Illegale Einreise mit Bus, Zug, Auto

Polizei: Jeweils ein Drittel aller Migranten kommt so verteilt über die Grenze

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Die Bundespolizei Rosenheim hat am heutigen Freitag einen Iraner auf richterliche Anordnung hin ins Bernauer Gefängnis eingeliefert. Der 48-Jährige war am gestrigen Donnerstag im Rahmen einer Personenkontrolle im Nachtzug von Rom nach München festgenommen worden, da er sich mit einem gefälschten Ausweis als Bulgare ausgegeben hatte.

Der Mann war so vom Amtsgericht Rosenheim wegen Urkundenfälschung und versuchter unerlaubter Einreise zu einer Geldstrafe in Höhe von insgesamt 450 Euro verurteilt worden. Mangels finanzieller Möglichkeiten musste er ersatzweise eine 90-tägige Freiheitsstrafe antreten.

Kurz zuvor ist bei Grenzkontrollen auf der A93 eine 50-jährige Iranerin in Gewahrsam genommen worden. Die Frau war mit einem in Deutschland zugelassenen Fernreisebus von Verona aus in Richtung Frankfurt unterwegs. Bei Kiefersfelden beendeten die Bundespolizisten ihre Fahrt, weil sie sich nicht ausweisen konnte.

Erste Ermittlungen der Bundespolizei ergaben, dass die zuständige Ausländerbehörde im Regierungsbezirk Münster gegen die iranische Staatsangehörige eine Wiedereinreisesperre verhängt hatte, nachdem sie Mitte Juni nach Italien abgeschoben worden war. Ihre erneute Rückführung nach Italien soll nun in einem geordneten Verfahren sichergestellt werden.

Dazu wurde die wegen der Missachtung des bestehenden Einreisverbots angezeigte Iranerin vorerst in die Justizvollzugsanstalt Eichstätt eingeliefert.

Laut Bundespolizei Rosenheim sind Fernverkehrsbusse und -züge, in denen auch die beiden iranischen Staatsangehörigen angetroffen wurden, im ersten Halbjahr die bevorzugten Verkehrsmittel für die illegale Einreise über die deutsch-österreichische Grenze gewesen: Etwa ein Drittel der im Grenzraum zwischen Chiemsee und Zugspitze vorläufig festgenommenen Migranten, die nicht über die erforderlichen Einreisepapiere verfügten, wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in international verkehrenden Reisebussen festgestellt.

Weitere rund 30 Prozent der Migranten, die zwischen Januar und Juni versucht hatten, unerlaubt einzureisen, sind von der Rosenheimer Bundespolizei in Fernverkehrszügen in Gewahrsam genommen worden.

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