Heute geht es um die „Schlange“

Schäfflertanzkunde mit der „Stadtentdeckerin“ Irene Kristen-Deliano - Teil 3

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Es ist da: Das Schäfflerjahr 2019 in Stadt und Altlandkreis Wasserburg. In den kommenden Wochen gibt’s bei uns deshalb eine kleine Schäfflertanzkunde für unsere Leser. Irene Kristen-Deliano, die Wasserburger Stadtführerin und „Stadtentdeckerin“ sowie Autorin des neuen Schäffler-Romans „Der Reifenschwinger“, begibt sich auf Spurensuche! Hier unser Teil drei …

Die Stadt ist winterlich weiß gewandet, da tauchen sie auf, die grün, roten Farbtupfer, die Schäffler. Voran die Musikanten, der Oberkasperl, die Fahnenabordnung, der Schäfflermeister Max Holbl – letzter seines Standes -, die Tänzer, Fassschlager, die restlichen  Kasperln, die Marketenderinnen und Wagerlbuam. 50 Leut insgesamt!

Die Musikanten lassen den für Wasserburg üblichen und gern gespielten Egerländer Fuhrmannsmarsch erklingen und nicht wie in München zu hören ist, den bayrischen Defiliermarsch von 1850.

Die Temperaturen bewegen für diese Wochenende meist um die zwei Grad und a bisserl Schneeschauer dazwischen. „Aber im roten G`wand friert`s di net“, sagt Thomas Rothmaier, einer der Tänzer.

14 Tänze stehen an diesem Wochenende auf dem Programm (aufs nebenstehende Bild klicken). Und immer erklingt dazu die bekannte Melodie „Aba heit is koit“. Höhepunkt ist sicher am Samstag, wenn die Schäffler beim Badriazzo ihren Tanz zum Besten geben. Der letzte Tanz ist dann beim „Hauber-Anderl“ in der Schustergasse. Dann ist das erste Wochenende absolviert. Nachts klingt sicher bei dem ein oder anderen die Melodie noch im Ohr.

Die Schäffler haben immer den Roman „Der Reifenschwinger“ bei ihren Auftritten rund um und in Wasserburg dabei – unser Foto zeigt das passende Lesezeichen dazu – und am kommenden Sonntag verkauft die Gästeinfo Wasserburg zudem die Schäffler-Pralinen-Edition, wenn vorm Wasserburger Rathaus der erste Tanz getanzt wird …

 

Und hier die Tanzkunde zur Schlange (Bild ganz oben):

Zum einen bindet die Schlange jeden Schäffler noch stärker in die Gemeinschaft ein, zum anderen gibt es zu dieser Formation eine Sage: Sie symbolisiert die Schlange, den Lindwurm, der aus der Erde kroch und mit seinen giftigen Dämpfen, gleich einem schnaubenden Drachen, die Pest in Stadt und Land verbreitete.

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