„Ich bettle um diese Schranke!“

Berührender, offener Brief einer 13-jährigen Schülerin aus Viehhausen

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Ein berührender Brief erreichte unsere Redaktion am heutigen frühen Abend von einer 13-jährigen Schülerin aus Viehhausen. Karo Wurzer schreibt uns öffentlich, obwohl sie „zwar nur eine Jugendliche mit 13 Jahren“ sei, aber sie „möchte trotzdem was verändern!“ Und sie möchte damit die Entscheider erreichen. Der Wortlaut ihres heutigen Briefes zu dem tödlichen Bahnunglück vor zwei Wochen …

„Ich wohne direkt neben dem Bahnübergang in Viehhausen. Sie können sich vielleicht vorstellen, was es für mich und uns bedeutet, dieses Unglück schon zum zweiten Mal miterleben zu müssen.

Wieso?

Das ist eine Frage, die wir uns eigentlich viel zu oft stellen …

Wieso gibt es in Viehhausen keine Bahnschranke?

Wieso mussten schon zwei junge Mädchen, die noch ihr ganzes Leben vor sich hatten, sterben und so viele Angehörige trauern?

Wieso ist es schon so weit gekommen, dass ein 13-jähriges Mädchen da stehen muss und regelrecht um eine Bahnschranke betteln muss?

 Wieso muss man überhaupt noch Unterschriften sammeln? Ist es etwa besser, wenn jemand stirbt, als einfach Geld zusammen zu legen und eine Schranke bauen zu lassen?

Tja … und hier hängen wir fest … wir alle.

Da gibt es die eine Seite, die aus Angehörigen, Menschen, die das hautnah miterlebt haben und Leuten, die einfach Angst haben, besteht …

Die andere Seite besteht aus Menschen, die das nur aus Erzählungen oder Fotos erfahren haben und sich nicht darum scheren …

oder Menschen, die etwas von ihrem Grund abgeben müssten …

Und dann gibt es noch die, die das zahlen müssen …

 Wenn von den Milliarden von Euro, welche Deutschland besitzt, nichts mehr dafür übrig ist, Menschen zu retten … !?

Und ehrlich gesagt, frage ich mich oft, wie viele es noch sein müssen oder werden – bis wir eine Schranke bekommen.“

 

Liebe Grüße,
Karo Wurzer
13 Jahre
Viehhausen

 

In diesem Zusanmmenhang noch einmal auch der Hinweis auf die öffentliche Bürgerfragestunde im Wasserburger Rathaus am kommenden Donnerstag, 28. Juni, bereits um 17.30 Uhr, bei der Hans Bubb, der Initiator der Online-Petition (die mittlerweile bereits über 5500 Bürger unterzeichnet haben – wir berichteten), das Anliegen zum Thema Beschrankung des Bahnübergangs vorbringen möchte.

Die Fragestunde findet im Vorfeld der Wasserburger Stadtratssitzung statt.

 

 

 

 

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