Grünes Licht für neue Inspektion

So sieht das künftige Zuhause der Wasserburger Polizei aus - Gestern Diskussion im Bauausschuss

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Die Räume in der alten Kaserne am Kaspar-Aiblinger-Platz sind arg in die Jahre gekommen. Dort, wo die Wasserburger Polizei seit Jahrzehnten untergebracht ist, können die Beamten schon seit geraumer Zeit nicht mehr unter zeitgemäßen Bedingungen arbeiten. Doch mit diesem Missstand wird es nun spätestens 2021 ein Ende haben. Die Wasserburger Polizei erhält in Gabersee – am Kreisverkehr bei der Tankstelle Fellner (Foto) – eine nagelneue Inspektion. Und so sieht sie aus …

Der Haupteingang der neuen Polizeiinspektion wird von der Münchner Straße aus sein. Einen Nebeneingang gibt es am Landschaftsweg, gegenüber der Tankstelle. Von dort aus werden die Einsatzfahrzeuge ausrücken. Vom ISK-Klinikum aus sieht der neue Gebäudekomplex, der alle für die Polizei notwendigen Räumlichkeiten aufweisen soll, so aus:

Markant: Die mindestens zwei Meter hohe Außenwand, die das gesamte Areal umgeben wird. Sie muss aus Sicherheitsgründen errichtet werden. Dennoch wird es rund um die neue Wasserburger Inspektion auch jede Menge Grün geben:

Diskussion im Bauausschuss

Der Bauausschuss der Stadt Wasserburg stimmte gestern dem Projekt des Freistaates Bayern, das vom Staatlichen Bauamt in Rosenheim betreut wird, mit großer Mehrheit zu.

Nur Sepp Baumann (Freie Wähler) sprach sich dagegen aus: „Warum muss es denn immer gleich was Neues sein? Was ist denn heute für die Unterbringung von Beamten eigentlich noch alles nötig? Die Polizei hat große Räume am Kaspar-Aiblinger-Platz, die mit Holzböden ausgestattet sind. Es ärgert mich, dass man immer alles neu bauen muss.”

Er, so Baumann weiter, habe bereits 2002 bei der Vorbescheidsanfrage die Planungen abgelehnt. „Für mich ist das rausgeschmissenes Geld.” Er habe damals Recht bekommen. „Die Inspektion ist deshalb 17 Jahre nicht gebaut worden.” Er halte den neuen Standort in Gabersee für schlecht, weil er zu weit von der Altstadt entfernt ist.  „Die Altstadt verliert wieder eine Einrichtung.” Wenn schon Neubau, dann sollte man die Polizei im neuen Feuerwehrhaus unterbringen.

Das sahen seine Ratskollegen, Bürgermeister Michael Kölbl und Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann, allerdings ganz anders. Das Stadtoberhaupt: „Der Freistaat hat sich mit dem Bezirk Oberbayern auf diesen Standort geeinigt. Wir sind froh, dass wir unsere Inspektion in Wasserburg haben, die gehört aber auch zeitgemäß ausgerüstet.”

Für das  Ausrücken der Einsatzkräfte sei der Standort ideal: „Die Polizei hat viele Einsätze in den Krankenhäusern. Außerdem befindet sich die Inspektion dann nahe des Schnittpunkts B304 und B15. Die Altstadt ist aber auch schnell erreichbar.”

Friederike Kyser-Büker (SPD) sah das genau so: „Menschen, die eine schwierige Arbeit haben, sollten auch gute Rahmenbedingungen haben, diese leisten zu können.” Letztlich sei es auch für die Bevölkerung gut, wenn die Polizei schnell ausrücken könne – und zwar in den ganzen Altlandkreis.

Peter Stenger (SPD) ergänzte: „Die Polizei ist jetzt unter keinen zumutbaren Verhältnissen mehr untergebracht, da muss was passieren. Gott sei Dank haben wir noch überhaupt eine Polizeistation.”

 

BILDER © KRUG GROSSMANN ARCHITEKTEN
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Hier wird die neue Inspektion errichtet:

 

Rechts: Der Kreisverkehr an der Tankstelle Fellner …

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