„Ich muss gar nichts!“

Nachbarn beschweren sich über 38-Jährigen wegen lauter Musik - Widerstand, Beleidigung, Festnahme

Unerträglicher Lärm, seit Stunden spielt der Nachbar laute Musik, an Schlaf sei nicht mehr zu denken – so lauteten mehrere Anrufe bei der Rosenheimer Polizei am Vormittag des Neujahrstages gegen 9 Uhr, wie die Polizei erst am heutigen Sonntagmorgen meldet. Als die Beamten die besagte Wohnung in der Rosenheimer Hubertusstraße erreichten, war schon bei geschlossener Tür laute Musik zu hören. Die Polizei sagt: Nach längerem Klingeln und Klopfen öffnete der 38-jährige Wohnungsinhaber die Türe, schaute kurz heraus, schrie den Beamten entgegen: „Ich muss gar nichts!“ und schlug die Tür sofort wieder zu.

Die Beamten läuteten erneut und gaben dem Mann zu verstehen, dass die Tür notfalls zwangsweise geöffnet werden müsste, wenn keine Ruhe eintrete.

Wieder öffnete der Mann die Tür und meinte, die Beamten sollen verschwinden. Jetzt ließ er die Tür auf, die Musik konnte abgestellt werden und in den Räumen der Wohnung schrie der Mann – laut Polizei – wieder laut herum, dass er überhaupt nichts müsse, er könne machen, was er wolle.

Plötzlich habe er beide Hände gehoben und sei auf eine 39-jährige Polizistin losgegangen. Der stark alkoholisierte Mann konnte von Schlägen aber abgehalten werden und ihm mussten in der Folge Handschellen angelegt werden, sagen die Beamten.

Und weiter: Aufgrund seiner starken Alkoholisierung – später ergab der Wert über zwei Promille – sowie seiner starken Aggression wurde er auf richterliche Weisung in Gewahrsam genommen.

Als der 38-Jährige in eine Zelle der Rosenheimer Polizei verbracht wurde, habe er noch die Beamtin, auf die er vorher einschlagen wollte, als „Hure“ bezeichnet.

Gegen den 38-Jährigen wird jetzt wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung ermittelt.

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