Hitlergruß von Bundespolizisten?

Auch Mitglied der Sicherheitswacht Rosenheim in Tatverdacht - Kripo ermittelt

image_pdfimage_print

Die Kripo Rosenheim ermittelt in zwei unabhängig voneinander stattgefundenen Fällen wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Das meldet das Polizeipräsidium Rosenheim am heutigen Samstagvormittag. In einem Fall werden auch zwei Beamte der Bundespolizei und ein Mitglied der Sicherheitswacht durch einen Zeugen beschuldigt. Es geht dabei um fremdenfeindliche Äußerungen sowie Parolen und Grußformeln verfassungswidriger Organisationen (Hitlergruß) …

Nach Aussage eines Zeugen zeigte ein 27-jähriger Mann gestern gegen Mitternacht im Stadtgebiet Rosenheim öffentlich Grußformeln verfassungswidriger Organisationen (Hitlergruß). Der Zeuge verständigte die Polizei, die daraufhin die Identität des Mannes feststellte. Weitere Ermittlungen gegen den 27-Jährigen übernimmt das für Staatsschutzdelikte zuständige Fachkommissariat der Kripo Rosenheim.

Ein weiterer Fall beschäftigt die Kripo, der sich am späten Donnerstagabend im Terrassenbereich eines Rosenheimer Lokals abgespielt hatte.

Mehrere offenbar alkoholisierte Personen waren dort unter freiem Himmel zusammen gesessen. Ein ebenfalls am Tisch sitzender Zeuge konnte fremdenfeindliche Äußerungen sowie Parolen und Grußformeln verfassungswidriger Organisationen (Hitlergruß) durch verschiedene Personen wahrnehmen. Tatverdächtig sind nach derzeitigem Ermittlungsstand zwei Beamte der Bundespolizei sowie ein Mitglied der Rosenheimer Sicherheitswacht, die sich in ihrer Freizeit dort aufhielten.

Erste polizeiliche Maßnahmen hatte am Tatabend noch die Polizeiinspektion Rosenheim eingeleitet. Seit dem gestrigen Freitagmorgen führt auch in diesem Fall das zuständige Fachkomissiariat der Kripo Rosenheim (K5 Staatsschutzdelikte) die Ermittlungen und steht hierzu in engem Kontakt mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Traunstein.

Die Aufgabe der Ermittler wird nun sein, Weiteres über die unter Alkoholeinfluss stattgefundenen Tischgespräche zu erfahren und beweiskräftig Aussagen und Handlungen der beteiligten Gesprächspartner zu ermitteln. Die Bundespolizei wurde von dem Vorfall und den polizeilichen Ermittlungen in Kenntnis gesetzt.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

11 Gedanken zu „Hitlergruß von Bundespolizisten?

  1. Wie zu DDR Zeiten, Verräter an jeder Ecke. Ich meine damit nicht die
    „Täter“….

    45

    86
    Antworten
  2. Wasserburg ist Rot

    Zwischen Rosenheim und Chemnitz ist der Unterschied gar nicht so groß, weiß jeder, der mal in der Nähe eines Stammtisches saß, bin gespannt, was bei der Ermittlung unter Kollegen rauskommt.

    36

    52
    Antworten
  3. Besorgter Wasserburger

    Sorry, aber genau solche Typen stelle ich mir vor, wenn jemand sagt, er ist bei der Sicherheitswacht, so was brauchen wir in Wasserburg nicht!!!

    89

    36
    Antworten
    1. Nein, Sicherheitswachtler sind keine Rechten, sondern Denunzianten. Das zweite große Übel dieses Landes

      56

      33
      Antworten
  4. Jetzt werden Kripo Beamten zu Stasi wer ist der Zeuge? Ein Kollege der aufsteigen will (…)

    28

    76
    Antworten
  5. Das ist ja wie in der ehemaligen DDR – Stasispitzel hören mit und holen die Polizei.
    Wie weit geht das noch?
    Und nun bin ich gespannt, ob auch diese Meinung veröffentlicht wird, oder nur die von Spitzelhelfern

    40

    92
    Antworten
  6. Wenn ich Zeuge einer Straftat werde und dies der Polizei melde, bin ich ein Spitzel? Das sind echt bedenkliche Aussagen.

    Da möchte ich „Resi“ oder „Robert“ aber mal fragen, wenn deren Eigentum beschädigt wird, wie froh sie über Zeugen sind. Und demokratiefeindliche Handlungen sind zu Recht Straftaten.

    Und noch zu „Robert“:
    Dieses ewige Gejammere über nicht veröffentlichte Kommentare:
    Wer sich an Grundregeln des Anstands hält und nicht Hass oder Rassismus verbreitet
    (kann man daran erkennen, ob derjenige eine solche Äußerung auch nicht-anonym machen würde),
    dessen Meinung wird (und soll auch) veröffentlicht werden.

    115

    19
    Antworten
  7. Den „Hitlergruss“ zeigen und sich fremdenfeindlich äußern gehören nicht zu den Kavaliersdelikten.

    Danke an die Zeugen, solche Vorfälle zu melden!

    Umso erschreckender finde ich die Worte mancher Schreiber hier – ist Chemnitz wirklich überall?

    96

    24
    Antworten
  8. Von Fallersleben

    Darf man sich noch wundern, dass plötzlich in Rosenheim ein kollektiver Zwang, den „Hitlergruss“ zu zeigen, ausgelebt wird, liegt es etwa am Festbier.

    Dass Bundespolizisten nicht nur extremistisches Gedankengut haben koennten, sondern sogar auch noch so dumm sein sollen, dass sie nach n paar Drinks in einer Kneipe die Hacken zusammenschlagen und den rechten Arm zum Gruss erheben…??? Na ja, dann armes D!!

    Aber auch hier gilt die Unschuldsvermutung, bis die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen abgeschlossen hat und die WS uns darüber sicher auch informieren wird.

    Ohne beweisfaehige Bilddokumente, die im Zeitalter v Smartphones ja nicht mehr so schwer zu erstellen sind, fällt mir da immer wieder ein bekannteste Zitat von Hoffnann v Fallersleben ein

    24

    1
    Antworten
    1. „ein bekannteste Zitat von Hoffnann v Fallersleben” gibt es nicht. Das beißt sich schon grammatikalisch. Sie wollen wohl auf das vielleicht bekannteste Gedicht/Lied von Hoffnann von Fallersleben hinweisen: „Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland!” Das finde ich super, weil es dem hier diskutierten deutschlandfeindlichen Hitlergruß die Zeilen der deutschen Nationalhymne entgegensetzt.

      10

      13
      Antworten
  9. Das darf doch nicht wahr sein !!!
    Die Vergangenheit hat uns wieder eingeholt.

    Jetzt werden wir zu den 3 Affen, nix sehen, nix hören, nix sagen.

    39

    5
    Antworten