„Herr Söder, es reicht!”

Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur unterstützt Klage zur Öffnung von Schankwirtschaften in Bayern

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Während die einen sagen – „ja, unser Auftrag ist das Partymachen mit dem nahen Beisammensein, was in Coronazeiten ohne Medikament und Impfung einfach nicht möglich ist” – verstehen die anderen nicht, warum die Türen ihrer Bars und Discos in Bayern weiter geschlossen bleiben. Viele Betreiber stehen aktuell vor dem existenziellen Aus. Der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) will das nicht mehr länger hinnehmen. Mit dessen Unterstützung wurde jetzt ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen die bayerischen Corona-Regelungen für eine Öffnung von Bars und Discos gestellt.

Während Wirtschaftsminister Aiwanger noch vor wenigen Wochen auf eine Öffnung der
Schankwirtschaften im Juli gehofft hatte, wollte Ministerpräsident Söder „unter bestimmten Voraussetzungen auch über die Schankwirtschaften“ reden. Eine Öffnung vor der parlamentarischen Sommerpause und den am Wochenende beginnenden Ferien sei nun aber nicht mehr zu erwarten. „Wir sind in ganz Deutschland das einzige Bundesland, das die Betreiber von Schankwirtschaften derart im Regen stehen lässt“, sagt VEBWK-Geschäftsführerin Dr. Ursula Zimmermann in einer Pressemitteilung. Und weiter: „Tatsächlich ist es nur Bayern, das die Kneipen und Bars aus unverständlichen Gründen noch immer geschlossen hält und damit den finanziellen Ruin tausender Betriebe billigend in Kauf nimmt.“

In ganz Deutschland sei es durch die Öffnung von Kneipen und Bars zu keinem Anstieg der Infektionen gekommen, so Dr. Zimmermann, „der strenge Kurs Bayerns wirkt daher schlichtweg unüberlegt und willkürlich.”

Diese für die Betreiber von Schankwirtschaften katastrophale Situation will der VEBWK jetzt nicht mehr länger hinnehmen. „Das Argumentieren, Vorschlagen von Sicherheitskonzepten und die Darlegung der aktuellen Infektionszahlen bringen in unserem Kampf für die bayerischen Kneipen und Bars leider nichts“, berichtet die Geschäftsführerin, „daher sehen wir den rechtlichen Weg als die letzte Chance, die wir jetzt leider ergreifen müssen.“

Gemeinsam mit einer Kneipe aus Regensburg und dem Regensburger Anwalt Urs Eroes wurde ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen die bayerischen Corona-Regelungen und für eine Öffnung der Kneipen und Bars gestellt. „Diese Klage sehen wir als den letzten Ausweg, um tausende Betriebe in Bayern vor dem existenziellen Aus zu retten“, sagt Dr. Ursula Zimmermann.

 

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2 Kommentare zu “„Herr Söder, es reicht!”

  1. Das wird Herrn Söder nicht jucken, er bekommt ja seine Kohle. Wenn es aber immer weniger Steuerzahler gibt, wird es auch für ihn und sein Gefolge bald eng.

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  2. Wenn ich mir die inzwischen professionellen Kellerlokale, Bauwagen, Waldhütten und Terrassen so anschaue, ist es wirklich lächerlich, dass ordentliche Gastronomen nicht öffnen dürfen.

    Bei den vorher genannten Schwarzgastronomen und Subkulturtreffpunkten gibts manchmal nicht mal Handwaschbecken, Desispender geschweige denn Toiletten ….

    Wie im Ausland die SAU inzwischen wieder rausgelassen werden kann, ist eine Ungerechtigkeit hoch 3 !
    Der Sinn von Europa wird somit immer unklarer!

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