„Hubert, Hubert – machst dir zu viele Sorgen!“

Pfarrer appelliert gegen Minister-Vorhaben „für mehr verkaufsoffene Sonntage“

image_pdfimage_print

„Hubert, Hubert – du machst dir zu viele Sorgen!“ Mit diesen Worten appellierte Landvolkpfarrer Peter Bergmaier an den Bayrischen Wirtschafts-Minister Hubert Aiwanger. Dieser möge doch sein Vorhaben „für mehr verkaufsoffene Sonntage“ lassen. „Wir Menschen brauchen den freien Sonntag. Das zu ändern, das ist Wahnsinn“, sagte der Priester und Krankenhausseelsorger der RoMed-Klinik in Prien eindringlich. Umgeben von der herrlichen Bergnatur hatte die KLB-Achental die Gläubigen im Landkreis zur Bergmesse auf die Rachl-Alm eingeladen …

Der Appell des Pfarrers stand in Bezug zum Evangelium vom Besuch von Jesus bei Martha und Maria. Maria habe den guten Teil gewählt und wir sollten auch den guten Teil wählen und den Sonntag heilig halten, so der Geistliche.  

Der Rottauer Singkreis und die Rottauer Bläser umrahmten die Feier musikalisch. Der KLB-Pfarrer dankte den volksmusikalischen Gestaltern ebenso wie den Almleuten für deren nicht immer einfachen Dienst.

Die Gottesdienstbesucher blieben auch nach der Messe zur Brotzeit und genossen den schönen Ausblick ins Achental.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

14 Kommentare zu “„Hubert, Hubert – machst dir zu viele Sorgen!“

  1. “Wir Menschen brauchen den freien Sonntag”; dürfen wir Menschen frei entscheiden oder macht das die Kirche?

    Was ist mit den Polizisten/innen, Krankenpfleger/innen, allgemein den Menschen im sozialen Bereich, mit den Bedienungen, die dem Pfarrer sein Bier bringen nach der Messe, mit Frauen z.B., die ihrer Familie am WE Geld dazu verdienen könnten, wenn mehr Geschäfte geöffnet hätten.
    Ich denke, das ist “ewig gestrig” und die Kirche sollte sich Sorgen machen um ihre Schäfchen, die ihnen bundesweit zu Tausenden davon laufen.
    Da ist der Hubert das geringste Problem.
    Wahnsinn bezeichne ich den Umgang der Kirche mit Vertuschung von Gewalt gegen Schutzbefohlene in ihren Reihen, siehe aktuell in Regensburg.

    Antworten
  2. Dass viele Berufsgruppen wie die oben genannten rund um die Uhr und damit auch sonntags arbeiten müssen, ergibt sich zwangsläufig – aber ist es deswegen auch erstrebenswert, dass wir unseren Konsumwahnsinn auf den Sonntag ausweiten? Man kann doch an einem Tag der Woche mal nicht zum Einkaufen fahren! Ich kanns jedenfalls, und das ist nicht unbedingt religiös motiviert…
    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Geschäfte dadurch mehr Umsatz machen würden – es verteilt sich halt anders.

    Antworten
  3. Die Menschheit klagt über steigende Zahlen von Burn-out, in den Firmen werden spezielle Coaches engagiert, um den Mitarbeitern von der Work-Live-Balance zu erzählen, wir sollen arbeiten, bis uns der Senesenmann in die Grube treibt (am besten kurz nach Erhalt der Rente/Pension, denn dann lacht der Vater Staat), die Herzinfarktrate häuft sich mittlerweile selbst in jüngeren Semestern (bin Krankenschwester und kann das beurteilen!) und da plädieren wir für verkaufsoffene Sonntage? Entweder macht sich die Klimaerwärmung jetzt auch den Hirnen derer, die jenes fordern breit, oder diese Herrschaften sind derartige Sesselpupser und leiden an Langeweile und kommen deshalb auf solch hirnrissige Gedanken. Ich bin froh, wenn ich am Sonntag einfach mal nur ausspannen darf und meine Einkäufe erledige ich trotz Bereitschaft- und Nachtdienste zu den bislnag üblichen Einkaufszeiten. Das ist eben nur eine Frage der Organisation. Und wer damit nicht klar kommt: Es gibt bestimmt auch Seminare zu Thema: “Wie teile ich mit meine Zeit sinnvoll und effektiv ein” Viel Spass dabei. Und jejtzt hat sich euch noch ein Pfarrer dazu geäußert….Oh mein Gott. Hier wäre es auch schön, wenn man nicht gleich wieder alle in einen Topf wirft (wir wollen doch tolerant sein, oder?) und auch diese Herrschaften dürfen ihre Meinung vertreten. Ich persönlich finde die Bibelstelle, welch dort zitiert wurde sehr hilfreich und sie regt einem zum Nachdenken an. Und es ist übrigens völlig egal, welchen Glauben man hat! In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern immer schöne, stressfreie Sonntage, welche sie Ruhe und Gelassenheit mit den Menschen verbringen können, die sie gerne um sich haben. Ach übrigens: Arbeitet Herr Aiwanger auch an Sonntagen im Landtag? Da gibt´s doch bestiimmt viel Müll, der weggeräumt werden muss…..(Grins)

    Antworten
  4. Das ist wie am Marktsonntag, wenn plötzlich sämtliche Geschäfte überfüllt sind. Könnte man auch wochentags/samstags erledigen.
    Finde auch, dass nicht alles immer verfügbar sein muss. Und man für sich selber auch einen Tag mit mehr Ruhe haben sollte…mir ist schon klar, dass das bei weitem nicht in allen Berufsfeldern geht

    Antworten
  5. Dieser von einer @Elena geschriebene Kommentar stammt nicht von mir!
    Elena

    Antworten
  6. Es wird Zeit dass sich in Deutschland endlich die Digitalisierung durchsetzt. Man braucht heute keine*n Verkäufer*in mehr an einer Kasse, wäre alles technisch vollkommen automatisiert umsetzbar, dann können Geschäfte 24/7 geöffnet bleiben.

    Antworten
  7. Ich sage nur:”Arbeite um zu Leben ” und nicht “Lebe um zu arbeiten”.
    Der “gewollte” Konsumwahn führt doch dazu. Eigentlich braucht Mensch nicht viel….

    Antworten
  8. @Zukunft: Völlig deiner Meinung. Bitte auch alle Zugführer ersetzen. Die sind unzuverlässig und streiken ständig.

    Antworten
  9. Vor langer langer Zeit, so manche werden sich noch erinnern, da war an Werktagen der Laden um 18.00 Uhr zu, Mittwoch Nachmittag und Samstags ab 12 / 14 Uhr. Und, ja wir haben das überlebt. Damals hatte es noch keinen LIDL, ALDI und andere Großmärkte gegeben. Ich bin mit meiner Mutter Samstags zum Nordmann (Jetzt Gruber Unterhaus) und zum Metzger in der Stadt gegangen, An der Kasse wurde der ausgezeichnete Preis manuell eingegeben, ohne Piep, Piep, mei war des noh schee. Kann man nicht zurück zu diesem Verhalten anstatt immer längere Öffnungszeiten?

    Antworten
  10. Die Leute die Sonntags Öffnungszeiten fordern ,die sollen sich dann mal in die Läden stellen. denkt mal an die Familien , wo findet dann das Familienleben statt. Die Umsätze werden auch nicht mehr ,die Kunden haben ja nicht mehr Geld im Geldbeutel. Wo bleibt die Frische z. B. bei Obst und Gemüse, wer glaubt das am Sonntag ” frisches ” Obst und Gemüse angeliefert wird . Wer glaubt das dann das Personal unter der Woche frei hat,
    sieht sich getäuscht .Wer macht dann die Arbeit die an den Wochentagen anfällt?
    Überstunden ( bei Sonntagsarbeit 100 % Zuschlag ) fallen dann an .Die Personalkosten werden deswegen auch nicht erhöht .Geht mal mit offenen Augen über den Markt an Marktsonntagen die Leute gehen meistens nur flanieren und an den Essensständen geht das meiste Geschäft .Mit dick gefüllten Einkaufstaschen sieht man die aller wenigsten Besucher. Ich wünsche allen Schöne und Erholsame Wochenende.

    Antworten
  11. @Hallo Zukunft und Fortschritt. Wie kann man so unqualifiziert argumentieren, außerdem Thema verfehlt .Note 6 . Was haben Zugführer mit dem Thema verkaufsoffener Sonntag zu tun ?

    Antworten
  12. @Manni: Musst mal einen Lesekurs bei der VHS besuchen. Ich habe mit “@Zukunft” auf den Beitrag von “Zukunft” geantwortet und nicht den Artikel kommentiert. “Zukunft” hat sich dafür ausgesprochen Personal durch Maschinen zu ersetzen und das gefällt mir.

    Und wer bewertet, ob ein Beitrag qualifiziert ist oder nicht? Du etwa? Dann schreib bitte dazu, dass nur du es als unqualifiziert empfindest.
    Besser noch: Wenn du schon bei der VHS anrufst, frag gleich, ob es einen Kurs gibt, wie man Meinungen anderer akzeptieren kann, wenn diese nicht 100% der eigenen entsprechen.

    Antworten
  13. Hallo Fortschritt .Wie kannst du behaupten das Zugführer unzuverlässig sind und immer streiken .? Solche Aussagen sind nur pauschal und unqualifiziert.

    Antworten
  14. Hallo Fortschritt. Schau mal die Beiträge mit eurer Meinung an ,fast nur Daumen nach unten .Vielleicht wird dein Beruf oder Arbeitsstelle mal durch Digitalisierung auch mal weg rationalisiert. Viel Glück dann bei der Arbeitssuche.

    Antworten