Heute geht’s um Park-Verkehrszeichen

Von unserer Partner-Fahrschule Eggerl: Der Verkehrstipp der Woche (77)

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Wenn die Führerscheinprüfung schon etwas länger her ist, stellt sich immer wieder die Frage, wie die eine oder andere Regelung im Straßenverkehr lautet. Deshalb klärt das Team der Fahrschule Eggerl an dieser Stelle wöchentlich über Verkehrsregeln und –Mythen auf. Heute geht es um verschiedene Park-Verkehrszeichen und was sie bedeuten.


>>Heute behandeln wir wieder die Frage eines Lesers unserer Verkehrstipps. Dabei geht es um die Beschilderungen von Parkplätzen für bestimmte Fahrzeuggruppen und ob sie eine rechtliche Wirkung entfalten.

Auch in Wasserburg gibt es einige Parkplätze, die für bestimmte Fahrzeuggruppen reserviert sind. Beispielsweise findet man an der Rampe vier Parkplätze speziell für Wohnmobile (Foto oben: AVL). Am Gries wiederum sind Ladestationen für E-Autos installiert, für die entsprechende Parkplätze freigehalten werden. Grundsätzlich gilt: ob die Beschilderung eine konkrete rechtliche Wirkung entfaltet, hängt von der Art und der Korrektheit der Verkehrszeichenkombinationen ab.

 

Eine solche korrekte Beschilderung wäre beispielsweise die Kombination aus Verkehrszeichen 314 (Parken) und einem einschränkenden Zusatzzeichen. Bei der folgenden Kombination wäre das Parken nur für elektrisch betriebene Fahrzeuge mit E-Kennzeichen erlaubt.  Wer hier ordnungswidrig parkt, muss mit einem Verwarnungsgeld zwischen 10 Euro und 30 Euro rechnen.

Daneben sind natürlich auch weitere Zusatzzeichen möglich, beispielsweise Zeichen 1010-67 („Wohnmobile”) oder Zeichen 1044-10 („nur Schwerbehinderte mit außergewöhnlicher Gehbehinderung und Blinde”).

Das unberechtigte Parken auf einem Behindertenparkplatz ist allerdings berechtigterweise deutlich teurer: hierfür werden 55 Euro fällig.

Auch über eine andere Beschilderungsweise können Parkplätze freigehalten werden, wie am Max-Emanuel-Platz (unten) in Wasserburg. Hier wird zunächst ein eingeschränktes Halteverbot angeordnet und über das obere Zusatzeichen auf den Seitenstreifen erweitert. Das untere Zusatzzeichen nimmt von diesem Halteverbot die Elektrofahrzeuge wieder aus – vielleicht eine etwas umständliche Lösung, aber rechtlich einwandfrei und noch dazu leicht verständlich.

 

Andere Verkehrszeichen hingegen weisen nur auf Ladesäulen oder Wohnmobilparkplätze hin, beinhalten streng genommen aber kein Parkverbot für andere Fahrzeuge. Trotzdem werden sie fälschlicherweise oft in einem solchen Sinn verwendet, häufig beispielsweise an Autobahnraststätten.

 

 

Wer hier mit einem „konventionellen” Pkw parkt, muss also keine Sanktionen befürchten. Trotzdem sollten diese Parkplätze im Sinne der Kollegialität natürlich für die entsprechenden Fahrzeuge freigehalten werden.

Unser Tipp: auch eigentlich falsche Beschilderungen sind oft verständlich und sollten deshalb beachtet werden. Allerdings sind Verkehrszeichenkombinationen mit mehreren Zusatzzeichen oft nur schwer oder nicht eindeutig zu entschlüsseln. Sollten Ihnen solche „Schilderbäume” auffallen, freuen uns wir über ein entsprechendes Foto. Gerne behandeln wir diese dann in einem unserer nächsten Verkehrstipps.<<

 

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Ein Kommentar zu “Heute geht’s um Park-Verkehrszeichen

  1. Ich würde mir wünschen, dass sich einige Fahrer auch wieder der Bedeutung des Park- und Halteverbots erinnern, auch für die auf den Boden gemalten!
    Vielleicht wäre ein Hinweis betreffend Feuerwehrzufahrten auch nicht schlecht. Im Notfall hängen Leben davon ab.

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