Heißes Thema: Schul- und Linienbusse

Von unserer Partner-Fahrschule Eggerl: Der Verkehrstipp der Woche (2)

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Wenn die Führerscheinprüfung schon etwas länger her ist, stellt sich immer wieder die Frage, wie die eine oder andere Regelung im Straßenverkehr lautet. Deshalb klärt das Team der Fahrschule Eggerl an dieser Stelle ab jetzt wöchentlich über Verkehrsregeln und –Mythen auf. Heute geht es um das Thema Schul- und Linienbusse. Wie verhält man sich als Autofahrer richtig?

Wie wichtig richtiges Verhalten beim Überholen oder beim Vorbeifahren an Schul- und Linienbussen ist, zeigen leider nicht zuletzt auch schwere Unfälle in den letzten Jahren in unsere Region. An dieser Stelle klärt das Team der Fahrschule Eggerl deshalb in dieser Woche über die Vorschriften rund um das Vorbeifahren an Bussen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln auf.

Die Experten: „Grundsätzlich darf an allen öffentlichen Verkehrsmitteln, die an entsprechend gekennzeichneten Haltestellen halten, nur vorsichtig vorbeigefahren werden. Das heißt: Geschwindigkeit reduzieren, bremsbereit sein und den Straßenrand besonders gut beobachten. Das gilt sowohl auf der Fahrbahnseite, an der Busse etc. halten als auch im Gegenverkehr.”

Und weiter: „An Schul- und Linienbussen mit eingeschalteter Warnblinkanlage darf nur mit Schrittgeschwindigkeit vorbeigefahren werden. Das heißt: Ersten Gang einlegen und mit Standgas vorbeifahren, also mit unter 10 km/h. Fußgänger dürfen weder gefährdet noch behindert werden. Nötigenfalls ist anzuhalten. Auch diese Regelung gilt ebenso, wenn die Busse auf der anderen Straßenseite anhalten und sowohl außerorts als auch innerorts. Auch auf Land- und Bundesstraßen muss also in beiden Richtungen mit Schrittgeschwindigkeit an solchen Bussen vorbeigefahren werden.”

Außerdem gilt: „Busse, die mit dem linken Blinker anzeigen, dass sie die Haltestelle verlassen und in den fließenden Verkehr einfahren wollen, ist Vorrang zu gewähren. Das heißt hinter dem Bus warten, bis dieser losgefahren ist.”

Die Regelungen sind in §8 der Straßenverkehrsordnung zusammengefasst:

„(1) An Omnibussen des Linienverkehrs, an Straßenbahnen und an gekennzeichneten Schulbussen, die an Haltestellen (Zeichen 224) halten, darf, auch im Gegenverkehr, nur vorsichtig vorbeigefahren werden.

(2) Wenn Fahrgäste ein- oder aussteigen, darf rechts nur mit Schrittgeschwindigkeit und nur in einem solchen Abstand vorbei gefahren werden, dass eine Gefährdung von Fahrgästen ausgeschlossen ist. Sie dürfen auch nicht behindert werden. Wenn nötig, muss, wer ein Fahrzeug führt, warten.

(3) Omnibusse des Linienverkehrs und gekennzeichnete Schulbusse, die sich einer Haltestelle (Zeichen 224) nähern und Warnblinklicht eingeschaltet haben, dürfen nicht überholt werden.

(4) An Omnibussen des Linienverkehrs und an gekennzeichneten Schulbussen, die an Haltestellen (Zeichen 224) halten und Warnblinklicht eingeschaltet haben, darf nur mit Schrittgeschwindigkeit und nur in einem solchen Abstand vorbeigefahren werden, dass eine Gefährdung von Fahrgästen ausgeschlossen ist. Die Schrittgeschwindigkeit gilt auch für den Gegenverkehr auf derselben Fahrbahn. Die Fahrgäste dürfen auch nicht behindert werden. Wenn nötig, muss, wer ein Fahrzeug führt, warten.

(5) Omnibussen des Linienverkehrs und Schulbussen ist das Abfahren von gekennzeichneten Haltestellen zu ermöglichen. Wenn nötig, müssen andere Fahrzeuge warten.

(6) Personen, die öffentliche Verkehrsmittel benutzen wollen, müssen sie auf den Gehwegen, den Seitenstreifen oder einer Haltestelleninsel, sonst am Rand der Fahrbahn erwarten.

 

Fahrschule Eggerl: Wasserburg | Edling | Pfaffing | Rott | Albaching 

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Achtung: Am folgenden Terminen entfällt der Theorie-Unterricht an all unseren Standorten: 28. Februar sowie 3. und 4. März.

 

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4 Kommentare zu “Heißes Thema: Schul- und Linienbusse

  1. „Busse, die mit dem linken Blinker anzeigen, dass sie die Haltestelle verlassen und in den fließenden Verkehr einfahren wollen, ist Vorrang zu gewähren. Das heißt, hinter dem Bus warten, bis dieser losgefahren ist.”

    Das scheinen in der Tat rund 90% der Wasserburger Autofahrer nicht zu wissen.

    Ich hab mich schon gefragt, ob dieses Wissen in den hiesigen Fahrschulen überhaupt vermittelt wird. Im Gegenteil geben viele Autofahrer da sogar erst recht Gas, um nur ja nicht hinter einem Bus herfahren zu müssen.

    Das trägt dann leider auch zur Unpünktlichkeit unseres Stadtbusses bei.

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  2. Ich habe vor über 20 Jahren meinen Führerschein bei der Fahrschule Eggerl gemacht und auch damals war das schon so (Uwe kannte da keine Gande… was auch gut war). Auch wenn ich heute gerne mit Schritttempo auf der B304 an einen Bus vorbeifahren würde, würde dass dazu führen dass man entweder angehupt, überholt oder weggerammt wird. Ich fahre langsam an einem Bus vorbei und erwarte auch dass man nicht dumm von anderen Verkehrsteilnehmern angemacht wird.

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  3. Aber 80 Kinder im sechziger Bus kein Problem ohne Gurt und Sicherung aber die fahren ja nur 60 da gibt sicher keine Verletzten bei einem Unfall

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  4. Fahrschule Eggerl

    Vielen Dank für die Rückmeldungen!
    Tatsächlich vermitteln wir die Regeln so, wie hier beschrieben. Das gilt natürlich auch für das Warten hinter Bussen, die aus der Haltestelle ausfahren wollen. Auch in den Prüfungen wird dies ohne Ausnahme so verlangt.

    Auf der B304 kann, wie oben geschrieben, ein Abbremsen auf Schrittgeschwindigkeit zum Teil selbst gefährlich werden. Ziel in der Ausbildung ist hier deshalb, unter ständiger Beobachtung des rückwärtigen Verkehrs so weit herunterzubremsen, wie es eben gefahrlos möglich ist (als Ziel 20 km/h oder weniger).

    Leider fällt es uns nicht nur an Bussen schwer, den Fahrschülern das korrekte Verhalten dauerhaft zu vermitteln. Sobald sie sehen, dass die Fahrschulen oft die einzigen sind, die sich an die Regeln halten, verlieren sie schnell das Verständnis dafür, dass sie selbst die Regeln beachten müssen.

    Auch wir würden uns deshalb freuen, wenn mehr Fahrer mit gutem Beispiel voran gingen!

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