… hätte mehr Zuhörer verdient gehabt!

Stiftung Attl: Schönes Benefizkonzert der Chorgemeinschaft Irschenberg

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Eine kleine Flucht aus dem Alltag, das bot die Chorgemeinschaft Irschenberg jetzt in der Pfarrkirche Sankt Michael im Wasserburger Ortsteil Attel mit einem Benefizkonzert zugunsten der Stiftung Attl. Dabei stimmte der Chor nicht nur sakrale Klänge aus den vergangenen Jahrhunderten an – darunter das „Ave Verum“ von Wolfgang Amadeus Mozart oder „Jauchzet dem Herrn, alle Welt“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Den zweiten Teil des Konzerts …

… bestimmte zeitgenössische Chormusik das Programm – nach einem Zwischenspiel von Martin Güthlin an der Orgel, der das „Präludium in G“ des Barockkomponisten Nikolaus Bruhns spielte.

Auch wenn die Urheber einem großen Publikum noch nicht geläufig sind – so zeugen Werke wie das „Kyrie“ des polnischen Dirigenten, Pianisten und Komponisten Piotr Jánczak oder „Gloriosa Dicta Sunt“ des litauischen Chorleiters und Komponisten Vytautas Miskinis von einer äußert lebendigen Chortradition, die Vorlagen alter Meister aufgreift und mit einem sphärischen, schwebenden und eingängigen Chorklang verbindet.

Besonders verzaubernd war das musikalische Kleinod „O Sanctissima Maria“ des Walisers Paul Mealor, mit dem die Irschenberger Chorgemeinschaft unter der sicheren Ägide von Leiter Hans Billo das Publikum zum Schwelgen brachte. Den Eingang der Stücke gestaltete mit kleinen Vorspielen der Pianist Hubert Huber.

Beim Stück „Ubi Caritas et Amor“ des norwegischen Komponisten Ola Gjeilo begleitete Huber die Chorgemeinschaft am portablen Klavier und sorgte für das sichere Klanggerüst dieser filigranen Komposition. Gjeilo gilt gerade als Star der zeitgenössischen Chorszene mit seiner emotionalen Musiksprache, die gekennzeichnet ist von sphärischer Schönheit, verspielten Melodien und mystischen Klangfarben.

Das Stringendo Streichquartett Miesbach um Ines und Jochen Groh, Christof und Desiree Sturm harmonierte bei einem weiteren Gjeilo-Stück, „The Ground“, zusammen mit Hubert Huber, das im Zusammenspiel aller Sänger und Musiker eines der Highlights dieses Konzerts bildete.

Mit dem „Ave verum Corpus“ aus dem bekannten „Stabat Mater“ von Karl Jenkins sowie dem Stück „The Lord bless you an keep you“ des Briten John Rutter einen fulminanten Abschluss lieferte.

Nach einem begeisterten Applaus gab’s noch eine Zugabe und das Versprechen, vielleicht wieder einmal ein besonderes Chorkonzert in der Attler Pfarrkirche zu geben. Dann hoffentlich mit einem ähnlich aufregenden Repertoire, aber vielleicht mehr Zuhörern …  

bs

Fotos: Stiftung Attl

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