Hitlergruß beim Herbstfest

Rosenheim: Zudem Beamte bespuckt - Polizei nimmt 21-Jährigen fest

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Die erhöhte Polizeipräsenz auf und um das Gelände beim Rosenheimer Herbstfest zahlte sich auch am letzten Wiesn-Freitag und -Samstag aus, meldet das Polizeipräsidium am Sonntagmittag. Konsequent wurden zahlreiche alkoholisierte Randalierer und Unruhestifter von den friedlichen Wiesnbesuchern getrennt und die Lage beruhigt, heißt es. Über zu wenig Arbeit konnten sich die Beamten nicht beklagen. Das Wiesn-Blaulicht …

Zeugen meldeten der Polizei am Freitagabend gegen 20.30 Uhr einen 20-Jährigen aus dem nördlichen Landkreis Traunstein sowie einen 21-Jährigen aus der Nähe von Rosenheim. Die Beiden waren im Bereich der Kaiserstraße dabei beobachtet worden, wie sie öffentlich mehrfach Grußformeln und Parolen verfassungswidriger Organisationen (Hitlergruß) zeigten beziehungsweise herumschrien.

Des Weiteren beleidigten die zwei stark alkoholisierten jungen Männer wahllos unbeteiligte Personen. Gegen beide Beschuldigte wird nun wegen Beleidigung sowie des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt.

Obwohl der 20-Jährige und der 21-Jährige schon in einem Taxi saßen und eigentlich in Richtung Heimat fahren wollten, war es für den 21-jährigen „Störenfried“ immer noch nicht genug. Dieser stieg plötzlich wieder aus dem Taxi aus und skandierte nochmals einige Parolen, weshalb für die Beamten nur noch der Gewahrsam zur Unterbindung in Frage kam.

Doch selbst das war noch nicht genug. Bei der Verbringung in die Arrestzelle beleidigte und bespuckte der Randalierer die Beamten und versuchte zudem nach ihnen zu schlagen, was ihm noch zusätzliche Anzeigen einbrachte.

Nicht gerade „gentlemanlike“ benahm sich am Freitagabend gegen 21.30 Uhr ein 28-jähriger Rosenheimer in einem Bierzelt. Als eine 21-jährige Rosenheimerin den mit über einem Promille ausgestatteten Herren dabei ertappte, wie er gerade versuchte, ihr unters „Dirndl“ zu schauen,  schlug sie dem aufdringlichen „Verehrer“ mit ihren Stöckelschuhen auf den Kopf. Daraufhin versetzte der 28-Jährige dem jungen Madl einen Schlag mit seinen Maßkrug gegen deren Schienbein.

Im Nachgang kam es dann noch zu einem Gerangel, bei dem auch noch ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes leicht verletzt wurde. Alle Verletzten mussten im Anschluss vom BRK erstversorgt werden.

Außer Rand und Band war wohl auch ein 49-Jähriger am gestrigen Samstag gegen 17.45 Uhr in einem Biergarten eines Schankbetriebs. Der Wiesngast brüllte lautstark und ohne ersichtlichen Grund herum und wurde deshalb vom Sicherheitsdienst aus dem Biergarten verwiesen.

Dies beruhigte den lautstarken Herrn jedoch keinesfalls und er schrie weiter lautstark umher. Selbst die herbeigerufenen Beamten der Wiesnwache konnten den 49-Jährigen nicht besänftigen und wurden sofort massiv beleidigt, so dass nur eine Ausnüchterung in der Polizeizelle für Ruhe sorgen konnte.

Mit den wachsamen Augen der Rosenheimer Polizei hatte wohl ein 18-jähriger Rosenheimer im Bereich der Kaiserstraße nicht gerechnet. Die Beamten beobachteten den jungen Burschen dabei, wie er sich an einem abgestellten Fahrrad zu schaffen machte. Auf sein Fehlverhalten angesprochen, fehlten dem mit weit über einem Promille gestärkten 18-Jährigen die Argumente. Nach erfolgter Aufnahme der erforderlichen Daten durfte er sich dann auf den nach Hause Weg machen, allerdings „per pedes“.

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Ein Gedanke zu „Hitlergruß beim Herbstfest

  1. Ich musste meine Tasche vorzeigen. Musste mich von einem Mann kontrollieren lassen. Wo gibt`s denn sowas? Die Leute sind neben dem Eingang rein gegangen (wo die Security stand). Wenn man sie darauf anspricht, warum diese Leute nicht kontrolliert werden, dann kommt die Antwort, „die gehen nur zum Zelt“. Wo ist da der Schutz der Bürger? Da ist doch was schief gelaufen. Sieht man das diesen Leuten nicht an?

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