Große Trauer um Irene Mittner

Wasserburger Kauffrau heute auf dem Altstadtfriedhof zu Grabe getragen

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Durch einen tragischen Unfall in den eigenen vier Wänden kam vergangene Woche die Wasserburger Kauffrau Irene Mittner ums Leben. Heute wurde sie unter Anteilnahme einer großen Trauergemeinde auf dem Altstadtfriedhof zu Grabe getragen. Irene Mittner wurde 72 Jahre alt. Sie hinterlässt ihren Ehemann und drei Kinder. 

Die Verstorbene wurde 1946 im Sudetenland geboren. Zusammen mit ihrer Familie kam sie bereits im Alter von einem Jahr nach Stephanskirchen bei Evenhausen, wo sie von der Familie Bachmann aufgenommen wurde. Es entstand eine lebenslange, enge Verbindung. Nach dem Umzug nach Wasserburg wohnte die Familie auf der Burg.

Nach der Schule  machte Irene Mittner in der damaligen Brennerei Sigl ihre Ausbildung zur Kauffrau. Mit 18 Jahren lernte sie ihren späteren Ehemann Hans im legendären Eiscafé Mohr in der Salzsenderzeile kennen. Zusammen betrieben sie die Möbelschreinerei Mittner in der Wasserburger Altstadt. Sie bekamen drei Kinder: Eva, Hans und Maria.

Zusammen mit ihrem Ehemann war Irene Mittner 15 Jahre lang erfolgreich im Turniertanz.

Nach der Übergabe der Schreinerei an den Sohn führten Hans und Irene Mittner das Geschäft „Schätze alt und neu“ in der Wasserburger Tränkgasse.

Den Seelengottesdienst in der Stadtpfarrkirche hielt heute Stadtpfarrer Dr. Paul Schinagl. Am offenen Grab nahm eine große Trauergemeinde Abschied von Irene Mittner. Die Trägerin der Heiserer Medaille, Dorle Irlbeck, eine alte Freundin der Verstorbenen, ließ das Leben von Irene Mittner Revue passieren. Beide waren über 50 Jahre lang befreundet. Irlbeck: „Als Flüchtlingsmädchen in eine altehrwürdige Wasserburger Handwerksfamilie einzuheiraten, das war zu dieser Zeit nicht ganz leicht. Damals hat so manche Wasserburger Mutter auf Hans Mittner als Schwiegersohn in spe gehofft“, sagte Dorle Irlbeck nicht ohne ein Lächeln.

Irene Mittner sei stets eine tüchtige Geschäftsfrau mit Weitblick gewesen, die für alle Aktivitäten in der Stadt ein offenes Ohr gehabt habe. „Sie war Trägerin des Wasserburger Dirndls und half beim Festzug zum Frühlingsfest mit. Auch bei den Weihnachtsaktionen in der Altstadt war sie immer mit dabei.“

Irlbeck abschließend: „Alles ist bereits Vergangenheit, aber es bleibt uns die Erinnerung an einen besonders liebenswerten, immer fröhlichen und hilfsbereiten Menschen.“

Mit Irene Mittner verliert auch die Wasserburger Stimme eine echte Freundin und Gönnerin. HC

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3 Gedanken zu „Große Trauer um Irene Mittner

  1. Danke liebe Wasserburger Stimme für diesen wunderschönen Artikel.

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    1. Dem kann ich mich nur anschließen

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  2. Lieber Christian, mitten in unserem unfassbar großen Schmerz empfinden wir Deinen ausführlichen Beitrag als mitfühlende Anteilnahme und wertvolle Würdigung. Dieses Einfühlungsvermögen spendet in größter Trauer Trost. Danke, Eva

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