Hallo, Schluss mit lustig!

Nachbarn holten die Polizei: Party mit zehn Schülern und Studenten beendet - Anzeigen wegen der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen

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Auch schon gestern gegen 21 Uhr hatten sich Nachbarn in der Küpferlingstraße in Rosenheim Anwohner über eine laute Feier junger Leute beschwert und die Polizei alarmiert: Als die Beamten vor Ort eintrafen, gab es dort tatsächlich eine – aktuell nicht erlaubte – Zusammenkunft von zehn Personen. Da die Schüler und Studenten, alle im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, verschiedenste Haushalte haben, leitete die Polizei Bußgeldverfahren nach den aktuell geltenden, bekannten Infektionsschutz-Vorschriften ein …

 

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21 Kommentare zu “Hallo, Schluss mit lustig!

  1. … und nun wundert man sich über steigende Infektionszahlen!
    Sicher kein Einzelfall.

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  2. Man darf gespannt sein, ob diese Meldung wieder einen empörten Aufschrei in Sachen “Denunziantentum” nach sich zieht?! Für derlei “Privatvergnügen” fehlt mir allerdings aktuell jegliches Verständnis.

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  3. @mvb, naja, ein bisschen verstehe ich junge Leute schon.

    Für uns wars früher auch ein Drama, wenn man mal ein Wochenende nicht weg kam.
    Trotzdem: wenn wir alle bald wieder halbwegs normal leben wollen, muss sich halt jeder daran halten. Hilft ja nix.

    Eine Pandemie ist keine Diät, wo immer mal Ausrutscher drin sind 😉, die Zeche zahlen am Ende nämlich wir alle!

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  4. Angst ist hervorragend dazu geeignet. dass die Bevölkerung schon mal das macht, was sie sonst eigentlich nicht machen würde. Und nachdem mittlerweile seit fast einem Jahr andauernden Mantra „Corona ist gefährlich“, ist es durchaus verständlich, dass Angst vorherrscht.
    Man könnte nun reale Zahlen nennen, aber das wird, nachdem die Angst mit sehr emotionalen Bildern eingebläut wurde, alles nicht helfen.

    Und ja, diese Angst muss man ernst nehmen.

    Die Leute kommen da aus eben dieser Angst nicht raus. Genauso wie jemand der Angst vor Spinnen hat oder unter Klaustrophobie leidet.
    Das wird ein sehr langer Weg zurück.

    Nun dürfen diese Jugendlichen gemeinsam acht Stunden arbeiten oder sich auch stundenlang zusammen in der Schule aufhalten.
    Das nun auf dieser Seite wiederum das Verständnis fehlt, liegt auf der Hand.

    Auch andere Kinder, die zwar gemeinsam in der Schule Sport treiben wollen, was den gleichen Kindern dann nachmittags im Sportverein oder auf dem Fußballplatz verwehrt ist, steht das Fragezeichen ins Gesicht geschrieben.

    Und jeder Pendler weiß auch, was in Bus und Bahn los ist.

    Nun wird von der Politik recht gerne das Wort Feiern verwendet und stigmatisiert. Jens Spahn schaffte das im Interview mit Marietta Slomka (Heute Journal vom 1. November) gleich sieben Mal in sieben Minuten.
    Offenbar soll dieses Wort an wilde, zügellose Partys a la Ischgl erinnern und das Bild des verantwortungslosen Feindes zeichnen.
    Quasi eine Untugend.
    Wir erinnern uns:
    Mal waren es die bösen Jugendlichen, die bösen Urlauber, die böse Gastro, die bösen Haushalte. Kurzum es sind immer die anderen, die Schuld sind.

    Das dies alles nicht zielführend ist, brauche ich nicht erwähnen. Diese ganze Polemik zeigt eine sehr einseitige Sicht.

    Nicht feiern, sich nicht mehr treffen – bedeutet auch:
    Alte werden isoliert.
    Alleinstehende noch mehr vereinsamen.
    Kinder verstehen es gar nicht.
    Jegliches kanalisiertes Abreagieren für Jugendliche wird unmöglich.
    Vereinsleben, aus dem viele Kraft für den Alltag schöpften, ist abgeschafft.

    Also bitte nicht immer nur eine Seite der Medaille sehen.
    Verständnis für die Leute, die Angst haben – aber auch Verständnis für die, die einen Ausgleich brauchen.

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    1. Daumen oben, Herr Janke

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    2. Endlich mal ein vernünftiger Kommentar unter den ganzen sensibilisierten Angsthasen.

      Wir müssen damit umgehen, es muss endlich einen Weg in die Normalität geben!
      Die Kollateral- und psychischen Schäden stehen in keinem Einklang mit der Anzahl der tatsächlich Kranken!

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    3. Sehr gut geschrieben!!!

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    4. ..Danke Herr Janke, einer der besten Berichte, die zu diesem Thema hier geschrieben wurden…weiter so.. Sie denken nicht alleine so darüber…

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    5. Danke für den Beitrag. Es wird wohl noch länger dauern, bis wir aus diesem Zirkel der Angst herauskommen. Gerade ist ja das “Bevölkerungsschutzgesetz” auf dem gesetzgeberischen Weg. Darin werden alle von Gerichten teilweise als verfassungswidrig eingestuften Maßnahmen in die schützende Hülle eines Gesetzes überführt. Leider wird dieser schwerwiegende Eingriff in unsere Freiheitsrechte von der Bevölkerung kaum wahrgenommen. Unsere Politiker wissen ganz genau, dass die Aufrechterhaltung der Angst die Bürger zu einer willenlosen, knetbaren Masse macht. Und Sie vergessen damit auch, dass eigentlich Sie, nicht die Regierenden, des eigentliche Souverän sind.

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  5. Ich hätte die Türe nicht aufgemacht. Mehr wie 10 dürfen sich nicht versammeln 🙂
    Mit den Polizisten sind es noch mehr daher TÜRE ZU
    PS das mit den verschiedenen Haushalten ist mir bekannt.
    🙂

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  6. Es gibt sicher bessere Orte zum Feiern als eine Wohnung mit vielen Nachbarn – Intelligenz ist was anderes.

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  7. Danke Uwe Janke für diese gut gewählten Worte….

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  8. @Herrn Janke: wirklich gut und einfühlsam geschrieben. Aber: meinen Sie nicht auch, dass der Vergleich der Angst vor Spinnen oder Enge (also pathologischen Ängsten) mit der vor realer Krankheit, Leid und Tod total deplatziert ist?

    Das ist tatsächlich üble Polemik, mit der sie hier arbeiten! Sehr gekonnt!

    Ich kenne Sie aus eigenem täglichen Erleben – die Schwerkranken, die vielleicht überleben, dann aber Monate brauchen, um unter Inkaufnahme bleibender Beeinträchtigungen in ihr Leben zurückzufinden – die zu Vielen, die an dieser wirklich furchtbaren Krankheit sterben….

    Und es ist wirklich zu viel verlangt, angesichts dieser Gefahr für ein paar Monate eine Maske zu tragen und Kontakte zu reduzieren?

    Von all den Corona-Leugnern und „Freiheitskämpfern“ habe ich noch keinen konstruktiven Vorschlag gehört, welche Ideen sie zur Bekämpfung der Krankheit haben.

    Nur jammern über alles, was sie gerade aushalten und ertragen müssen.
    Aber aushalten und ertragen müssen in erster Linie die Kranken, Sterbenden und ihre Angehörigen unerträglich vieles – aber die gibt’s ja alle gar nicht, oder?

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  9. Bin ganz bei Ihnen Herr Janke….

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  10. Mir drängt sich dieses Bild auf:
    Jugendliche! Laut! Corona-Party! Da muss der brave Bürger doch eingreifen!
    Nach dem Anruf bei der Polizei drückt sich der brave Bürger bei ausgeschaltetem Licht hinterm Vorhang rum und guckt, ob die Delinquenten auch in Handschellen abgeführt werden.

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  11. Angst hat ja evolutionsbiologisch betrachtet durchaus einen Sinn.
    Der eher ängstliche und vorsichtige Typ hatte deutlich höhere Überlebens- und damit Fortpflanzungschancen als der furchtlose Draufgänger.

    Vor diesem Hintergrund tummeln sich hier in den Kommentaren einige vielversprechende Anwärter:Innen auf den Darwin Award 2020.

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    1. .. sich von Angst beherrschen zu lassen war noch nie ein guter Ratgeber..

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  12. @MM @Gwendolyn
    Da es meine gestrige Antwort an die Herren Janke und Simon nicht in die Kommentarspalte geschafft hat, vielleicht ein wenig zu viel der Polemik und des Zynismus, hier mein ausdrücklicher Dank für ihrer beiden Kommentare!!
    Sachlich auf den Punkt gebracht!

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  13. @ MM, sehr vernünftig und gut geschrieben.
    Schade, dass ihre Worte bei den “Freiheitskämpfern”, “Andersdenkern” und wie sie sich so nennen nicht ankommen werden. Denn nur diese blicken durch. Wir alle sind leider doof (wie die Mehrheit der Menschen weltweit)….

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  14. @ Gwendolyn
    Aus Sicht der Evolution müssen wir grundsätzlich zwischen Angst und Furcht unterscheiden. Furcht ist etwas vor einer realen Gefahr. (Raubtier kämpfen oder weglaufen). Diese Situation endet und man kommt wieder zu Ruhe.

    Angst ist etwas was noch nicht eingetreten ist, etwas was wir uns für die Zukunft ausdenken. Was passiert, wenn. Man denkt sich hier immer den schlimmsten Fall aus. Bei beiden Vorgängen wird Adrenalin freigesetzt. Der Körper kann die zwei Fälle nicht unterscheiden. Bei Furcht endet der Ausstoß mit Ende der Gefahr.

    Bei Angst hingegen ist dies ein endloser Vorgang, weil ein Angstgedanke nach dem anderen kommt und jedes Mal Adrenalin ausgestoßen wird. Das kann so weit gehen, dass der Betroffene durch diesen Adrenalinüberschuss zusammenbricht. Dann sprechen wir von Panik.
    Fakt ist andauernde Angst macht aggressiv und kank.

    Auf der einen Seite haben wir die Leute mit Corona Angst, auf der anderen Seite die mit Angst vor einer Machtergreifung seitens der Politik und dann noch jene die Angst für ihrer wirtschaftlichen Zukunft haben.

    Alles in allem eine explosive Mischung. Aber wie gesagt bitte für alle Seiten Verständnis.
    Also Furcht wird ausgelöst, wenn ich unmittelbar bedroht – Angst, wenn ich mir mögliche Gefahren für die Zukunft ausdenke.
    Wobei der Mensch wohl das einzige Lebewesen ist, der sich im Jetzt Probleme für die Zukunft denken kann.

    @@MM
    Das Beispiel soll nur verdeutlichen, dass man gegen Angst sehr wenig tun kann.
    Es geht nicht um eine Wertung von Gefahren.

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    1. Sie differenzieren in Ihrem Kommentar zwischen Furcht und Angst.

      Die Furcht richtet sich Ihrer Meinung nach auf eine konkrete Gefahr, die Angst auf eine imaginäre, zukünftige Bedrohung.

      Demnach wäre Furcht, die im Angesicht der tatsächlichen Gefahr entsteht, quasi eine „vernünftige“ und „faktenbasierte“ Emotion.
      Die Angst hingegen ein völlig „irrationales“ Gefühl.

      Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie diagnostizieren Sie nun bei vielen Menschen, auf welcher Basis auch immer, eine „Corona-Angst“.

      In Anerkennung der Existenz des neuen Coronavirus, der steigenden Infektionszahlen und der damit einhergehenden Konsequenzen würde ich Sie dann aber schon bitten, Ihrer eigenen Definition zu folgen und von „Corona-Furcht“ zu sprechen.

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