Grünes Licht nur unter Auflagen

Wasserburger Bauausschuss berät über DK0-Deponie an der B15 bei Kornberg

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„Das Genehmigungsverfahren ist da viel einfacher. Es geht diesmal nicht um gefährliche Abfälle“, erklärte Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann bei der jüngsten Sitzung des Wasserburger Bauausschusses. Sie nahm damit Bezug auf eine geplante Bauschuttdeponie an der B15 bei Kornberg – zwischen Attel und Reitmehring. Diese sei, so Hermann weiter, als sogenannte DK0-Deponie geplant. Der Sachverhalt sei also anders gelagert, als bei der stark umstrittenen DK1-Lagerstätte nahe Odelsham.

Es geht um Bauschutt, Betonreste, Ziegel, Fliesen und Keramik – alles eher unbedenkliche Materialien, die künftig in die Deponie an der B15 eingebracht werden sollen. Dennoch beschäftigte sich der Bauausschuss eingehend mit dem Vorhaben einer großen heimischen Entsorgungsfirma. Der Grund: Rund um die geplante Schutthalde haben Biobauern ihre Felder. Außerdem ist der Weiler Kornberg nicht weit vom geplanten Areal entfernt.

Norbert Bourtesch (Bürgerforum) meldete sich als erster zu Wort. „Wie dringend ist denn die Sache? Müssen wir das sofort entscheiden? Ich hätte da gerne noch länger Bedenkzeit. Und sind eigentlich alle Gutachten da?“, wollte er wissen. Außerdem kritisierte Bourtesch die geplanten Öffnungszeiten der Deponie, an der der Betreiber abends gerne bis 19.30 Uhr anliefern würde. „Meiner Meinung nach reicht 18 Uhr auch. Wir müssen da an die Anwohner in Kornberg denken.“

Für seine Bedenken bekam Bourtesch von seinen Ratskollegen breite Unterstützung. Peter Stenger (SPD) forderte, die Anlieferung an Samstagen auf 14.30 Uhr zu begrenzen. Und Friedericke Kayser-Büker (SPD) gab zu bedenken, dass man sich auch über die Schließung der Deponie in 14 bis 16 Jahren Gedanken machen solle: „Da wird dann oft bei der Abdeckung gespart und sehr billiges Material angepflanzt.“

Die Stadtbaumeisterin ging auf die Fragen und Bedenken der Räte ein, stellte aber auch klar: „Wir können uns da zwar als Kommune zum geplanten Vorhaben äußern, Genehmigungsbehörde ist aber das Landratsamt. Wir haben keinen Rechtsanspruch.“ Alle nötigen Gutachten würden vorliegen, so Herrmann, die auch darauf hinwies, dass man die Beratungen zu dem Thema nicht verschieben könne. „Wir haben da eine Vierwochenfrist, wenn wir die nicht einhalten, ist es so, als ob wir ohne Bedenken zustimmen. Es eilt also.“

Der Wasserburger Bauausschuss stimmte dem Vorhaben letztlich planerisch grundsätzlich zu. Jedoch solle bei der Umsetzung der Planung daran gedacht werden, dass sich in unmittelbarer Nachbarschaft sowohl Wohnbebauung, als auch biolandwirtschaftliche Flächen befinden. „Deshalb wird gefordert, dass die ökologischen Flächen rund um die Schutthalde durch die eingebrachten Materialien nicht beeinträchtigt werden dürfen.“ Man solle die Liste der Materialien daraufhin genau prüfen. So dürfe beispielsweise kein Gleisschotter, der fast immer belastet sei, eingebracht werden. Die Anlieferungszeiten sollten sich wochentags auf 18 Uhr beschränken. Und: Bei der späteren Rekultivierung der Flächen soll auf hochwertige Anpflanzungen geachtet werden.

 

 

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Ein Gedanke zu „Grünes Licht nur unter Auflagen

  1. Aus null mach eins, das ist das Hexeneinmaleins.
    Sein tu ich der Rupert

    5

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