Hilfscontainer auf dem Weg

... zu Dr. Thomas Brei nach Tansania - Unser Porträt einer großartigen Aktion

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Die Hilfscontainer machen sich auf den Weg vom Altlandkreis nach Tansania zu Pfarrer Dr. Thomas Brei – und voller Spannung erwartet man in Afrika jetzt ihre Ankunft! Unser Porträt einer großartigen Hilfsaktion: Nach vielen Wochen Papierschlacht, x-Telefonaten und der Erstellung von sämtlichen Dokumenten sowie der Versiegelung der Container konnten diese von der Forstinger Spedition Wagenstetter abgeholt werden und sich per Zug auf den Weg nach Hamburg machen, von wo aus sie mit dem Schiff über Südafrika Richtung Ostafrika gebracht werden …

Unser Foto: Vor allem beim Einladen, Ausräumen und Kisten schleppten brauchte es viele Helfer aus den umliegenden Landkreisen – ein herzliches Danke auf diesem Weg!

 Ohne Cäcilie Simon und Sepp Janorschke (oben) von der Wasserburger Pfarrei St. Jakob, die das „Wasserburger Containerduo“ bildeten, wäre so mancher Helfer mit seiner Lieferung vor verschlossenen Containertüren gestanden. Fast täglich waren die Beiden ein Dreivierteljahr am Container und standen Tag und Nacht für Helfer und Fragen zur Verfügung.

Während Frau Simon, Dr. Thomas‘ ehemalige Firmleiterin, sich rührend um einen fürsorglichen Kontakt zu den Helfern kümmerte, machte sich Sepp Janorschke täglich Gedanken, wie man die Container noch besser und effektiver packen könnte.

Bereits vor einem Jahr, im August 2017, liefen die ersten Planungen für eine neue Containerlieferung nach Tansania an. Dr. Thomas Brei tippte eifrig Wunsch- und Bedarfslisten und überlegte zusammen mit Einheimischen und deutschen Mitarbeitern und Helfern, welche Geräte und Infrastruktur sinnvollerweise aus Deutschland zu beziehen seien und welche man vor Ort bei den Locals herstellen lasse, um einerseits Kosten zu sparen und andererseits nachhaltig und ressourcenorientiert zu arbeiten (wir berichteten ausführlich).

Seit Herbst 2017 standen auf dem Firmengelände der Molkerei Bauer zwei Container, die so schnell wie möglich gefüllt werden sollten. Hier zeigte sich für Dr. Thomas Brei einmal mehr, wie schön und hilfreich Freundschaften und Kontakte in der Heimat sind, nachdem Florian Bauer, ein ehemaliger Schulfreund unseres Missionsarztes, sofort Hilfe und den Stellplatz auf seinem Firmengelände angeboten hatte.

Auf den Containerbefüllungs-Aufruf reagierten etliche Menschen aus der ganzen Bundesrepublik.

Die Container-Versiegelung bei der Spedition Wagenstetter in Forsting …

Viele langjährige Bekannte und Freunde von Pfarrer Thomas Brei aus „seinen drei Hochburgen“, dem Pfarrverband Velden, seiner Heimat Wasserburg und dem Pfarrverband Mammendorf. Aber auch viele neue Unterstützer, die über Freunde, Medien oder mehrere Ecken von dem Aufruf gehört hatten, wurden monatelang nicht müde, die Container mit medizinischen Geräten, Möbeln, infrastrukturellen Accessoires, Materialien und Kleinigkeiten für das Krankenhaus zu befüllen.

Parallel zu den beiden Wasserburger Containern kümmerte sich die Sammelzentrale Laupheim um zwei weitere Container, die ausschließlich mit Klinikbetten gefüllt sind, die in Deutschland ausrangiert wurden. Nachdem man festgestellt hatte, dass es teurer wäre, in Tansania Betten zu bestellen, die dann aus schlechter chinesischer Qualität sind, macht es tatsächlich Sinn, Container mit Betten zu füllen. 

Um Container nach Tansania zu schicken, bedarf es einerseits viel aktiver Hilfe und Großzügigkeit, aber andererseits auch einer großen Papieraffinität. Um die Kosten für die St. Clare Clinic möglichst gering zu halten, beantragte der Missionsarzt mit seinem Team bei Engagement Global, einer Initiative des BMZ, Mittel zur Finanzierung der Container. Dabei half vor allem Markus Axthammer, Vorsitzender des Vereins Initiative Eine Welt e.V. in Wasserburg, dessen Verein als Träger für den Containerversand fungierte.

 

 

 

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