„Heute schon die Welt verändert?“

Volles Pfarrheim beim Studientag der Katholischen Landvolkbewegung in Pfaffing

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Der Pfarrsaal in Pfaffing war voll besetzt bei der Diözesanversammlung der Katholischen Landvolkbewegung (KLB), die als Studientag zur diesjährigen Misereor-Fastenaktion „Heute schon die Welt verändert?“ durchgeführt wurde. Es ging darum, wie man der derzeitigen Entwicklung in der Welt, die immer umweltzerstörender, kapitalistischer und ausbeuterischer wird, Einhalt gebieten kann.

Nach der Begrüßung durch die Diözesanvorsitzenden Luise Braun und Johann Mayer gestaltete Landvolkseelsorger Johannes Seibold einen sehr inspirierenden Wortgottesdienst zur Frage: „Wie kann man die Welt verändern?“.

Veränderung sei möglich, in dem man selber anfange und andere anstecke, kleine Schritte zu gehen.

Dass Seibold auch Liedermacher ist, merkt man schnell bei den lebendigen, klangvollen und nachdenklichen Liedern, die gesungen wurden, was sich unter Begleitung der Albachinger Rhythmusgruppe „New age“ besonders gut anhörte.

Im anschließenden Impulsreferat stellte Pastoralreferent Christoph Langer seine Lebensweise dar. Er brachte viele Beispiele von kleinen Schritten der Veränderung und erläuterte, wie er sein Leben ökologisch und sozial gestaltet. So fährt er seit 15 Jahren ein Auto mit Pflanzenöl, sein E-Bike ersetzt ein zweites Auto, Heizen  und Stromerzeugung erfolgt mittels Blockheizkraftwerk und Urlaub wird vorwiegend mit dem Fahrrad gemacht.

Er verstand es, das Thema „Bewahrung der Schöpfung“ sehr unterhaltsam zu vermitteln, so dass dies bei den etwa 100 Gästen eher als Entertainment, denn als Fachvortrag wahrgenommen wurde.

Im Workshopteil am Nachmittag stellten Stefanie Steiner und Anne Karl-Rott zusammen mit einem jungen Mann aus Ecuador das Ofenbauprojekt der Landvolkbewegung vor.

In Ecuador, dem Partnerland der KLB München und Freising, sollen in abgelegenen Bergregionen speziell gefertigte Holzöfen zum Einsatz kommen, damit sich die Frauen und Familien dort beim Kochen durch die Rauchabgase der offenen Feuer in ihren Hütten nicht weiter gesundheitlich schaden, wie es derzeit noch der Fall ist.

In weiteren Workshops gab es Informationen zur Situation in Indien, dem Projektland der diesjährigen Misereor Fastenaktion und zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung.

Die beiden KLB Gruppen Pfaffing und Albaching haben an diesem Tag durch ihre Zusammenarbeit in der Vorbereitung und Durchführung bereits ein kleines Stück die Welt verändert. Aufgrund der Rückmeldungen der Teilnehmenden zufolge, gingen die meisten motiviert und mit einem sehr guten Gefühl aus diesem Tag heraus, um ein kleines Stück in ihrer Welt zu verbessern.

Foto unten: Der Diözesanverband der Katholischen Landvolkbewegung pflegt seit über 30 Jahren eine Partnerschaft mit Ecuador. Angelehnt an die diesjährige Misereor-Fastenaktion „Heute schon die Welt verändert?“ stellten die Mitglieder des KLB-Arbeitskreises Ecuador ein Ofenbauprojekt vor.

 

Geovanny Zhunaula (26) aus Ecuador (Zweiter von rechts), der bereits ein Jahr als Freiwilliger im Münchner Großraum engagiert war, möchte den Familien in den Bergregionen Ecuadors das Ofenbauen nahe bringen. Dafür ist er wiederum einige Wochen im Erzbistum bei der KLB zu Gast, um die technische Anforderungen für den Ofenbau kennen zu lernen und in Ecuador umzusetzen.

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