„Großes Theater für eine kleine Stadt“

Theatertage in Wasserburg mit Goethe eröffnet - Samel liest

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Udo Samel eröffnete mit einer Goethe-Lesung die Theatertage. Fotos: Christian Flamm

Udo Samel eröffnete mit einer Goethe-Lesung die Theatertage. Fotos: Christian Flamm

Wasserburg – Zum neunten Mal öffneten am Donnerstagabend die Wasserburger Theatertage ihre Pforten. Acht Bühnen aus ganz Bayern werden bis Sonntag, 5. Mai, ihre Inszenierungen auf die Bühne im Belacqua zaubern. Zur Eröffnung sprach Bürgermeister Michael Kölbl in Vertretung des erkrankten Kulturreferenten des Landkreises, Klaus Jörg Schönmetzler, die einleitenden Worte: „Was hier geleistet wird, möchte ich mit einem Satz zusammenfassen: Großes Theater für eine kleine Stadt.“

Kölbl hatte noch weiter lobende Worte für das Belacqua übrig und zitierte einen Satz von Klaus Jörg Schönmetzler, der schon vor fünf Jahren gesagt hatte: „Das Wasserburger Theater ist ein Leuchtturm unter den bayrischen Privattheatern.“ Die Stadt könne, so Kölbl,  auf das Haus wirklich stolz sein. Wie herausragend gut dort gearbeitet werde, zeige ein Brief, der dieser Tage aus dem Wissenschaftsministerium das Rathaus erreicht habe. „Das ist mir als Bürgermeister noch nie passiert. Aber das Ministerium hat tatsächlich angefragt, ob es das Belacqua noch mehr fördern darf. Da sagen wir natürlich nicht nein.“  Förderung ziehe aber auch immer ein Fordern nach sich und diese Herausforderung nehme die Stadt zusammen mit dem Belacqua gerne an.

Kölbl wies auch darauf hin, dass das Wasserburger Theater ein kleines Jubiläum feiern könne. „Seit zehn Jahren leitet Uwe Bertram das Haus mit großem Erfolg.“ Man habe erst kürzlich vertraglich die Weichen dafür gestellt, dass dies auch die nächsten zehn Jahre der Fall sein kann.

Begrüßt hatte die zahlreichen Gäste zum  Eröffnungsabend der künstlerische Leiter des Belacqua, Uwe Bertram. Der bedankte sich wie alle Jahre beim Publikum, „das uns stets die Treue gehalten hat“, und bei der Jury, die zusammen mit dem Publikum über die beiden Preise der Theatertage entscheiden wird. Preisgelder gibt es für den besten Darsteller sowie für die beste Inszenierung (wir berichten ausführlich).  

Ein  Hochgenuss für alle Freunde der deutschen Sprache, der Lyrik und des Theaters war wie alle Jahre die Lesung von Burgschauspieler Udo Samel.  Er las mit höchster sprachlicher Brillanz und Genauigkeit „Die neue Melusine“, einen Teil von Goethes Roman „Wilhelm Meisters Wanderjahre“ und begeisterte auch durch seine Goethe-Zugaben das Publikum an diesem Abend. WS

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