Im Namen der Bienen …

Zum ersten Mal RegRo-Wettbewerb - Auszeichnung für die Stadt Wasserburg

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Im vergangenen Jahr hat auf Initiative des Vorsitzenden Sebastian Friesinger aus Albaching der Verein zur Förderung der Regionalentwicklung im Raum Rosenheim e.V. (RegRO) zum ersten Mal den Wettbewerb „Es summt um Chiemsee, Inn und Mangfall“ ausgerufen. Mit der Aktion wendet sich der Verein an Landwirte, bäuerliche Ortsverbände und Kommunen, die sich gezielt für den Bienenschutz einsetzen.

„Bienen und Insekten sind unverzichtbare Bestäuber unserer Wild- und Kulturpflanzen. Und ihre Lebensbedingungen erschweren sich zunehmend. Wir wollen Aktionen fördern, die dem Rückgang der Honig-, Wildbienen und anderer Bestäubern entgegnen“, so Friesinger über die Initiative.

Gesucht wurden die „Macher“ und die zugehörigen Projekte, die zu diesem wichtigen Thema schon etwas leisten.

Gemeinsam mit dem Landkreis Rosenheim, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim, dem Tourismusverband Chiemsee-Alpenland sowie dem Bayerischen Bauernverband wählte RegRo die Gewinner des Wettbewerbs aus. Im Gasthof zur Post in Rohrdorf kamen die Preisträger zusammen, die jeweils drei besten und pfiffigsten Projekte in den Kommunen und der Landwirtschaft wurden prämiert.

In der Kategorie Kommunen siegten Eggstätt, Söchtenau und die Stadt Wasserburg.

Bereits seit Anfang der 80er Jahre bemüht sich die Stadt Wasserburg um die Förderung der Honigbienen, indem sie dem örtlichen Bienenzuchtverein ein Grundstück überlassen hat, der darauf bis heute in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband einen Lehrbienenstand betreibt.

Jüngst wurde in Zusammenarbeit mit dem Wasserburger Gartenbauverein und einem Landwirt eine Streuobstwiese angelegt, die eine nachhaltige insektenfreundliche Bewirtschaftung erfährt und gemeinsam mit einem Imker zum Modellprojekt entwickelt wurde. Auf diese Weise ist ein Biotop entstanden, von dem Pflanze, Mensch und Tier profitieren. Weiter wurden Hecken mit Feldgehölzen, straßenbegleitende Baumpflanzungen mit Untersaat insektenfreundlicher Blühflächen und mehrjährigen Blühflächen, Grabenöffnungen und Pflanzungen von Frühjahrsblühern geschaffen.

Die Gemeinde Eggstätt legt seit 2014 jährlich auf kommunalen Grundstücken Blumenwiesen an, um Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten einen Lebensraum zu bieten. Auch in der Bevölkerung wird die Aktion positiv aufgenommen.

Auch die Gemeinde Söchtenau hat bereits einiges zum Thema angestoßen, wie die „bienenfreundlichen“ Mäharbeiten, die den Grasschnitt einige Tage zum Aussamen liegen lassen, was durch einen extra angeschafften Mäher ermöglicht wird. Weiter wurden einige Blumenwiesen angelegt, deren Boden für die Bepflanzung besonders vorbereitet wurde. Auch mit der Eingrünung von Gewerbe- und Baugebieten zusätzlich mit Obstbäumen, auch vor dem Bauhof und dem Rathaus, wurde ein guter Lebensraum für die Bienen geschaffen. Sogar ein Bienenvolk wurde auf dem Bauhof angesiedelt und somit einem Imker aus der Region ermöglicht, seine Bienenkästen im Gemeindebereich aufzustellen.

In der Kategorie Landwirtschaft stammen die Preisträger aus Au bei Bad Feilnbach und aus Vogtareuth.

Landwirt Josef Stuffer aus Au nahm stellvertretend für den ganzen Ortsverband den Preis entgegen. Die Auer Bauern bauen schon seit Jahren an Feldrändern Blühstreifen an. Vorrangig an Maisflächen, um der Natur und Umwelt etwas zurückzugeben. Dabei wird das Projekt seit Beginn finanziell auch von der Jagdgenossenschaft Au unterstützt. Landwirt Josef Rauscher übernimmt dann für alle die Saat.

Der Ortsverband Vogtareuth hat sich vorbildlich dem Projekt Blühstreifen angenommen und dabei Unterstützung von der Jagdgenossenschaft Vogtareuth, dem Raiba Lagerhaus Griesstätt/Halfing und Andreae Saaten erhalten. Insgesamt schufen die 15 Landwirte drei Hektar Blühstreifen. Ortsobmann Johann Mayerhofer und Vorstandsmitglied Emmeram Bock übernahmen die Ansaat der Blühstreifen.

„Wir hoffen, dass sich noch viele weitere Kommunen und Landwirte durch die Aktionen, Ideen und dem Vorbild der Preisträger inspiriert fühlen. Der Verein RegRo wird seine Ausschreibung in jedem Fall laufend weiterführen, um in der Region die Bedingungen für diese wertvollen Tiere zu verbessern“, formulierte Sebastian Friesinger in seiner Laudatio seinen Wunsch nach einem weiteren Ausbau der Aktivitäten rund um den Bienen- und Insektenschutz.

Unser Foto:

RegRo ehrte die Sieger des Bienenwettbewerbs

(hintere Reihe von links)

Christian Bürger, Kreisdirektor Agrar der Volks- und Raiffeisenbanken

Bürgermeister Sebastian Forstner, Söchtenau

Wolfgang Hampel, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Herr Schmid, Umweltamt Stadt Wasserburg

Josef Steingraber Geschäftsführer BBV Rosenheim

Vordere Reihe von links:

Emmeran Bock, Vogtareuth

Josef Stuffer, Bad Feilnbach

Johann Mayerhofer Söchtenau

Josef Baumann, Stadtrat Wasserburg

Hans Schartner, Bürgermeister Eggstätt

Anton Wenisch, Bauhof Söchtenau

Sebastian Friesinger, RegRo Vorstand

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