Hilfe, die wirklich ankommt!

Vorbereitungen für Johanniter-Weihnachtstrucker-Aktion: Packerl-Einsammler gesucht

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Bereits seit Monaten laufen hinter den Kulissen die Vorbereitungen für die alljährliche Aktion Johanniter-Weihnachtstrucker, an der sich die Johanniter aus Wasserburg wieder beteiligen. Der Startschuss für die Sammelaktion, bei der Hilfspakete für notleidende Menschen in Albanien, Rumänien und Bosnien gepackt werden, fällt am Samstag, 25. November. Die Johanniter suchen noch engagierte Menschen, die beim Einsammeln der Päckchen helfen wollen. Über die Hilfsaktion …

Informieren können sich Interessierte unter 0800 33 111 66.

In der Vorweihnachtszeit rufen die Johanniter in Wasserburg Schulen, Kindergärten, Vereine und Firmen sowie Privatleute wieder dazu auf, Pakete mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln zu packen und in den Dienststellen der Hilfsorganisation abzugeben.

Zwischen Weihnachten und Silvester werden die gespendeten Hilfspakete in vier langen Lkw-Konvois von ehrenamtlichen Fahrern und Helfern der Johanniter nach Albanien, Bosnien und Rumänien gebracht und notleidenden Menschen übergeben.

Ziel der Konvois sind ausgewählte Kleinstädte und Dörfer sowie abgelegene Bergdörfer. Dort werden die Pakete überwiegend persönlich an sozial schwache und kinderreiche Familien, Waisen, Kindergarten- und Schulkinder, Senioren, Menschen mit Behinderung, Besucher von Armenküchen, aber auch an Opfer von Blutrache oder Bewohner einiger Roma-Siedlungen verteilt.

„Wir freuen uns, dass wir bei dieser großartigen Aktion dabei sein können, denn hier wissen wir, dass unsere Hilfe gebraucht wird und auch wirklich ankommt. Die Pakete erleichtern den Menschen in den Zielländern die Grundversorgung in den harten Wintermonaten und senden ihnen zugleich ein Zeichen der Solidarität“, erläutert Markus Haindl, Dienststellenleiter der Johanniter-Unfall-Hilfe in Wasserburg.

„Darüber hinaus macht die Aktion uns selbst auch bewusst, dass vieles, was wir für selbstverständlich halten, für andere Menschen in Europa nach wie vor sehr wertvoll ist – sei es eine intakte Infrastruktur, zur Schule zu gehen, ausreichend zu Essen zu haben oder regelmäßig eine neue Zahnbürste zu erhalten. Ich denke, das ist auch der Grund, warum sich so viele Menschen gerne an dieser Aktion beteiligen.“

„Die Pakete sollen anhand einer Packliste gepackt werden“, bittet Haindl. „Dies ist aus zollrechtlichen Gründen wichtig und zudem möchten wir, dass alle Pakete in etwa gleichwertig sind.“

Folgende Artikel sollten in ein Weihnachtstrucker-Päckchen:

3 kg Zucker, 3 kg Mehl, 1 kg Reis, 1 kg Nudeln, 1 Liter Speiseöl in Plastikflaschen, 3 Packungen Multivitamin-Brausetabletten, 3 Packungen Kekse, 5 Tafeln Schokolade, 500 g Kakaogetränkepulver, 2 Duschgele, 1 Handcreme, 2 Zahnbürsten, 2 Tuben Zahnpasta sowie 1 kleines Geschenk für Kinder (z.B. Malblock und Stifte).

Allein im vergangenen Jahr konnten mehr als 56.500 Päckchen mit insgesamt 45 Lkw in die Zielländer gebracht werden.

„Die Menschen warten oft schon sehnsüchtig auf die Weihnachtstrucker und die Freude und Aufregung, wenn sie dann endlich eintreffen, ist groß“, berichtet Haindl. „Man kann kaum zu hoch schätzen, wie viel Hoffnung so ein Päckchen für die Empfänger bedeutet.“

„Uns ist es wichtig, dass wir die Päckchen möglichst persönlich denjenigen übergeben, die unsere Hilfe brauchen“, betont Haindl. „Dazu arbeiten die Johanniter mit langjährigen, zuverlässigen Partnern vor Ort zusammen, wie etwa Kirchengemeinden, Schulen, privaten Initiativen oder lokalen Partnerorganisationen.“

Rund 100 freiwillige Lkw-Fahrer und viele hundert Helfer an Johanniter-Standorten in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sind an der Aktion beteiligt.

Sie alle tragen mit ihrem Engagement dazu bei, dass sich am zweiten Weihnachtstag etwa 40 Sattelzüge mit Hilfspaketen auf den Weg nach Südosteuropa machen und notleidenden Menschen eine Freude machen können. Gerade jetzt, in den Wochen vor dem Startschuss der Sammelaktion, laufen die Vorbereitungen hierzulande mit Hochdruck. „Helfer wollen informiert sein, Routen müssen geplant werden, Zollpapiere sind vorzubereiten. Logistisch ist hier einiges zu tun“, erklärt Sven Aschenbrenner, lokaler Weihnachtstrucker-Koordinator bei den Johannitern.

Weitere Informationen zur Aktion, zu den nächstgelegenen Abgabestellen und den Verteilregionen sowie zu Spendenmöglichkeiten gibt es im Internet unter www.johanniter.de/weihnachtstrucker oder auf der Facebook-Fanseite „JohanniterWeihnachtstrucker“.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. steht in der Tradition des evangelischen Johanniterordens und engagiert sich seit mehr als 60 Jahren in den unterschiedlichsten karitativen und sozialen Bereichen. Mit mehr als 14 000 Beschäftigten, rund 30 000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und über 1,4 Millionen Fördermitgliedern zählt der gemeinnützige Verein mittlerweile zu einer der größten Hilfsorganisationen in Europa. Zu den Aufgabenfeldern der Johanniter-Unfall-Hilfe zählen unter anderem Erste Hilfe, Sanitäts- und Rettungsdienst, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen. International leistet der Verein humanitäre Hilfe bei Hunger- und Naturkatastrophen.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit knapp 300 Regional-, Kreis- und Ortsverbänden im gesamten Bundesgebiet vertreten.

Mehr Informationen zu den Johannitern in Wasserburg finden Sie unter www.johanniter.de/wasserburg.

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