Ich seh den Sternenhimmel …

In genau einer Woche wieder ein faszinierendes Schauspiel am Firmament

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Wer es einrichten kann, sollte sich den nächsten Donnerstag, 13. Dezember, vormerken und – klarer Himmel vorausgesetzt – sich mal besser nichts am Abend vornehmen. Denn da bietet sich wieder einmal ein faszinierendes Schauspiel am Firmament: Der Sternschnuppenschwarm der Geminiden. Alle paar Minuten werden ein bis zwei Stücke in den späten Abendstunden und Nachtstunden bis morgens erwartet. Und mit etwas Glück gibt’s dann als Dreingabe noch einen mit bloßem Auge sichtbaren Kometen (zwischen dem 12. und 15. Dezember). Astronom Manuel Philipp weiß aber noch mehr über den Sternenhimmel im Dezember …

Obwohl wir schon fast mitten im Winter stecken, ragen tief über dem frühabendlichen Westhorizont noch die drei hellen Sterne empor, die das Sommerdreieck aus den Sternbildern Adler, Schwan und Leier aufspannen. Genau gegenüber auf der anderen Seite – am Osthorizont – hat mittlerweile das Paradeobjekt des Winterhimmels seinen Platz eingenommen: der imposante Orion.

Dieses auch „Himmelsjäger“ genannte Sternbild steigt im Dezember jeden Abend jeden Abend ein kleines Stückchen höher am Süd-Osthimmel auf. Links davon zeigt sich nun auch schon das Sternbild der Zwillinge mit den Hauptsternen Kastor und Pollux. Direkt darüber in Richtung Zenit thront der Stier und in nordöstlicher Richtung der markante Fuhrmann mit dem hellen Hauptstern Kapella.

Zwischen den beiden findet man auch die Plejaden. Einen der uns nächsten offenen und sehr hellen Sternhaufen; im Volksmund auch Siebengestirn genannt (oder für manche, aufgrund der Sternanordnung, auch der klitzekleine Wagen). Fast senkrecht über unseren Köpfen tummeln sich die Sternbilder Widder, Kassiopeia und Perseus mit Andromeda. Im Sternbild Andromeda entdeckt man bei sehr dunklem klaren Himmel sogar unsere Nachbargalaxie Andromeda mit bloßem Auge.

Sie zeigt sich als ein kleines, verwaschenes, nebelartiges Fleckchen mit etwa ein bis zwei Vollmond-Durchmessern an Größe. Ein toller Anblick! Südlich unterhalb von Pegasus findet man die Fische und weiter in Richtung Südhorizont schließlich den Walfisch. Und: Über dem Nordhorizont erkennt man den großen Wagen, der zu dieser Jahreszeit hoch auf seiner eigenen Deichsel steht.“

Wer das selbst live erleben will, schaut am besten auf www.abenteuer-sterne.de und schaut, dass er eine von Manuel Phillips Sternenführungen unter freiem Himmel auf der Ratzinger Höhe miterleben kann. Es lohnt sich!

 

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Ein Gedanke zu „Ich seh den Sternenhimmel …

  1. Vielen Dank für diesen interessanten Artikel.
    Hoffentlich spielt das Wetter mit.

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