
    Danke für die Antwort .
    Frohe Ostern wünscht Ihnen Manni

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  4. Es wäre vielleicht nützlich wenn sich in Edling die Banken,Friseur,Lotto,Kirche mal zusammensitzen würden um zu klären in wieweit die 20 ständig freien privaten Parkplätze beim ehemals Edeka für die Bürger genutzt werden könnten.Die werden von dem Fitniszentrum eh nicht benötigt. Durch die Schließung der VR Bank und die Kürzung der Öffnungszeiten der Sparkasse in Reitmehring sowie der Apoteke hat sich leider viel Verkehr nach Edling verlagert .

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  5. @ Kernzlsepp
    Dem Kommentar möchte ich hinzufügen, dass schon deshalb des öfteren freie Parkplätze auf dem Gebiet des Fitnesszentrums zu finden sind, weil sich immer wieder Kunden die unbequeme Ein- bzw. Ausfahrt sparen und während der Trainingszeit gern auf den umliegenden Parkplätzen (Banken, Apotheke) parken.

    Umgekehrt kann man aber beobachten, dass Autofahrer, die sich auf der Parkplatzsuche doch auf das abgesperrte Gelände trauen, energisch zurecht gewiesen werden.

    Ich füchte, so lange jeder nur auf “seinem Recht” beharrt, wird kein Frieden einkehren.

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