Im Namen der Buben und Mädchen

Nach einer Trennung: Kinderschutzbund sucht Umgangsbegleiter:innen aus dem Raum Wasserburg

Nach einer Trennung den Umgang der Kinder gut zu gestalten, das fällt vielen Eltern nicht leicht. Oft hilft dann ein begleiteter Umgang oder das Besuchscafé in Wasserburg und in Rosenheim. Die Nachfrage ist groß, deswegen bildet der Kinderschutzbund neue Umgangsbegleiter:innen aus. Dazu werden speziell im Raum Wasserburg Interessierte gesucht, die sich vorstellen können, die Treffen der Kinder mit dem getrennt lebenden Elternteil zu begleiten und auch samstags einmal Zeit für einen Dienst im Besuchscafé zu haben. In einer Schulung werden die angehenden Umgangsbegleiter:innen gut auf ihre Tätigkeit vorbereitet, so der Kinderschutzbund heute Nachmittag …

Kinder haben ein Recht auf beide Eltern – auch nach einer Trennung/Scheidung. Den meisten Eltern gelingt es selbst, nach der Trennung eine vernünftige Regelung zu finden.

Doch wenn die Gestaltung des Umgangs schwierig ist und das Kind deswegen keinen oder nur eingeschränkten Kontakt zum getrenntlebenden Elternteil hat, kann ein begleiteter Umgang helfen.

„Beim begleiteten Umgang werden die Treffen des Kindes mit dem getrenntlebenden Elternteil beim Kinderschutzbund begleitet. Außerdem bekommen die Eltern beim Finden einer einvernehmlichen Lösung Unterstützung durch die pädagogischen Fachkräfte des Kinderschutzbundes,“ erklärt Renate Plesch, Sozialpädagogin und Leitung für den Bereich Rosenheim beim Kinderschutzbund.

„Falls das Kind eine gute Beziehung zum getrennt lebenden Elternteil hat und die Eltern keine tiefergehende Beratung benötigen, können sie auch unser Besuchscafé für die Kontakter des Kindes zu diesem Elternteil nutzen. Es ist samstags immer abwechselnd in Rosenheim und Wasserburg geöffnet.“

Kinder haben auch in Zeiten coronabedingter Einschränkungen das Recht, ihre Eltern zu treffen, dies gilt ebenso für begleitete Treffen. „Mit großem Einsatz unserer Mitarbeiter:innen und Nutzung digitaler Möglichkeiten ist es uns gelungen, die Umgangskontakte unter Einhaltung der Hygienevorschriften zum großen Teil fortzuführen. Zur Umsetzung des gesetzlichen Anspruchs auf Umgang mit beiden Elternteilen waren kreative Lösungen und ein hohes Maß an Flexibilität gefragt. Unser Ziel ist es dabei, die Interessen und Bedürfnisse der Kinder immer in den Vordergrund zu stellen“, beschreibt Marianne Guggenbichler, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Rosenheim, die Herausforderungen.

Aktuell sucht der Kinderschutzbund Verstärkung im Raum Wasserburg, denn immer mehr Familien nehmen den begleiteten Umgang in Anspruch.

Magdalena Restle, ebenfalls Sozialpädagogin und Leitung für den Bereich Wasserburg, beschreibt dies näher:

„Wir suchen Personen, die die Begleitung der Treffen in Wasserburg übernehmen möchten. Interesse für das Themengebiet Trennung, eine neutrale Haltung den Eltern gegenüber und Handeln mit Blick auf das Kindeswohl sind uns wichtig.

Interessierte sollten bereit sein, auch mal an einem Samstag zu arbeiten, da sowohl das Besuchscafé als auch manche begleitete Treffen samstags stattfinden. Neben der Zeit für die begleiteten Treffen sollten Interessierte auch Zeit für kollegiale Beratung und Austausch mitbringen. Wir bieten eine kostenfreie Schulung zum/zur Umgangsbegleiter:in an, Interessierte können sich ab sofort bei uns melden.“

Weitere Informationen und Anmeldung bei Renate Plesch, Kinderschutzbund Rosenheim unter der 08031-12929, mobil 0170 – 3711 773 oder r.plesch@kinderschutzbund-rosenheim.de.

Foto: DKSB/Susanne Tessa Müller.

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