Herausragendes Wochenende in Inzell

Wasserburger „Inn-Isar-Iceracingteam” mit tollen Leistungen bei Weltmeisterschafts-Rennen

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Jedes Jahr wird die Max-Aicher-Arena in Inzell zum Mekka für alle Eisspeedway-Fans. Dann machen die Eisgladiatoren im Nachbarlandkreis Traunstein Station. Zwei Weltmeisterschafts-Tage und ein prall gefülltes Rahmenprogramm stehen ein Wochenende lang auf dem Programm. Mit dabei alle Jahre auch Rennfahrer aus dem Altlandkreis Wasserburg und heuer erstmals das„Inn-Isar-Iceracingteam” mit den drei Fahrern „Eishans” Weber, dem Deutsche Meister Markus Jell sowie Marc Geyer. Sie zeigten herausragende Leistungen.

Hans Weber (rechts), hier im Fahrer-Lager, musste sich erst im Halbfinale den unbezwingbaren Russen geschlagen geben. Er liegt mittlerweile im Gesamt-Weltcup auf einem überragenden fünften Platz – hinter vier Russen.

Auch heuer waren zahlreiche Fans an dem Renn-Wochenende mit dabei. Ein paar Schnappschüsse aus der Arena und von den Wasserburgeren. Fotos Rainer Dachs:

 

 

 

So liefen die Rennen aus sportlicher Sicht:

Nach einem ereignisreichen, um nicht zu sagen sturzreichen Samstag Grand Prix, erschienen dennoch alle Fahrer auch am zweiten Renntag zur Fahrerbegrüßung. Wie von den Mannen in Inzell gewohnt, wurde der Einzug in typischer bayerischer Art zelebriert.

An der Gesamtführung der russischen Favoriten hat sich nach dem 7. Grand Prix (Samstag) nicht viel geändert. Die ersten vier Piloten sind nur durch 5 Punkte getrennt . Als Führender in den heutigen Grand Prix geht Daniil Ivanov mit 116 Gesamtpunkten vor Dinar Valeev 115, Dimitry Koltakov 112 und Dimitry Khomitsevich mit 111 Punkten. Wenn man nach einem „Schwachpunkt” bei den Russen suchen wollte, betraf es dieses Mal Koltakov, der am Samstagabend nicht mit seiner Startschnelligkeit überzeugen konnte.

 

Die russischen Fahrer beendeten ihren ersten Durchgang wie gewohnt, Khomitsevich, Ivanov und Koltakov mit 3 Punkten. Valeev benötigte 2 Runden um am hervorragend gestarteten Weber vorbeizugehen und sich Platz zwei hinter Koltakov zu sichern. Max Niedermayer  aus Edling konnte in der vorletzten Runde Stefan Svenson überholen und damit drei Punkte auf sein Konto verbuchen. Günther Bauer konnte nach einem technischen Defekt das Rennen nicht beenden. Markus Jell überzeugte wieder mit einem hervorragenden 2. Platz hinter Ivanov.

 

Im zweiten Durchgang holte Valeev einen ungefährdeten Sieg vor Ove Ledström. Im Duell der Deutschen konnte sich Max Niedermaier locker vor Günther Bauer halten der leider in der letzten Runde stürzte.

Ein erstes Highlight war Lauf 7 als Ivanov und Koltakov vier Runden kämpften und Daniil nur mit wenigen Zentimeter Vorsprung die Ziellinie überquerte. Der Eishans konnte im zweiten Outing Platz zwei hinter Khomitsevich und vor Markus Jell behaupten.

 

Im dritten Durchgang zeigte Weber seine Kämpferqualitäten und überholte nach schlechtem Start die beiden Schweden, Stefan Svensson und Ove Ledström. Im zehnten Lauf war Koltakov viel zu stark für seine Gegner. Lauf 11 war eine sichere Beute für Niclas Svensson, Jell schrieb wieder zwei weitere Punkte auf sein Konto. Wie zu erwarten konnte Max Niedermayer gegen die Top-Russen keinen Punkt ergattern. Khomitsevich, Valeev, Ivanov, so lautete der Zieleinlauf.

 

Zwischenstand nach drei gefahrenen Durchgängen: Khomitsevich 9 Punkte, Koltakov 8, Valeev und Ivanov 7, Weber und Niedermayer 6, Jell 5 Punkte.

Im vierten Durchgang lies Ivanov nichts anbrennen und siegte vor Ove Ledström, Luca Bauer und Geyer. In Lauf 14 war Valeev nicht zu schlagen und siegte vor Stefan Svensson und Markus Jell. Mayerbichler kam zu Sturz. Weber setzte sich mit einem guten Start knapp vor Stefan Svensson. Max Niedermaier konnte an den Schweden nicht ganz rankommen und musste sich mit einem Punkt begnügen. Das Russenduell Koltakov gegen Khomitsevich wurde erst im Zieleinlauf entschieden und der amtierende Weltmeister Koltakov sicherte sich 3 wichtige Punkte.

 

Den letzten Durchgang eröffnete Khomitsevich mit einem weiteren Sieg vor Stefan Svensson. Ebner auf Rang drei vor Marc Geyer. Trotz allen Versuchen konnte Weber Ivanov nicht vom Sieg abhalten. Auch in Heat 19 lies Valeev keinen Zweifel aufkommen, dieses Jahr vielleicht den WM-Titel zu holen und siegte ohne Probleme vor Niclas Svensson. Lauf 20 zeigte nocheinmal wie spannend Eisspeedway sein kann. Obwohl Koltakov mit sicherem Abstand gewann kämpfte Ledström erst kurz vor dem Ziel Markus Jell nieder. Enttäuschend auf dem letzten Platz Max Niedermaier. Leider schafften Max Niedermaier und Markus Jell  mit jeweils 7 Punkten nicht den Aufstieg ins Halbfinale.

 

Im ersten Halbfinale trafen Koltakov und Valeev auf die schwedischen Jungstars Ledström und Niklas Svensson.

Wie zu erwarten konnte die Schweden nicht mit den Russen mithalten. Die Führung wechselte mehrere Male und zum Schluss hatte Valeev knapp die Nase vor seinem Landsmann.

 

Das zweite Halbfinale war nicht minder spannend. Hier gab es ebenfalls einen harten Schlagabtausch der beiden Russen. Schließlich konnte der erfahrene Khomitsevich seinen jüngeren Landsmann Valeev knapp besiegen. Weber, mit einem schlechten Start, versuchte alles um an den Russen dran zu bleiben, was letztendlich in der äußeren Bahnbegrenzung endete. Somit war das Finale, wie heuer schon üblich, eine Angelegenheit der Topfahrer aus Russland.

 

Khomitsevich innen, daneben Valeev, Koltakov auf der weißen Position und Ivanov ganz außen. Knapp eine Runde konnte sich Khomitsevich in Führung halten bevor Valeev in der Zielkurve vorbeiging. Während Valeev die Führung nicht mehr abgab, bekämpften sich die Russen bis zur Ziellinie aufs äußerste. Letztendlich setzte sich Koltakov knapp vor Ivanov und Khomitsevich. Eine weitere Demonstration der russischen Eisfahrer.

 

Vor der Siegerehrung verkündete Günther Bauer, dass er seine aktive Karriere beendet, und drehte nochmal unter dem Applaus der Zuschauer eine Ehrenrunde in der Max Aicher-Arena. Geplant ist ein Abschiedsrennen fürs nächste Jahr am Donnerstag vor dem GP.

 

Manfred Hirsch

 

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Ein Kommentar zu “Herausragendes Wochenende in Inzell

  1. DANKE Wasserburg Stimme für die schönen berichte über die Sportler aus Albaching,ihr seit einfach mit dem Herzen dabei,Bahnsport geht am Stock,aber die meisten wollen es nicht glauben und verstehen.Allen noch viel Erfolg

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