Hilfe für Kindergärten in der Region

Fördereinrichtungen informieren über Sonderpädagogische Hilfsangebote

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Welche sonderpädagogischen Angebote gibt es in der Region? Um diese für das Kleinkindes- und Kindergartenalter vorzustellen, luden das Sonderpädagogische Förderzentrum Wasserburg (SFZ), die Attler Makarius-Wiedemann-Schule und die heilpädagogische Tagesstätte sowie  die Frühförderung Wasserburg die Erzieher un Erzieherinnen der Kindertagesstätten der Region in den Theatersaal der Schule im Englischen Institut ein, um über ihre Angebote und die Mobile Sonderpädagogische Hilfe (MSH) zu informieren.

Etwa 30 Erzieherinnen waren der Einladung gefolgt. „Erzieherinnen in Kindergärten gehen oft an ihre Grenzen, wenn sie Kinder mit besonderem Förderbedarf in der Gruppe haben“, sagte Karin Erhardt, stellvertretende Schulleiterin der Makarius-Wiedemann-Schule. „Aber sie sind nicht allein: Denn sie können bei uns oder im SFZ sonderpädagogische Hilfe anfordern.“

Über die MSH kommt Fachpersonal in die Kindergärten und berät – je nach Bedarf – Erzieherinnen und Eltern oder arbeitet mit den Kindern. Ist eine weiterführende Betreuung nötig, können die Kinder auch an der Frühförderstelle direkt betreut werden. In der Regel umfasst die Förderung dort zwei Termine pro Woche und betrifft die Bereiche Sprache, Motorik und Wahrnehmung sowie sozial-emotionale Probleme: „Unser Team besteht aus Fachkräften der Psychologie, der Heil-, Sonderpädagogik, der Ergo-, der Sprach- und der Physiotherapie“, sagte Thomas Jung Leiter der Frühförderstelle. „Die Unterstützung findet dann bei uns, im Kindergarten oder bei den Kindern zu Hause statt.“

Ist eine intensivere Betreuung nötig, können Kinder in die schulvorbereitenden Gruppen des Sonderpädagogischen Förderzentrums in der Schule im Englischen Institut wechseln. Diese bereiten die Kinder gezielt auf eine angst- und störungsfreie Einschulung vor, sagt der Leiter des FZ Wasserburg, Johannes Kaspar. „Wir leisten die Vorarbeit für eine möglichst problemfreie Schullaufbahn.“

Wenn der Förderbedarf besonders hoch ist, steht den Drei- bis Sechsjährigen auch die heilpädagogische Tagesstätte der Stiftung Attl  nachmittags offen. „Wir verfügen schon allein deshalb über mehr Möglichkeiten einer individuellen Förderung, weil wir sehr kleine Gruppen im Vergleich zu einem Regelkindergarten haben“, so Anita Uhl, Leiterin der Heilpädagogischen Tagesstätte. Das biete den Kindern mehr Struktur und erlaube gezieltere Fördermöglichkeiten.

Der direkte Kontakt mit den Vertretern der drei Einrichtungen sowie die gebündelten Informationen kamen bei den Erziehern gut an. Brigitte Irl vom Klosterkindergarten St. Franziska in Edling bringt es auf den Punkt: „Es erleichtert die Zusammenarbeit, wenn man sich persönlich kennt.“ Prägend sei für sie gewesen, dass sie ein Jahr lang als Schulbegleitung in einem Förderzentrum gearbeitet hat.  „Das war die wertvollste Fortbildung meiner Erzieherinnenlaufbahn“, sagt sie. Von diesen Erfahrungen profitiere sie noch heute. „Vor allem bei Kindern mit erhöhtem Förderbedarf ist eine gute fachliche Begleitung wie von der Mobilen Sonderpädagogischen Hilfe sehr wichtig.“  Denn je früher bei Kindern eine gezielte Förderung einsetze, umso besser würden Entwicklungsverzögerungen ausgeglichen.

 

Foto: Kinder gezielt fördern – wie hier mit Musiktherapie ­in der heilpädagogischen Tagesstätte in Attel – und Erzieher entlasten: Die Mobile Sonderpädagogische Hilfe steht Kindergärten offen.

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