Gegen die Einsamkeit in den Heimen

Regierung heute: Im Gespräch sind sehr reduzierte Einzelbesuche mit einer festen Kontaktperson

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Geht man zu schnell mit Lockerungen vor, kann es falsch sein – geht man zu langsam vor, kann es auch falsch sein: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder möchte den besten aller Mittelwege finden. Für sein Bayern in dieser so schwierigen Corona-Zeit. Den Fokus möchte er nun – da die neuen Fall-Zahlen an offiziell registrierten Infizierten aufgrund der Kontakt-Beschränkungen zurückgehen – auf Erleichterungen für die Familien setzen.

Derzeit würden Konzepte für Kitas, Schulen und Pflegeheime entwickelt. Gerade Letztere gehören zu den hochsensiblen Bereichen mit auch im Landkreis bereits vielen Todesfällen in Verbindung mit einer Corona-Erkrankung.

Es gehe nun aber darum, gegen die Einsamkeit der älteren Menschen in Heimen vorzugehen. Denn auch diese sei ja alles andere als gesundheitsfördernd. Im Gespräch seien nun, laut Söder, schon bald eventuell sehr reduzierte Einzelbesuche mit einer festen Kontaktperson machen zu können.

Quelle Bayerischer Rundfunk

 

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6 Kommentare zu “Gegen die Einsamkeit in den Heimen

  1. Es tut mir leid, aber das ist lächerlich. Die 80, 90 und 100jährigen verbringen ihre letzten Monate in Einsamkeit in ihrem Zimmer. Den Einzigen, den sie sehen, der ist angezogen wie ein Astronaut. Das muss grauenhaft sein.

    Ich bin mir sicher, wenn sie Herr Söder fragen würde, würden alle sagen: Ich nehme das Risiko mit 90 zu sterben gerne in Kauf, wenn mich dafür meine Familie besuchen darf und ich ins Freie kann.
    1 Besuch alle heiligen Zeiten mal.
    Wo ist nur die Menschenwürde geblieben?

    Das Gleiche in den Behinderteneinrichtungen! Und das selbst bei nicht Risikopatienten! Alle in einen Topf … Fingerspitzengefühl? Einzelfallentscheidungen? Fehlanzeige!

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    1. Wie viel Besuch kommt den an gewöhnlichen Tagen in die Altenheime ? ?
      Die allermeisten – 95 Prozent der Bewohner – bekommen so gut wie NIE Besuch !

      Für die Bewohner, die noch hin und wieder Besuch bekommen: Warum ist es da nicht möglich, die Hygienevorschriften anzuwenden, so wie sie für Kaufhäuser und Arbeitsstätten gelten? Meinetwegen auch gerne verschärft. Den Altenheimbewohnern den Kontakt zu verbieten, auch in den letzten Stunden – das hat nichts mit Fürsorge zu tun. 99 von 100 Altenheimbewohnern sterben doch sowieso einsam, verlassen, allein, unbemerkt.
      Den wenigen, einzelnen Altenheimbewohnern, die in den letzten Lebensstunden liebevoll begleitet werden, könnte man einen letzten Kontakt mit den Verwandten, unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen, gestatten.

      Es drängt sich bei mir schon der Verdacht auf, dass hier irgendwas vertuscht werden muss.
      Dass hier Angehörige irgend was nicht sehen sollen, dass die Alten weggesperrt werden, ohne wirklichen Nutzen oder zumindest mit ohne viel Aufwand leicht zu vermeidenden Schaden.

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  2. Das Gleiche leider in Behinderteneinrichtungen.
    Hier gibt es nichts zu vertuschen, die Betreuung ist nach allem was sehe vorbildlich. Umso weniger verstehe ich den derzeitigen Kurs.
    Bewohner einer WG (nur leicht geistig behindert) dürfen aktuell niemanden sehen oder treffen. Egal ob 18 und gesund, oder 80 und vorerkrankt.
    Wenn Sie von ihren Eltern in ihre WG zurück wollen müssen sie in 14tägige freieillige Quarantäne. Warum ist hier kein Coronatest möglich?

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  3. Die, die geschützt werden sollen, werden menschlich vernachlässigt….

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  4. Bachleitner Franz

    @ Gerda: Woher wollen Sie wissen, wie viel Besuch ein Bewohner im Altenheim bekommt? Wenn Sie Bewohner, Mitarbeiter oder Angehöriger sind dürfen Sie sich dazu äußern, alles andere ist Mutmaßung und Populismus.
    Als Leiter eines Altenheims will ich Ihnen widersprechen.

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  5. @gerda….der behauptung mit dem besuch kann ich nur widersprechen…wir haben viele bewohner, die fast täglich, mehrmals wöchentlich, wöchentlich, usw. besucht werden….es sterben nicht 99 von 100 allein!!.. und ich wüsste auch nicht, was es zu vertuschen gäbe….
    es muss dringend eine besuchsregelung her..denn ich sehe tagtäglich, wie die bew. darunter leiden, dass ihre angehörigen nicht mehr kommen dürfen…wir versuchen so viel wie möglich zu kompensieren…aber das ist, wie sich viele vorstellen können, fast unmöglich…

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