„Grundschulen und Kitas ganz zum Schluss”

Der weitere Weg Bayerns - Umsicht und Besonnenheit gegen Hektik und Überstürzung

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Mama, wann darf ich wieder in die Schule? Das dauert noch. So können es die Eltern jedenfalls in ganz Bayern nun ihren jüngeren Kindern sagen. Denn gestern Abend musste Bayerns Regierungschef bereits Stellung beziehen – vor den angesetzten, offiziellen Beratungen – erst im ZDF, dann in der ARD: Vor dem virtuellen Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Länderchefs am heutigen Mittwoch hat sich Ministerpräsident Markus Söder klar dafür ausgesprochen, Grundschulen und Kitas als Letzte wieder zu öffnen – und zwar noch nicht so bald.

Er halte sich in diesem Zusammenhang an die Vorgaben des Robert Koch-Instituts. Das RKI hatte sich gestern gegenüber der Wiederaufnahme des Unterrichts in den unteren Klassen kritisch geäußert. Ganz entgegengesetzt der Empfehlung der Leopoldina, die weltweit älteste Wissenschaftsakademie Deutschlands – die Söder in ihren jüngsten Empfehlungen nicht verstand und die in seinen Augen kein Virologe mittragen würde …

Ministerpräsident Söder ist der Ansicht, man müsse doch zuerst mal über die Abschlussklassen reden. Denn genau dort ließen sich auch Schutzmaßnahmen besser organisieren. Damit stellt sich der CSU-Chef zudem gegen Bundesländer, die in diesem Zusammenhang schon gestern eine Lockerung forcierten …

Man habe doch jetzt eigentlich in den letzten Wochen mit viel Geduld und kluger Strategie eine andere Situation als in anderen Teilen Europas, so Söder.  Man sollte das nicht aufs Spiel setzen. Man sollte nicht zu ungeduldig sein.

Hektische und überstürzte Risiken dürfe man nicht eingehen.

Söder sprach sich dafür aus, in Deutschland gemeinsame Grundregeln für eine schrittweise Rücknahme der Maßnahmen zu vereinbaren. Es dürfe jetzt keinen Überbietungswettbewerb geben. Aber zu glauben, dass ab dem kommenden Montag einfach alles wieder so sein werde, wie vorher, sei schon deswegen eine Illusion, weil man nach wie vor keinen Impfstoff habe …

Deshalb seien Umsicht und Besonnenheit wesentlich effektiver. Wer mit zu schnellen Erleichterungen einen Rückfall riskiere, werde in drei bis vier Wochen, wenn dann ein neuer Shutdown nötig würde, jedes Vertrauen verspielt haben.

Die gute Nachricht:

Für den Einzelhandel sah der bayerische Ministerpräsident am Abend Möglichkeiten zur Rückkehr in eine schrittweise Normalität. Die Zeitachse müsse dabei aber so definiert werden, dass Desinfektionsvorkehrungen, die etwa in Österreich bereits greifen, auch umgesetzt werden könnten.

Dafür müsse es Abstandsflächen und eine Begrenzung der Personenzahl geben. Laut Söder sei dort, ebenso wie im ÖPNV, auch ein Mundschutzgebot notwendig. Dabei meine er aber einen Mundschutz, nicht die medizinischen Masken. Maßnahmen erleichtern heiße: Mehr Schutz!

Quelle BR

 

 

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6 Kommentare zu “„Grundschulen und Kitas ganz zum Schluss”

  1. Herr Söder will also keinen Überbietungswettbewerb…
    Und aus diesem Grund prescht er gestern Abend mit seinen Maßnahmen vor?
    Sinnvoller wäre es doch gewesen die heutige Konferenz mit Merkel und den anderen Ministerpräsidenten abzuwarten. Hoffentlich hat er sich da verzockt. Es hat keinen Sinn die Grundschüler weiter zu Hause zu lassen. Und das alles gegen die Empfehlungen der Leopoldina.

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    1. Ich habe ein Kind in der Grundschule. Ich bin sehr froh wenn die Schulen noch zu bleiben. Kinder im Grundschulalter halten keinen Abstand, sie niesen und husten ohne sich Hand/Ellbogen davor zu halten. Auch das Busfahren mit Abstand wird nicht funktionieren, so voll wie die Busse teilweise sind. Dazu kommt noch, dass viele Lehrer und Lehrerinnen vom Alter her zur Risikogruppe gehören.

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  2. Wir haben immer noch eine Pandemie und ich finde Schulen und Kitas nicht mehr zu öffnen denn unsere Kinder sind die Zukunft und wir müssen auch Lehrer und kitapersonal schützen wie würden denn einige Mitbürger reagieren wenn in den genannten Gebäuden covid 19 ausbricht ich stimme ganz für Söder Schulen und Kitas evtl bis zum Sommer nicht mehr zu öffnen

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  3. Herr Söder will Kanzler werden – deswegen spielt er jetzt den harten Hund (und alle die vor nicht all zu langer Zeit im Bezug auf die Klimakrise hinter jedem Vorschlag eine “Verbotskultur” vermutet haben, jubeln ihm jetzt zu) Dabei gibt es gerade in Bayern einiges zu kritisieren. Einerseits wird den kleinen Läden die Wiedereröffnung verboten, andererseits hängt ausgerechnet Bayern mit der Auszahlung der Soforthilfe total hinterher. Auch ist die Auszahlungssumme in Bayern um 5.000 Euro niedriger als zum Beispiel in Berlin. Und dann wird zum Beispiel Lebensmittelläden (auch in Wasserburg) erlaubt Kleider zu verkaufen. Den kleinen Modeläden dagegen nicht. Supermärkte verkaufen Spielwaren. Drogeriemärkte Parfum. Und die kleinen Läden gehen am Ende vor die Hunde. Toll.

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    1. Da kann aber doch jeder Wasserburger seinen Beitrag leisten. Niemand wird gezwungen, Spielzeug im Supermarkt oder bei den großen Ketten online zu kaufen. Spielwaren Fuchs bestellt und liefert was Sie möchten. Gleiches gilt für Parfüm, Bücher, Schnittblumen …. können Sie auch in Corona-Zeiten bei den kleinen Läden in Wasserburg kaufen. Also: nicht motzen und lamentieren sondern machen!

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  4. Absoluter Skandal dass das “Familienland” Bayern NICHT die ausstehenden Elternbeiträge übernimmt wie es andere Bundesländer tun.

    Das wird vielen nicht staatlichen Kindergärten das Genick brechen, demnächst dürften die ersten Angestellten in Kurzarbeit geschickt werden und das obwohl sie ab dem ersten Tag meist ohne Schutzkleidung und Sicherheitsabstand die Norfallbetreuung übernehmen!
    Das ist ein Schlag ins Gesicht so von dieser Gesellschaft fallen gelassen zu werden!

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