„Heimatliebe” im Postkartenformat

Wasserburger Künstlerin möchte mit ihrem Projekt Lokale und Geschäfte unterstützen

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Die „Markthallen“ gibt es schon, ebenso „Bücher Herzog“ und einige weitere Läden und Gaststätten auch: Charmant als Postkarte illustriert von Stephanie Schober, die mit dieser Aktion Wasserburger Betrieben in Zeiten von Corono helfen möchte. Beim Kauf einer Postkarte soll gut die Hälfte des Kaufpreises an die jeweiligen Einrichtungen fließen.

Der Preis einer Postkarte wird 4,50 Euro betragen, 2,50 Euro geht als Spende an das abgebildete Geschäft oder die Gastwirtschaft. Allerdings wird der Verkauf nicht vor Ende Mai starten. Ein Grund ist das dafür benötigte Kapital, das derzeit auf der Crowdfunding-Plattform /www.startnext.com/wir-fuer-wasserburg-heimatlieb gesammelt wird. Denn auch die Produktions- und Druckkosten (beauftragt werden soll eine Wasserburger Druckerei) müssen gedeckt sein.

Auf der Facebook-Seite „Heimatliebe im Postkartenformat“ sind bereits 13 liebevolle Motive zu sehen – 25 sollen es bis Ende Mai sein. Vor den detailgetreuen Frontansichten der Geschäfte und Restaurants ist auch allerlei Wasserburger Lokalprominenz zu entdecken wie etwa Bürgermeister Michael Kölbl, Markthallen-Chef Andi Aß oder die Inhaberin der Backstube Christine Deliano. Auf Facebook kann auch abgestimmt werden, welcher Betrieb in die Postkarten-Sammlung aufgenommen werden soll. Zwischen acht und zwölf Stunden benötigt Schober pro Motiv – auch ein Grund, warum das Hilfsprojekt noch eine kleine Weile Zeit braucht.

Eigentlich ist Stephanie Schober (30) Szenebildassistentin (Art Director) für Film und Fernsehen von Beruf, ihr Studium der Innenarchitektur an der Hochschule Rosenheim weckte aber ihr gestalterisches Talent. Weil die gebürtige Wasserburgerin allerdings freiberuflich unterwegs ist, hat sie wegen des Lockdowns derzeit keine Aufträge. „Da ich meine Zeit aber nicht nur mit Gartenarbeit, Putzen und Kochen verbringen wollte, brauchte ich dringend eine sinnvolle Aufgabe“, erklärt Schober wie es zur Idee der identitätsstiftenden Postkarten kam. „Ich wollte auch helfen“, so die Künstlerin, „weil mir das aufgrund meiner eigenen Situation aber finanziell nur sehr bedingt möglich ist, wollte ich wenigstens mit meinem Schaffen und Tun einen Beitrag leisten.“

Ihr Antrieb ist eine echte Herzensangelegenheit.  „Anfänglich wollte ich nur meinen Lieblingslokalen und – geschäften eine Freude bereiten und sie aufheitern“, sagt die 30-jährige. Dann entstand die Idee, zu zeigen, wer hinter den Betrieben steckt: „Alles tolle Menschen,  die jetzt unbedingt unterstützt werden müssen, um unsere persönliche, eigene Lebensqualität in unserer schönen Altstadt zu erhalten.“

Das erste Motiv, die Backstube Deliano, entstand am 19. März innerhalb von zehn Stunden. Um im größeren Umfang arbeiten und helfen zu können, hat Schober dann am 3. April das Crowdfunding sowie die Aktivitäten auf Facebook und Instagram (heimatliebe.post) ins Leben gerufen.

„Es geht mir dabei nicht nur um finanzielle, sondern auch um emotionale Unterstützung“, betont Stephanie Schober. Während des „Social Distancing“ sollen die Illustrationen auch ein Zeichen der Hoffnung und der Vorfreude auf den gemeinsamen Sommer darstellen und ein Ausdruck für den Zusammenhalt der Stadtliebhaber – Bewohner wie Besucher – sein.

20 Sätze der 25 verschiedenen Motive soll es bis Ende Mai geben. Spenden sind über die Crowdfunding-Seite möglich. Die Summe, die dort zusammenkommt, wird auf einer Art Treuhandkonto hinterlegt und dann an die Druckereien und Betriebe ausbezahlt. CF

 

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Ein Kommentar zu “„Heimatliebe” im Postkartenformat

  1. Dass diese Motive mit viel Herzblut und Liebe entstanden sind, sieht man auf den ersten Blick! Alle unsere Geschäftsleute sind perfekt abgebildet – mit all ihren typischen Charakterzügen. Was für eine wunderbare Idee!

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