Härtere Auflagen für die Landwirte!

Nach monatelangem Ringen: Grünes Licht vom Bundeskabinett am Mittag für das Gesetz zum Insektenschutz

Auch im Landkreis brannten die Mahnfeuer der Landwirte – wir berichteten. Aber: Das umstrittene Gesetzespaket zum Insektenschutz wurde am heutigen Mittag auf den Weg gebracht! Die Bauern hatten dagegen im Vorfeld im ganzen Land protestiert, von Enteignung und Übergriffen war die Rede. Wie Bundesagrarministerin Julia Klöckner  und Bundesumweltministerin Svenja Schulze auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mitteilten, gab’s sowohl für die Neufassung des Bundesnaturschutzgesetzes – bekannt als Insektenschutzgesetz – als auch für die Änderung der sogenannten Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung grünes Licht. Das heißt konkret …

Dadurch sollen unter anderem an den Rändern von Gewässern Randstreifen von mindestens fünf Metern gelten, auf denen keine Pestizide mehr versprüht werden dürfen.

Glyphosat soll nur noch in Ausnahmefällen erlaubt sein, bis es Ende 2023 komplett verboten wird.

Außerdem sollen der Biotopschutz auf Streuobstwiesen und artenreiches Grünland erweitert werden.

Auch die Lichtverschmutzung als Gefahr für nachtaktive Insekten soll künftig eingedämmt werden.

Quelle ARD / Bayerischer Rundfunk

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

20 Kommentare zu “Härtere Auflagen für die Landwirte!

  1. Eigenverantwortung

    Gelten dann diese Regeln auch für Privatpersonen mit kleinen Vorgärten und die DB? Ich hoffe doch, daß nicht mit zweierlei Maß gemessen wird.

    Antworten
    1. So große Vorgärten haben nur Landwirte. Andere müssen Grund bezahlen.

      Antworten
      1. Ist das Nei?

        Heist das Landwirte bekommen den Grund vom Steuerzahler?

        Nein, meist wird der Grund über mehrere Generationen weitervererbt.
        DIe Bauern bleiben eben Bodenständig da wo ihre Wurzeln sind und ziehen nicht nach kust und Laune umher.
        Das können Sie nämlich nicht.

        Wenn Sie von Ihren Eltern oder Großeltern keinen Grund verebt bekommen müssen Sie nachfragen. Da kann aber der Bauer nichts dafür.

        Antworten
        1. Ist schon eine Sauerei. Dem armen Bauern wird der Grund von den Eltern ja förmlich aufgezwungen. Und wieder kann der Bauer ja nix dafür, dass er den Grund geerbt hat. Is wahrscheinlich der Verbraucher dran Schuld, weil er keine Partei gewählt hat, die Vererbungen dieser Größenordnung angemessen versteuern wollen. Böser Verbraucher

          Antworten
        2. Oh BeFA, ganz dünnes Eis. Dann bitte auch die Frage klären, wie ThyssenKrupp zu so viel Besitz kam.

          Antworten
      2. Eigenverantwortung

        Was hat die Größe des Gartens mit der Einstellung gegenüber den Insekten zu tun? Das liegt doch an der Gesinnung des Besitzers. Entweder bin ich für die Auflagen, weil ich möchte das die Insekten geschützt werden (auch die Stechmücken und die Stubenfliegen?) oder es ist mir egal. Dann kann ich mit dem Mähroboter und diversen Giften arbeiten wie ich will.

        Antworten
        1. Was haben Regeln, die du hier für den Privatgrundbesitzer mit einer Grundfläche von einem Hundertausendstel deines Grundes einforderst, mit einer “Einstellung” zu tun? Regeln sind Regeln, Einstellungen sind Einstellungen.

          Antworten
          1. Eigenverantwortung

            Wer hat gesagt ich sei Grundbesitzer? Für unsere Umwelt sind wir doch alle miteinander verantwortlich. Wenn ich möchte, daß Landwirte Auflagen bekommen, muß ich doch selber auch dazu bereit sein die Umwelt zu schützen. Jeder kann dazu beitragen.

  2. Bravo, das ist ein Anfang.

    Antworten
  3. Gut so!
    Ist euch aufgefallen dass im Sommer nach einer Autofahrt keine Insekten mehr an der Scheibe kleben? Wie war das noch vor 20 Jahren also Landwirte nachdenken die Ohren anlegen und was ändern wir brauchen euch dazu.

    Antworten
    1. Vielleicht mal die vielen Pickerl von der Windschutzscheibe nehmen, dann sieht man auch wieder Insekten kleben.

      Antworten
  4. Immer die Bauern, schaut doch auch mal in die Gärten der Hausbesitzer, entweder Steine oder Mähroboter, ja kein Blümchen aufkommen lassen. Grünflächen der Gemeinden genauso, auch hier könnte man Blumenwiesen daraus machen.

    Antworten
  5. Schon einmal nachgedacht, das außer der Landwirtschaft auch andere Faktoren eine Rolle spielen ? Anscheinend nicht !!

    Antworten
  6. Vllt sollten wir uns alle an der eigenen Nase packen und unsere Gärten (auch wenn noch so klein) insektenfreundlich gestalten. Also, lieber dem Mähroboter eine Sommerpause gönnen, “Unkraut” wie z. B. Brennnessel stehen lassen und mehrjährige Blumenwiesen anpflanzen,und so weiter. Denn die Landwirte allein können es auch nicht richten.

    Antworten
  7. Markus der Erste

    Jammern, jammern, nix als jammern.

    Antworten
  8. Naja, man muss halt da anfangen, wo es besonders ergiebig ist. Die Bauern haben viel Fläche und können viel bewerkstelligen (wenn sie halt nur wollten). Die Kleingartenbesitzer sind dann vielleicht als nächstes dran. Man fängt ja auch mit der Zerstörung von Diesel- und Benzinmotoren bei Autos an (weil die Hersteller zwar können aber nicht wollen) und nicht mit den Motoren von Rasenmähern.

    Antworten
  9. Warum hat eigentlich keiner mehr Respekt vor einem landwirt. Ist schon erschreckend was hier geschrieben wird!

    Antworten
    1. War das schon mal anders? Als Schach erfunden wurde, war es jedenfalls schon vorbei… Schade, dass es beim Schach keinen “Verbraucher” gibt…

      Antworten
      1. Ja, weil der Verbraucher – damals wie heute – schon der Spielball des Bauern war und damit so bedeutungslos, dass er es nicht mal aufs Schachbrett geschafft hat.

        Auch heute ist der Verbraucher der Dumme. Erst zahlt er Milliarden an Subventionen und dann muss er für den Butter noch mehr als einen Euro hinlegen. Das ist so unverschämt teuer. Milch und Butter sollte im Preis der Subvention schon enthalten sein.

        Antworten
    2. Also meiner Erfahrung nach gibt es auch heute noch viele (hier im Internet schweigende) Menschen, die sehr wohl Respekt vor der Landwirtschaft haben. Gerade auf dem Land, wenn ein direkter Bezug da ist und man die tägliche Arbeit beobachten kann. Wenn die künftigen Lebensgrundlagen aber dauerhaft geschützt werden sollen, benötigt das heutige landwirtschaftliche System aber auf jeden Fall strengere Auflagen – das bringt dieses System, in dem viele Landwirte ja selbst mit allen Nachteilen gefangen sind, zwangsweise mit sich.

      Antworten