Gleich vier Einsätze der kuriosen Art

Gestern innerhalb weniger Stunden: Ein Eisbär vorm Fenster, Badende im Brunnen und und und ...

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Über Notruf verständigte eine 77-jährige Frau aus Rosenheim früh morgens am gestrigen Samstag die Rosenheimer Polizei. Als sie den Rollladen geöffnet habe, sei nach ihren Angaben im Garten plötzlich ein Eisbär gestanden. Die Streifen-Besatzung konnte trotz intensiver Suche keinen Eisbären finden. Die Frau erklärte, es könnte ja auch jemand als verkleideter Eisbär herumlaufen. Die Beamten beruhigten die Frau und konnten anschließend wieder abrücken. Der Eisbär blieb weiter verschollen. Aber damit nicht genug …

Rosenheim, Äußere Münchener Straße

Passanten verständigten die Rosenheimer Polizei ebenfalls am frühen, gestrigen Samstagmorgen, dass bei ihnen in einer Hecke ein Mann liege – mit ausgebreitenden Armen – und er schlafe offenbar seelenruhig. Vor Ort konnte dann dort tatsächlich ein 45-jähriger Mann aus Rosenheim schlafend in der Hecke angetroffen werden.

Der Grund für den ungewöhnlichen und wohl auch ungemütlichen Schlafplatz dürfte der entsprechend vorangegangene Alkoholkonsum gewesen sein. Der 45-Jährige konnte von der Streife geweckt werden. Da der Rosenheimer nach der „Mütze Schlaf“ wieder relativ fit war, ging er die restliche Strecke zu seiner Wohnung zu Fuß nach Hause. Ob sich der Mann „wie auf Rosen gebettet“ gefühlt hat, konnte nicht mehr erfragt werden.

Rosenheim, Max-Josefs-Platz:

Nur gut eine Stunde später gestern Früh: 

„Habt Ihr eine Bade-Ente?“ So wurde eine Streife der Rosenheimer Polizei am Nepomuk-Brunnen in Rosenheim von einer Personengruppe begrüßt. Die leicht alkoholisierten Männer aus der Stadt und dem Landkreis Rosenheim badeten und plantschten im Wasser des Brunnens am Max-Josefs-Platz und hatten sichtlich Spaß daran.

Die Beamten der Rosenheimer Polizei spielten jetzt Bademeister und mussten deshalb leider aus Gründen der Sicherheit den „Badespaß“ beenden. Die Wassertiefe entsprach nicht den Vorgaben, die Personenanzahl für das Fassungsvermögen des Beckens war zu hoch und die Badekleidung entsprach nicht den Hygienevorschriften.

Da für die Beamten noch weitere Einsätze anstanden, war leider auch keine ausreichende Zeit mehr, zur Abnahme des Schwimmabzeichens zum Seepferdchen.

Die Gruppe wurde gebeten, jetzt doch besser nach Hause zu gehen. Nachdem sie ihre teils abgelegte Kleidung und Schuhe angezogen hatten, gingen sie nach Hause. Ihre Enttäuschung zur fehlenden Seepferdchen-Prüfung hielt sich in Grenzen.

Rosenheim, Innenstadt:

Hilfesuchend hatte am späten Freitagabend der Besitzer eines Lokals der Rosenheimer Innenstadt die Rettungskräfte alarmiert. Eine 70-jährige Frau aus Rosenheim wollte die Toilette nicht verlassen, da sie nach ihren Angaben starken Durchfall hätte. Die Rosenheimerin wurde vom verständigten Rettungsdienst untersucht, aber es konnte keine Erkrankung oder sonstige Beschwerden diagnostiziert werden, wohl spielte sie ihre Krankheit nur vor. Da sich die Frau weiter weigerte, die Toilette zu verlassen, wurde die Polizei verständigt. Nach langem Zureden aller Helfenden vor Ort, ging die Frau dann doch aus dem Lokal und machte sich auf den Heimweg.

Es konnte nicht geklärt werden, warum die Frau für eine so lange Zeit die Toilette vom Lokal nicht verlassen wollte.

 

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4 Kommentare zu “Gleich vier Einsätze der kuriosen Art

  1. Kompliment an den Verfasser dieses Berichts, ich habe mich königlich amüsiert über diese humorvollen Zeilen! Die Vorfälle an sich waren schon kurios genug, aber die Schilderung dieser waren herrlich kurzweilig! 🤣

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  2. Evelyn Köbinger

    Dem Kompliment kann ich mich nur anschließen. Vor allem der Bericht über die Burschen im Brunnen war einfach genial.

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  3. Peterl, da muss ich mich vollkommen anschließen! 😂😂

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  4. Dito. Mir hat der Eisbär am besten gefallen. 🙂

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