Große Bildungsmesse für Frauen

Arbeitsagentur: Der Altersarmut mit guter Ausbildung entgegenwirken

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Eine große Bildungsmesse für Frauen zu den Themen Aus- und Weiterbildung findet am 3. Mai in der Agentur für Arbeit in Rosenheim statt. „Der Arbeitsmarkt hier in der Region ist ausgesprochen gut. Dies haben die aktuellen Zahlen für den Monat März erneut bestätigt. Gesucht werden in erster Linie Fachkräfte und das in sehr unterschiedlichen Branchen. Unser Agenturbezirk ist geprägt von vielen Klein- und Mittelbetrieben, die meistens inhabergeführt sind. Die Vielfalt reicht …

… von Industrie über Handwerk, Handel, Gastronomie bis hin zur Pflege, um nur einige zu nennen. Die vielen offenen Stellen umfassen einen bunten Strauß an unterschiedlichen Tätigkeiten. Viele Frauen, vor allem Alleinerziehende, haben keine oder eine nicht mehr verwertbare Ausbildung, weil sie zu lange gar nicht oder nur auf 450 Euro-Basis – womöglich auch noch berufsfremd – gearbeitet haben. Sie fehlen uns als Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt, und sie gehen damit ein hohes Armutsrisiko im Alter ein“, so Dr. Nicole Cujai, die Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur.

Cujai weiter: „Wir wollen den guten Arbeitsmarkt nutzen und veranstalten daher am Donnerstag, 3. Mai, eine Weiter-Bildungsmesse speziell für Frauen. Alle Frauen, die einen Beratungs- und Informationsbedarf haben, können an diesem Tag von 9 bis 12 Uhr ohne Termin und ohne Anmeldung in die Agentur für Arbeit Rosenheim, Wittelsbacherstraße 57, kommen. Wir laden Sie herzlich dazu ein, gestalten Sie Ihre Zukunft neu“

Am 3. Mai informieren regionale Bildungsträger aus der Region im BiZ-Vortragsraum (Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit) über ihr Angebot an beruflicher Qualifizierung. Mit Infoständen sind vertreten: Das alfatraining Bildungszentrum e.K.; die Berufsfachschule für Altenpflege, Teresa von Avila Schule, Griesstätt; das bfz (Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft); das COMCAVE College, die DAA (Deutsche Angestellten Akademie); die Bildungszentren Donner + Partner GmbH; das Bildungszentrum für Pflege, Gesundheit und Soziales; das Bildungszentrum der Handwerkskammer für München und Oberbayern; das IPB Institut für Personaltraining und Beratung; Peter Schnabl, Fort-  und Weiterbildung; WBS Training AG.

Darüber hinaus informieren die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, Roswitha Möbus (Agentur für Arbeit), Christina Herzog (Jobcenter Landkreis Rosenheim) und Ingrid Kuchler (Jobcenter Rosenheim Stadt) über die Möglichkeiten und Formen für einen beruflichen Wiedereinstieg nach Kindererziehung oder Pflege. Eine Auswahl an Stellenangeboten hält die Wiedereinstiegsberaterin der Agentur für Arbeit, Melanie Rössler, bereit. Ein speziell geschulter Arbeitsvermittler, Alexander Fischer, sieht sich außerdem kostenlos die mitgebrachten Bewerbungsunterlagen an und gibt wertvolle Tipps für eine moderne Form der Bewerbung. Für junge Frauen, die den Spagat zwischen Kinderbetreuung und Ausbildung hinbekommen wollen, steht Cornelia Berchtenbreiter vom Sozialdienst katholischer Frauen eV. zur Verfügung und informiert über das Modell der Teilzeitausbildung. Auch berufstätige Frauen, die ungelernt als Helferinnen tätig sind, können gerne vorbei kommen und sich bei Franziska Buschmann über eine geförderte innerbetriebliche Form der Weiterbildung (WeGebAU) informieren.

Cujai an die Frauen gewandt: „Altersarmut ist weiblich, steuern Sie bewusst und frühzeitig dagegen! Frauen, auch gut ausgebildete, pausieren während ihres Berufslebens häufig zugunsten von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen, oder sie arbeiten für viele Jahre nur in Teilzeit. Dadurch erwerben sie durchschnittlich wesentlich weniger Rentenansprüche als Männer. Durch das geringere Einkommen fällt es Frauen deutlich schwerer privat vorzusorgen. Im Rentenalter liegt der Einkommensunterschied dann bei circa 40 Prozent. Um diesem Ungleichgewicht entgegenzutreten, sollten Frauen grundsätzlich ihre Berufswahl zukunftsorientiert treffen, sich frühzeitig über Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und pflegebedürftige Angehörige kümmern, die Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit möglichst kurz halten und sich regelmäßig weiterbilden. Gehen Sie diesen Schritt mit uns!“

 

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