Happy-End im Achtelfinal-Krimi

Basketball-Pokal: Wasserburg schafft am Abend in Hannover ein 69:67

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Einen Basketball-Krimi erlebten die Fans am heutigen Sonntagabend im Achtelfinale des Deutschen Pokals in Hannover – mit glücklichem Ausgang für das Damen-Team vom TSV Wasserburg. Mit der Schluss-Sirene durfte man sich in den Armen liegen: Mit 69:67 zog die Eichler-Mannschaft ins Viertelfinale ein. Nun spielt man am 7. Januar gegen den Herner TC! Aber: Top-Centerin Becca Tobin hat sich heute in der ersten Halbzeit schwer am Knie verletzt …

Vor allem Monique Reid und Haiden Palmer (Foto) behielten am Ende die Nerven und ein Rückstand von acht Punkten konnte in den allerletzten Minuten der Partie gerade noch in den einen goldenen Korb Vorsprung umgemünzt werden. Vor allem das dritte Viertel hätte den Damen vom Inn fast das Aus gebracht – es ging mit 8:22 an Hannover …

Doch im letzten Viertel gab Wasserburg noch einmal alles und gewann Selbiges mit 19:8.

Die weitere Teilnahme im Deutschen Pokal hat der Titelverteidiger somit knapp geschafft!

Unser Spielbericht:

Den Sieg mussten die Innstädterinnen allerdings teuer bezahlen: Top-Centerin Becca Tobin verletzte sich in der ersten Halbzeit schwer am Knie. Ob sie diese Saison nochmal eingesetzt werden kann, wird sich bei der Untersuchung morgen im Orthozentrum Rosenheim herausstellen. „Das hat uns natürlich alle geschockt“, so Head-Coach Georg Eichler: „Und wir mussten natürlich sofort auch an das EuroCup-Play-Off-Spiel am Mittwoch denken.“

Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel in Hannover, das die Gäste aus Oberbayern knapp mit 20:19 für sich entscheiden konnten, setzten sich die Wasserburgerinnen Punkt für Punkt ab. Mit dem vierten Dreier der in der ersten Halbzeit überragenden Margaux Galliou-Loko zum 35:23 war der Vorsprung erstmals zweistellig und konnte bis zum 42:23 in der 16. Minute auf scheinbar beruhigende 19 Punkte ausgebaut werden.

Doch dann kam die Verletzung von Tobin, die ihre Teamkolleginnen komplett aus dem Konzept brachte. Hannover entschied den Rest des Viertels mit 0:14 für sich und erzielte bis zur 30. Minute insgesamt 36 Punkte, den Innstädterinnen gelangen in diesen 15 Minuten nur deren acht.

Das Momentum lag beim Stand von 50:59 eindeutig auf Seiten der Gastgeberinnen, doch der amtierende Pokalsieger konnte das Ruder noch einmal herumreißen!

„Das war ein grandioser Fight“, freute sich Eichler: „Wir haben zur rechten Zeit wieder begonnen zu verteidigen.“ Punkt um Punkt kämpfte sich sein Team zurück und Monique Reid, die in dieser Phase mit ihren Punkten, Rebounds und Assists Dreh- und Angelpunkt des Wasserburger Spiels war, versenkte 90 Sekunden vor dem Ende zwei Freiwürfe zum 69:67. In der restlichen Spielzeit konnte keine Mannschaft mehr punkten und so zieht der TSV einmal mehr ins Viertelfinale des DBBL-Pokals ein.

Dieses findet am 7. Januar statt und die Auslosung heute hat ergeben, dass Wasserburg zu Hause gegen Liga-Konkurrenten Herner TC um den Einzug ins Top 4 spielt.

Die weiteren Begegnungen lauten BG Rotenburg-Scheeßel (2. DBBL Nord) gegen ChemCats Chemnitz, BG Göttingen gegen BC Marburg sowie USC Freiburg (2. DBBL Süd) gegen die Rutronik Stars Keltern.

In Hannover spielten: Margaux Galliou-Loko (18 Punkte, 8 Rebounds, 4 Dreier), Becca Tobin (4 Punkte), Milica Deura (3 Punkte), Laura Audere (2 Punkte), Monique Reid (14 Punkte, 18 Rebounds), Haiden Palmer (3 Punkte, 5 Rebounds), Petra Zaplatova (9 Punkte, 4 Assists), Santa Okockyte (10 Punkte) und Annika Holopainen (6 Punkte, 5 Rebounds).

 

 

 

 

 

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