„Größte Herausforderung aller Zeiten”

Unertl und Forstinger Schulter an Schulter: Heimische Brauereien versuchen, Wirten zu helfen

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„Seit Menschengedenken ist das das größte Tief, das die Wirte mitmachen müssen. Da können wir nicht tatenlos zusehen”, sind sich Alois Unertl vom Weißbräu in Haag und sein Kollege Georg Lettl von der Brauerei Gut Forsting einig. Beide haben ein Hilfsprogramm für die Gastronomen auf die Beine gestellt, das seines Gleichen sucht. „Ob’s den einen oder anderen retten wird, sei dahingestellt. Aber es soll auf jeden Fall signalisieren, dass wir da sind und helfen, soweit wir können. Unsere Brauereien sind aktuell noch sehr gesund”, so Alois Unertl.

„Wir nehmen jederzeit die komplette Ware zum vollen Einkaufspreis wieder zurück, auch später und auch abgelaufen. Allen Wirtshäusern deren Pacht über uns abgerechnet wird, erlassen wir im April die komplette Pacht”, bieten Lettl (links) und Unertl an.

Die Gastronomen hätten auch ohne Corona-Krise an allen Fronten zu kämpfen: „Personalsorgen, Stammtischsterben, übertriebener Brandschutz, überharte Kontrollen und Vorverurteilung durch Finanz- und Hygienebehörden, Bürokratie an allen Ecken und Enden – welcher Wirt kennt diese Probleme nicht?”

„Herzlichen Dank, liebe Wirte, dass ihr bis jetzt so tapfer gekämpft habt. Bitte gebt nicht auf. Wir, die Gäste und die Brauereien, brauchen Euch für die Grundernährung, für unsere Lebensqualität, als sozialen Ort, zur Entspannung, zur Anregung, als Belohnung, als reinen Genuss, als Arbeitgeber, als Steuerzahler, als Kunde, als Kulturgut, als Sehenswürdigkeit und zur reinen Gaudi.”

Ein Mitglied der Familie Unertl (auf dem Foto Alois senior und Betty Unertl) ist immer in der Schreibstube und jederzeit erreichbar.

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14 Kommentare zu “„Größte Herausforderung aller Zeiten”

  1. Hut ab, richtig klasse von euch!
    Da trink ich gleich eins auf euch 🙂

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  2. Wow, Respekt. Das nenn ich mal eine tolle Geste 👍🏻👍🏻👍🏻

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  3. Respekt vorm Schorsch und Alois.
    Des is wirklich amoi a Programm des se segn lassn ko.

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  4. Das finde ich SUPER.DANKE dafür

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  5. …super Sach’!

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  6. I dad ja gern vui mera drinka, geht ned.
    Ich hoff ja, dass ihr gut aus dem Verhau wieder rauskommt !
    Und viel Erfolg für eure Anstrengungen !

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  7. De Gloana san letztendlich doch de Größten!!!
    Prost Ihr Brauer ausm Altlandkreis.
    Mia san stoiz auf Eich

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  8. Klaus u. Maggie

    Respekt an euch, das ist eine super Sache, die große Solidarität zeigt!

    Gerade in einer besonders schwierigen Situation, das Gefühl zu haben, man wird nicht alleine gelassen, ist wieder aufbauend!

    Vielen herzlichen Dank dafür! Bleibt gesund und wir kämpfen weiter! Liebe Grüße aus Lohhof!

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  9. Richard Ostermeier

    Respekt für diesen unternehmerischen und solidarischen Einsatz. Das Unertl Weißbier und Forstimger Helles gehören nun für immer zu meinen Lieblingsbieren.
    Bitte nachahmen. Solidarität und Verständnis für Mitmenschen zeigen und Alleinlebende nicht alleine lassen.

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  10. Meinen allerhöchsten Respekt. Das ist Hilfe, die sofort wirkt und unkompliziert daherkommt.
    Hut ab!

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  11. Das sollte sich der eine oder andere Vermieter zu Herzen nehmen, wenn seine Mieter nur noch 60 Prozent Lohn bekommen – wäre toll!

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    1. Mein Mieter muss – und das habe ich ihm bereits gesagt – ab dem Moment, in dem sein Betrieb Schwierigkeiten hat, GAR keine Miete bezahlen.

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  12. Elena ich zieh den Hut

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    1. Danke, Haubelinchen. Ich denke, das ist das Mindeste, was ich tun kann. Und sollte.

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