Hofstatt-Sperrung: Thema vertagt

Stadträte wollen ISEK-Sitzung kommende Woche abwarten

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Die beantragte Sperrung der Hofstatt für den Verkehr und die Aktion des Wirtschafts-Förderungs-Verbandes (WFV) gegen dieses Vorhaben standen gestern auf der Tagesordnung des Wasserburger Bauausschusses. Der beschäftigte sich dann aber letztlich doch nicht eingehend mit dem Thema. Die Begründung dafür legte Bürgermeister Michael Kölbl den Ausschussmitgliedern und Zuhörern dar.

In der Stadt wird das Thema nach wie vor heiß diskutiert. Nachdem die Befürworter der Sperrung 400 Unterschriften an die Stadt übergeben hatten, legte der WFV nach und reichte seinerseits 4.000 gegen den Antrag der privaten Initiative ein. Das Thema sollte bereits vor der Sommerpause im Stadtrat behandelt werden, musste dann aber wegen der Abwesenheit eines Verkehrsplaners verschoben werden. „Der war für uns in den letzten Wochen schwer greifbar, hatte dann auch noch Urlaub“, so Bürgermeister Michael Kölbl bei der gestrigen Sitzung. Es fehle also die Aussage des Experten, die aber kommenden Montag bei der öffentlichen Sitzung zum „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept“ (ISEK) nachgereicht werden soll.

„Es ist wohl klüger, dass wir das abwarten“, so Kölbl weiter. Und Christian Stadler (Grüne) stieß ins gleiche Horn: „Ich denke, dass das Thema ohnehin im gesamten Stadtrat zu diskutieren sein wird. Da braucht es vom Bauausschuss keine Vorberatung.“  Das sahen die anderen Ausschussmitglieder allesamt genauso. Die drei Zuhörerinnen, die eigens wegen des Tagesordnungspunktes gekommen waren, verließen unverrichteter Dinge wieder den kleinen Sitzungssaal. HC

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13 Gedanken zu „Hofstatt-Sperrung: Thema vertagt

  1. Externer Beobachter

    Kein Geschäft in der Wasserburger Altstadt müsste wegen einer (temporären) Sperrung der Hofstatt für den Verkehr zusperren. Stattdessen würde die Aufenthalts- und Lebensqualität sicherlich deutlich steigen. Es müsste halt einfach einmal ausprobiert werden.

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    1. Das will aber das Hofstatt Cafe nicht !

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  2. Immer schön dem Thema aus dem Weg gehen bzw. so lange wie’s geht aufschieben (…) .. Genauso wie mit den Parkgebühren in den Parkhäusern. Erst einen Mordswirbel machen und dann ist bis heute noch keine Schrankenanlage angebracht.

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    1. Angesichts der Umfragewerte und die Wahlen stehen vor der Tür, da ist es logisch das man kein Wähler verprellen möchte.

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  3. Vielleicht sollten Sie und manch Anderer einfach auch mal folgendes bedenken:
    Es geht hier auch um Geh-Behinderte Menschen, nein nicht Rollstuhlfahrer, es gibt auch noch andere, für die eine Sperrung der Stadt einem Aussperren gleichkommt. Arztbesuche wie Freizeit betreffend.
    Schon einmal in der Altstadt gewohnt und einen Wocheneinkauf nebst Getränke in die Wohnung gebracht ?
    Künftig dann zu Fuß ?
    Die Sperrung der Altstadt wäre der endgültige Todesstoß für Wasserburg
    Das ist das autolose flanieren stundenweise von ein paar wenigen die der Autoverkehr stört nicht wert !

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  4. Die ganze Altstadt hat ei Verkehrsproblem. Man braucht ein Konzept für die gesamte Innenstadt, macht nicht so einen Wirbel um die Hofstatt!!

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  5. Und wenn der Verkehr in der Hofstatt nicht mehr tragbar wäre, dann müsste die komplette Schmidzeile evakuiert werden.
    Bitte den Horizont etwas erweitern und mal im Gesamten denken.

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  6. Im Internet findet man viele interessante Beiträge zum Thema „Erfolgsmodell autofreie Kleinstadt“.Beispiele hierfür sind Houten in NL und Hasselt! (ausgerechnet) in Belgien. Diese Orte haben enorm profitiert, auch der Einzelhandel, der auch dort erst dagegen war. Nötig für eine gelungene Umsetzung ist aber ein durchdachtes Gesamtkonzept (kostenfreie öffentliche Verkehrsanbindung, Fahrradfreundlichkeit etc…) …

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    1. …ach, jetzt soll gleich die ganze Stadt Autofrei werden, ist ja interessant.

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  7. Man könnte doch Brückenmaut verlangen ;-)………

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  8. @Innstadt-Löwe: Es geht bei der ganzen Diskussion doch hauptsächlich um die Autofahrer, die nicht in der Altstadt wohnen. Die Anwohner können durch Sondergenehmigungen und Ausweise weiterhin in der Altstadt parken und in diese fahren und werden nicht eingeschränkt! Gleiches gilt auch für körperlich eingeschränkte Bürger.
    Leute von außerhalb können z.B in die Parkhäuser. Für größere Einkäufe kann man Ladezonen ausschreiben in denen kurzzeitig gehalten werden kann.
    Das Ziel sollte sein, den unnötigen Verkehr aus der Altstadt zu verbannen und das sind hauptsächlich junge Leute, die ihre Autos vorzeigen wollen oder zu bequem sind.

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  9. Leider noch nicht verstanden geschätzter Befürworter:
    Eine gehbehinderte Mitbürgerin aus dem Umkreis Wasserburg:
    Besucht Ihren jahrelangen Facharzt
    Besucht Ihre Verwandten
    Kauft in Wasserburg seit Jahren ein
    Bekommt aber keine Ausnahme, was macht die Person ???
    Im übrigen:
    Sollen die zig Ausnahmen laufen wie im Paradebeispiel Hanburg Stadtfahrverbot ?

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  10. @Altstadt-Löwe
    Da haben Sie Recht,dass Leute wie in ihrem genannten Fall keine Genehmigung bekommen würden.
    Zu Beginn der ganzen Diskussion wurde aber von einer Sperrung vom Roten Turm bis zur Herrengasse gesprochen. In diesem Fall kann ich mir kaum vorstellen dass irgendjemand benachteiligt ist! Wir sprechen von keiner Sperrung der gesamten Altstadt für den Autoverkehr.

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