Geht die „Schule daheim” weiter?

Es sieht schon jetzt ganz danach aus: Auch in Bayern große Sorgen wegen eines Corona-Rückfalls

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Selbst Österreich, das ja ab nächster Woche die Corona-Zügel etwas locker lässt, öffnet die Schulen erst wieder Mitte Mai, wie Österreichs Bundeskanzler Kurz erklärte. Dass alle Schulkassen in Bayern – wie aktuell noch geplant – am 20. April zum offiziellen Ende der Osterferien wieder den Unterricht aufnehmen, ist nach den gestrigen Aussagen von Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder unwahrscheinlich geworden. Die Begeisterung in den Familien wird sich in Grenzen halten. Die Sorgen wegen eines Corona-Rückfalls aber sind riesengroß – nicht nur in Bayern …

Zwar sollten Abschlussklassen eine Möglichkeit haben, ihren Abschluss zu machen. Das müsse aber laut Söder nicht der klassische Schulunterricht sein. Alle Lehrpläne müssten zudem an die Situation angepasst werden.

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband fordert derweil, dass es ohne eine eindeutige Klärung aller Fragen rund um Schutzmaßnahmen keine Schulöffnungen im Freistaat geben dürfe.

Auch bei pädagogischen Fragen rund um Abschlussprüfungen, Schulaufgaben, Noten oder Übertritte müsse Bayerns Kultusminister Michael Piazolo nun eindeutige politische Ansagen machen, so die Forderungen, die immer lauter werden.

 

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24 Kommentare zu “Geht die „Schule daheim” weiter?

  1. Jemand mit Hirn

    Ich bin gespannt wie das umgesetzt wird wenn die Schulen noch eine geraume Zeit geschlossen sind. Man kann ja mittlerweile von Spekulationen der Schließung bis Juli lesen.
    Meine Frage dann nur, wie werden jetzt Eltern/ Alleinerziehende entlastet wenn sie zu allen anderen familiären aufgaben auch noch die komplette schulische Bildung über nehmen?
    Ein Tag (ja auch Väter machen sehr viel) einer Mutter sieht dann in etwa so aus: morgens die Kinder mit Schulstoff versorgen, hoffen das sie einiges alleine schaffen, dann in die Arbeit hetzen (und meint mal nicht alle, alle Mamas sitzen daheim, der Großteil arbeitet, muss arbeiten) wir gehen mal von 4 Stunden Arbeit aus (optimaler Fall) dann nach Hause kochen, Haushalt, Schulsachen von vormittag korrigieren und die Dinge erklären die nicht verstanden wurden (die im optimalen Fall auch von der Mutter verstanden wurden, sonst muss die erst 1 Stunde googeln) so ein Tag ist schnell rum. Ich als arbeitende Mama weiß das. Mit zwei Gymnasialkindern. Der Stoff muss fließen.
    Ich denke viele Frauen werden ihre Arbeit aufgeben müssen, einige werden unter der Belastung zusammenbrechen.
    Ich denke wir müssen uns was überlegen den viele Berufe werden nur von Müttern bekleidet die vormittag arbeiten und wie sind keine Lehrer. Nicht umsonst ist das ein Beruf den man Jahre studiert. Den kann nicht jeder einfach mal so aus dem Ärmel schütteln.

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    1. Noch eine Mutter

      Ich stimme dir voll und ganz zu!
      Das kann so nicht weitergehen ohne klare Konzepte und entsprechende Hilfen für die Familien. Da frage ich mich allerdings, wer das alles finanzieren soll?

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  2. …. besser kann man es nicht beschreiben. Der Tagesablauf kommt mir sehr bekannt vor!

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  3. Ich bin Mutter keine Pädagogin. Hätte ich auch nur den Funken einer pädagogischen Begabung hätte ich das studiert. Wie soll das gehen. Wie sollen das Eltern leisten. Eltern sind als Lehrer eine glatte Fehlbesetzung! Wenn das “Homeschooling” nach den Osterferien auf diese Art weitergeht wie vor den Ferien, dass man schon großes Glück haben muß mit der jeweiligen Lehrkraft, noch mehr wie sonst schon, dann sehe ich da schwarz, vor allem für die höheren Klassen. Auf welche Staubspuren möchte man denn den Lehrplan zusammenkürzen. Wenn das nach den Osterferien weitergeht dann bitte mit einem klaren Konzept.

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  4. Natürlich. Dennoch geht die Gesundheit vor und da müssen wir nunmal durch.

    Lieber eine harte Zeit, als Kinder, die im Nachhinein vielleicht schwer erkranken. Ich bin auch Mama von zwei Kindern und verstehe das alles voll, aber für jedes Problem gibt es eine Lösung.

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    1. Auch eine Mutter

      Ich frage mich nur, wie diese Lösung ausssehen soll?

      Wir müssen beide arbeiten und haben zwei Schulkinder, eins noch Grundschule. Die letzten 3 Wochen hatten wir das Glück, dass mein Mann so viele Überstunden hat und vormittags daheim bleiben konnte.

      Aber das wird wohl kaum noch weitere 6 Wochen so gehen!
      Wir können ja schlecht jeden Tag die Kinder allein lassen. Dann müsste ich mich wohl freistellen lassen. Wenn mein Arbeitgeber da mitspielt.

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  5. Jemand mit Hirn

    Diese Maßnahmen waren wichtig und richtig. Durch die Schließungen der Schulen und Kigas und auch der Läden haben wir, die Regierung und auch das Gesundheitssystem Zeit gewonnen. Das war der Plan für unsere Gesundheit.
    Aber nun sind wir an einem Punkt wo Entscheidung getroffen werden müssen. Wir müssen da hin zurück wo wir vorher waren. Kontrolliert natürlich.

    Frage auch. Wenn es nach Ostern schulisch nicht weiter geht, bekommen die Lehrer ihr volles Gehalt weiter? Und bitte jetzt keine Grandler, die sollen natürlich ihr Gehalt bekommen, aber angemessen der Leistung. Wenn ich jetzt als Mutter weniger arbeiten kann, weil ich meine Kinder zuhause beschule, bekomme ich auch weniger Gehalt. Manchen Familien fehlt das Geld dann ganz ganz empfindlich.

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  6. Arbeitende Eltern mit mehreren Kindern

    es wäre in jedem Fall hilfreich, sich ENDLICH auf die wesentlichen Fächer (Hauptfächer) zu beschränken und es auch strukturiert zu gestalten. Das dürften wir dann doch den Lehrern abverlangen, am Samstag Abend die Daten ins Onlinemodul eingestellt zu haben, so dass man auch als arbeitende Mama / Papa (kein Home-Office) die Möglichkeit hat, es seinem Kind noch auszudrucken und zu erklären.
    … dann wäre das ganze auch zu schaffen. ich denke dafür muss man kein studierter Pädagoge sein, …..wir sind die Eltern und haben hoffentlich ein gutes Verhältnis zu unseren Kindern…

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  7. Jemand mit Hirn

    Ja, da stimme ich zu. Reduzierung auf Hauptfächer und nicht noch zusätzlich alle Nebenfächer mit Stoff bestücken, der im Moment echt nicht wichtig wäre (Musik, Religion, sorry is so)
    Und ja am Montag (auch arbeitende Elternteile) bringt das Geschickte gar nichts. Auch Lösungen waren ganz toll und nicht, dass man 5 e-mails schreiben muss, um dann die Lösung für ein Blatt von letzter Woche zu bekommen.

    Na ja #wir schaffen das #eltern überlegt euch eine kreative Lösung zur Betreuung #nicken und lächeln, nicken und lächeln

    Den Preis zahlen eh unsere Kinder.

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    1. Danke “Jemand mit Hirn”, dass du hier genau so schreibst, DANKE

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  8. Ich finde es sehr gut, dass Sie alle hier die Situation so kritisch beleuchten. Sie formulieren viel, was ich mir in den letzten drei Wochen auch oft gedacht habe.

    Es ist alles andere als optimal. Ich habe momentan eine dritte Klasse und habe die letzten drei Wochen mindestens genauso viel gearbeitet wie zu normalen Zeiten auch. (Wegen der Gehaltsfrage 😉)

    Um auf die Kinder optimal eingehen zu können und die Aufgaben so aufzubereiten, dass die Hilfe der Eltern nicht notwendig ist. Eigens erstellte Erklärvideos und Korrektur von bearbeiteten Aufgaben mit individueller Rückmeldung inklusive. Gerade jetzt ist der “außerschulische” Kontakt zu Eltern und Kindern eng wie noch nie. Was allein ja schon wichtig ist, um die Situation in den Familien daheim berücksichtigen zu können – aber auch, um den Überblick zu behalten, wo die einzelnen Kinder gerade stehen.

    Damit eben keines auf der Strecke bleibt. Und trotz aller Bemühungen muss ich sagen, dass das leider nicht 100% gelingt.

    Mir fehlt deutlich der intensive Kontakt und die individuelle Förderung der Kinder in der Schule und die Voraussetzungen daheim sind auch nicht für alle Kinder gleich. Das spürt man deutlich.
    Ich hoffe sehr, dass es möglichst bald wieder weitergeht. Allein schon, weil die Kinder mir immer erzählen, wie sehr sie die normale Schule und ihre Freunde vermissen. Hoffen wir das Beste.

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  9. Da sieht man mal wieder, wie weltfremd unsere Herren/Damen Politiker sind.

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  10. Jemand mit Hirn

    Vielen dank das sich hier eine Lehrerin meldet und ehrlich schreibt das es alles andere als optimal läuft. Ich habe seit drei Wochen eine riesen große Respekt vor eurer Arbeit. Es ist auch schön das sie sich so viele Gedanken machen und ihre Klasse so unterstützten. Das tut leider nicht jeder Lehrer/in. Da sind einige dabei die weder Arbeitsaufträge schicken noch auf Fragen antworten (und das leider in einem Hauptfach).
    Und die Grundschule ist auch ein ganz heißes Thema wenn ich da an den Übertritt denke. Alle Klassen bauen aufeinander auf und Grundschüler kann ich mal nicht so einfach schnell 4 Stunden alleine lassen und arbeiten gehen.

    Ich hoffe es wird eine gerechte Lösung für alle gefunden. Auch im Umgang mit schwachen Schülern und auch mit Kindern deren Eltern Migrationshintergrund haben oder einfach keinen hohen Schulabschluss besitzen. Denn einem Gymnasialschüler helfen ohne selbst diesen Bildungsweg gegangen zu sein ist eine enormen Herausforderung. Auch ein Appell an alle Lehrer die sehr auf Leistung trimmen und Kinder ausschließlich anhand derer bewerten: Jeder tut gerade sein bestes, Kinder wie Eltern, habt Nachsicht wenn wir wieder starten und seht und erkennt an was die Kinder sich teils allein erarbeitet haben, auch wenn es fehlerhaft sein wird.

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  11. Eine Schülerin,
    meiner Meinung nach ist es zwar toll, nicht in die Schule zu müssen, aber ganz ehrlich, einen Lehrer zu haben, der einem alles erklärt, ist besser als daheim es sich selbst zu lernen.

    Ich wünsche mir, dass man wieder in die Schule gehen und dort lernen kann.
    Ich muss mir alles selbst bei bringen, denn ich habe keine Eltern, die das verstehen, die haben so Aufgaben noch nie gemacht.

    Man kann zwar Lehrer fragen, aber durch eine e-mail versteht man weniger, als wenn der Lehrer vor einem steht. Trotzdem danke ich allen Lehrern, dass sie ihr Bestes geben.

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  12. Danke “Jemand mit Hirn”, Du hast genau zusammengefasst, was sich viele Eltern denken.
    Natürlich muss das jetzt so sein mit den Schulschließungen. Aber die Schule daheim ist doch für viele Eltern echt schwer umzusetzen. Wir haben das Glück, dass wir beide noch arbeiten gehen können und eine Arbeit haben.

    Aber es ist trotzdem eine enorme Mehrbelastung, 25 Stunden arbeiten (Mann 40), die Kinder anhalten in der Zeit allein zu Hause Aufgaben zu erledigen (sie oft erst am Montag Vormittag kommen, wenn beide Eltern außer Haus sind), dann schnell nach Hause, Essen kochen, Hausaufgaben weiter machen bzw. ausdrucken, erklären, einscannen, pdf in word umwandeln, wieder erkläre,…

    Jetzt in dieser Zeit erkennt man auch wirklich die Qualität eines Lehrers. macht sich der Lehrer Gedanke, wie die Kinder zu Hause den neuen Stoff (alleine) lernen können oder macht er sich keine Gedanken und schickt einfach nur irgendwelche Buchseiten oder ausgedruckte Internetseite zur Bearbeitung oder macht er sich Mühe. Und bei zwei Kindern und einer Vielzahl verschiedenen Lehrer wissen wir, dass die Qualität sehr sehr sehr unterschiedlich ist und damit auch der Arbeitsaufwand den ein Lehrer leistet.

    Natürlich ist es mehr Arbeit Lernvideos zu drehen und für die Kids einzustellen, schon vorhandene Lernvideos rauszusuchen und zu benutzen, vielleicht sogar Onlineunterricht (ja, gibt es auch) zu halten…oder einfach nur am Montag Zettel und Buchseiten zu schicken und am Freitag evtl. die Lösungen. Daher sehe ich eine Gehaltskürzung für Lehrer (auch wenn es manche sicher verdient hätten) als schwierig an, denn viele Lehrer versuchen tolle Arbeit zu leisten.

    Aber es sollte auch honoriert werden, dass wir Eltern tolle Arbeit leisten. Trotz Doppelbelastung und keinem Lehramtsstudium!

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  13. Jemand, der kein Hirn braucht

    Kinder können sehr gut auch ein paar Monate ohne Präsenzunterricht überleben.
    Wenn sie den aufgegebenen Stoff, der gerade jetzt ja wohl kaum übermäßig anspruchsvolle Höhensprünge vollführen wird, nicht alleine verstehen und bewältigen können, sind sie möglicherweise auf der besuchten Schulart einfach nicht gut aufgehoben oder für den Übertritt ans Gymnasium evtl. auch nicht geeignet.
    Mag sein, dass der Alltag nun anstrengender ist, als noch vor ein paar Wochen – das ist er auch für mich und meine Kinder.

    Allerdings ist das kein Grund für ständiges Lamentieren und Verbreiten von offensichtlicher Polemik.

    Verantwortung für sich selbst, die seinen und seine Umwelt zu übernehmen wäre das Gebot der Stunde. Das bedeutet auch, selbst Lösungen für die aktuelle individuelle Situation zu suchen und zu finden, ohne an externen Stellen die Hand aufzuhalten und zu klagen und zu betteln. Die Politik arbeitet mit Hochdruck an tragfähigen und sicheren Lösungen.

    Diese lassen sich aber nicht aus dem Nichts heraus in Kürze materialisieren.

    In der Zeit, bis wieder etwas mehr Normalität in unser Leben Einzug erhalten kann, sollte man sich vielleicht überlegen, wie viel Egoismus und Dekadenz angebracht ist.
    Verantwortung für sich selbst zu übernehmen haben viele Menschen in unserer Gesellschaft aber leider schlicht verlernt, so scheint es.

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  14. Ich denke uns Mamas wird es allen gleich gehen. Die ganzen Schwierigkeiten die hier schon beschrieben wurden kann ich nur unterschreiben. Dennoch denk ich, es macht Sinn an den Schulschließungen jetzt noch festzuhalten. Im Sinne der Gesundheit.

    ABER ich erwarte mir, dass das ganze Homescooling nach den Osterferien deutlich strukturierter und professioneller weiter geht. Zum Beispiel:

    – einheitliche Regelung auf welcher Plattform und zu welcher Uhrzeit die Materialien und Lösungen bereit gestellt werden (macht Spaß bei mehreren Kindern mehrere Plattformen zu unterschiedlichsten Urzeiten zusammen zu kratzen)

    – einheitliche Möglichkeiten das Erarbeitete an die Lehrkraft zur Korrektur zu schicken.

    – Möglichkeiten neuen/schweren Stoff bzw Schwerpunkte per Videounterricht vom Lehrer vermittelt zu bekommen

    Sorry, “unsere” Lehrkräfte haben nämlich sicher nicht den normalen Stundensatz gearbeitet und da ist noch sehr viel Luft nach oben, finde ich. Ich verstehe, dass die Situation für alle neu und überraschend war. Aber jetzt kann man sich entsprechend vorbereiten um deutlich professioneller weiter zu machen!!

    P. S. Es gibt auch in Deutschland bereits Schulmodelle, in denen sogar Prüfungen per Videoüberwachung geschrieben werden…. Man hat also noch viel Spielraum den Unterricht von zu Hause zu modernisieren!!

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  15. Jemand mit Hirn

    @ jemand, der kein Hirn braucht: Ich weiss nicht, wen Sie hier als dekadent bezeichnen wollen oder gar egoistisch. Ich denke auch, dass unsere Kinder es auch mal mit einigen Wochen ohne direkten Unterricht schaffen. Meine Kinder sind groß, die könne auch mal alleine sein, wenn ich arbeiten gehe. Und da sind wir beim Punkt der Sache, worum es geht. Es geht um alle Frauen, die vormittags arbeiten, wenn ihre Kinder betreut sind. Alle Frauen, die dafür sorgen, dass beim Aldi, Lidl und Co. jemand an der Kasse sitzt, alle Frauen die Büros schmeißen am Vormittag, Rechnungen schreiben, Buchhaltung machen etc. oder auch Frisöre und noch viele andere Berufe, die zwar nicht systemrelevant sind, aber doch auch wichtig. Ich denke, unsere Gesellschaft wird sich anschauen, wenn wir all diese Frauen weglassen.
    Auch hält hier keiner die Hand auf und bettelt hier um etwas. Verantwortung übernehmen die meisten Eltern. Auch finde ich, in dem sie ja mit allen Mitteln versuchen, ihren Kinder die Lerninhalte beizubringen. Zwischen Beruf, Haushalt, emotionalem Auffangen der Kinder usw.
    Lieber Mensch der kein Hirn braucht, es ist toll, dass bei Ihnen alles so leicht aus dem Ärmel zu schütteln ist. Vielleicht könnten Sie ja in den Klassen ihrer Kinder anbieten, dass sich die bei ihnen melden, die vielleicht nicht so leicht schütteln. Auch für welche Schulform welches Kind geeignet ist, werden alle Eltern wohl selbst entscheiden können und auch nur weil sich ein Kind vielleicht nicht so einfach alleine lernt, ist es ja nicht gleich mit der gewählten Schulform überfordert.

    Ich weis nicht warum sie hier einen rund Umschlag machen und einfach mal alle die sich Gedanken machen und hier ohne Vorwürfe (und ich finde so lief das hier, mit viel Verständnis für einander und Wertschätzung der Lehrer) diskutieren als egoistisch und dekadent zu bezeichnen. Sorry nicht schön.

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  16. Jemand, der kein Hirn braucht

    Naja, Verantwortung wird halt von den Eltern gerade zwangsläufig übernommen, weil es momentan nicht anders geht. Recht, so scheint mir, ist es vielen allerdings überhaupt nicht. Daher wird über viele Kanäle gejammert und polemisiert – ein gesellschaftlicher Trend vielleicht. Dabei werden die Gedanken durchaus mit vielen Vorwürfen an Politiker in diesem Fall Lehrer und wohl auch Ämter in den Posts entladen und gehen immer mit einer immensen Anspruchshaltung einher.
    Ja, es sind problembeladene Zeiten. Nein, Politiker, Institutionen, Wissenschaftler, Lehrer etc. können diese Probleme ad hoc nicht lösen, auch wenn noch so viel gefordert wird.

    Gemessen an dem Überfluss an Wohlstand in dem wir leben und gemessen an der aktuellen Lage erscheint mir die Diskussion in der Tat ziemlich dekadent und egoistisch.

    Im übrigen:
    Genau der Gedanke, dass Eltern selbst entscheiden können, für welche Schulform welches Kind geeignet ist, ist ein ernst zu nehmendes gesellschaftliches Problem – ganz unabhängig von der Krise.
    Sind wir nicht alle ein bisschen Gymnasiasten?

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  17. Jemand mit Hirn

    Ok das stimmt. Wir haben etwas gejammert aber Vorwürfe wurden keine gemacht. Viele haben sich hier sehr dankbar gezeigt das die Lehrer sich viele Gedanken machen und sehr viele Lehrer echt gute Arbeit leisten. Auch wurde hier oft geschrieben das die Wertschätzung diese Berufes gestiegen sind. Nicht umsonst wurde oben erwähnt das man diesen Beruf Jahre lang studiert und ihn nicht jeder mit anschauen ein paar YouTube Videos machen kann.
    Und ich weis nicht in welchen Kreisen sie sich bewegen. Alle Eltern die ich kenne haben schon immer Verantwortung übernommen und sich auch ohne Corona viele Gedanken zum Thema Schule, Umwelt, Mitgefühl, soziales gemacht.
    Und immer diese Rede von Wohlstand. Woher wollen sie denn wissen das alle die hier schreiben im “Wohlstand” leben. Ich denke er geht vielen in der aktuellen Lage finanziell recht schlecht, mit Kurzarbeit z.B.
    Oder haben sie ihren Wohnort geschenkt bekommen. Manche müssen Miete zahlen oder einen Kredit bedienen. Auch kenne ich einige die auf eigene Kosten Material für ihre Kinder zum lernen gekauft haben. Da ist man pro Übungsheft gleich bei 10€-12€.

    Und die Schuleignung ist ein anders Thema. Auch ich sehe Kinder auf Schulen die besser wo anders aufgehoben wären, aber können sie Eltern verbieten das beste für ihr Kind zu wollen. Diese leistungsorientierte Welt haben wir uns selbst geschaffen, in der eine einfache Verkäuferin schon mittlere Reife haben müssen.

    Denken sie mal nach wie weit man heute noch mit der Mittelschule kommt.
    Worte eines Mittelschullehrers :” Unsrer Kinder stehen am Abstellgleis. “

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  18. Heute schreibt der Spiegel, dass ein internationales Forscherteam den Nutzen von Schulschließungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie für gering hält.
    Professor Russel Viner sagt, dass die Ausbildung der Kinder in Mitleidenschaft gezogen wird und ihre psychische Gesundheit kann Schaden nehmen kann.
    “Forscher bezweifeln Sinn von Schulschließungen” (…)

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  19. Erst mal von mir und vielen Anderen…
    Ein ganz großes Dankeschön an alle Lehrerinnen und Lehrer, die versuchen für die Fragen, Sorgen und Nöte der Kinder da zu sein. Es ist auch für Lehrerinnen und Lehrer eine neue Situation.
    Und wenn jetzt mal alle Helikoptermütter einen Gang zurück schalten, werden wir die Krise auch überstehen. Es sind paar Wochen in denen der Frontalunterricht nicht statt findet, was solls…
    Thomas, alleinerziehender Vater, voll berufstätig, und wir bekommen das super hin, ohne Stress, ohne Streit…

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  20. Jemand mit Hirn

    Helikoptermütter ich lache mich gerade krank. Dieser Ausdruck schon alleine wieder. Das ist wie Wutbürger.
    Thomas deine Kinder sind wohl so alt das sie alleine bleiben könne wenn du arbeiten gehst. Meine sind es Gott sei dank auch. Ich hab nur leider eine Charakterschwäche, die nennt sich Empathie.
    Außerdem hättest du die Kommentare aufmerksam gelesen, geht es hier weniger um die schulische Leistung die leidet, sondern um die Mütter die arbeiten, ARBEITEN, vormittags wenn ihre Kinder betreut sind in nicht sozial relevante Berufen. Mütter von Kleinkindern und Grundschülern die nicht alleine bleiben dürfen.
    Denn ich will die sehen, die dann bei Aldi, Edeka etc. an der Kasse stehen wenn nur zwei auf sind, und meckern warum denn nicht mehr Kassen aufgemacht werden. Ja weil kein Personal da ist, weil der Großteil Frauen mit Kindern ist. Das sind dann die schnell heim müssen weil die Kinder daheim warten, weil die schon 5 Stunden allein sind.

    Ich denke diese Diskussion führt eh zu nichts, solange Leute sich hinstellen, die andere Seite nicht objektiv sehen wollen und nur sagen jammert nicht das schafft jeder andere auch. Leider funktioniert das so nicht. Wenn man zu einem depressiven sagt, Mensch sei doch fröhlich, wird der garantiert nicht loshüpfen und Konfetti schmeißen.
    Leider ist das das Problem in unsere Gesellschaft. Alle sehen nur sich und wenn wer anders mehr hat wird versucht ihm das wegzunehmen. Auch wenn es nur persönlichen Sorgen sind, nicht mal vor Gefühlen wird mehr halt gemacht.

    Ich finde es toll das es bei vielen so gut klappt und auch ich habe eigentlich keinen Grund zu “jammern” aber es gibt viele Familien bei denen es nicht so ist und ich finde es immer wichtig Sorgen und Ängste ernst zu nehmen. Auch wenn es nicht meine sind.
    DENN AUS ANGST UND SORGE, WIRD SEHR SCHNELL HASS UND AGGRESSION!

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  21. Ähm… Warum redest du über Sachen, die dich laut deinem Kommentar gar nicht betreffen. Empathie ist das nicht, eher Wichtigtuerei…
    Naja, der Wutbürger wünscht dir schöne Ostern, bleib gesund und lass die Leute das regeln, die das auch betrifft.

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