Gegen das Kohlschreiber-Symptom

Wasserburger Löwen heute, 19.30 Uhr, in der Altstadt gegen Karlsfeld

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Philipp Kohlschreiber ist einer der besten deutschen Tennisspieler in der Post-Boris-Becker-Ära und derzeit die Nummer 34 der Welt. Bei den US-Open in New York ist ihm diese Woche ein überraschender Erfolg gegen das deutsche Supertalent Alexander Zverev, immerhin Nummer vier der Welt, gelungen. Zwei Tage später jedoch hatte Kohlschreiber bei seiner Drei-Satz-Niederlage gegen den Japaner Kei Nishikori (Weltranglistenplatz 19) nicht den Hauch einer Chance. Kohlschreiber hat in seiner Karriere immer …

… mal wieder gezeigt, dass er die Großen dieses Sports auch in Drei-Gewinnsatz-Partien schlagen kann – Andy Roddick 2008 bei den Australian Open, Novak Djokovic bei den French Open 2009 oder eben nun Alexander Zverev. Es gibt jedoch auch diese Auffälligkeit, dass er direkt nach solchen Erfolgen gegen vermeintlich schwächere Gegner verliert, bisweilen sehr deutlich. Das führt dazu, dass in der Grand-Slam-Bilanz von Kohlschreiber sehr häufig „dritte Runde“ oder „Achtelfinale“ steht, aber nur einmal „Viertelfinale“.

 

Im übertragenen Sinn geht es für die Fußballer des TSV 1880 Wasserburg in der heutigen Heimpartie gegen Karlsfeld darum, das Kohlschreiber-Symptom zu vermeiden. Das heißt also, dass die Löwen nach ihrem umjubelten 4:2-Erfolg gegen die Spitzenmannschaft Freising nachlegen und ihre gute Leistung erneut abrufen können.

 

Damit dies gelingt, wurde unter der Woche das Freising-Spiel detailliert aufgearbeitet, denn bei weitem ist beim Überraschungstabellenführer noch nicht alles Gold, was glänzt. „Ich habe gegen Freising viele Dinge gesehen, die wir gut gemacht haben. Ich habe auch viele Dinge gesehen, die wir noch verbessern müssen“, so Trainer Leo Haas.

 

Um im Tennis-Bild zu bleiben: Die Wasserburger treffen mit dem TSV Eintracht Karlsfeld auf einen Gegner, der mindestens das Format eines Kei Nishikori besitzt. Die Mannschaft der beiden jungen Trainer Jochen Jaschke und Sebastian Stangl ist als Meister der Bezirkliga Nord sehr gut in die Saison gestartet und rangiert mit 15 Punkten auf Platz sechs in der Spitzengruppe der Liga. Mit Michael Dietl hat die Eintracht einen Torjäger in ihren Reihen, der bereits sieben Tore markieren konnte. Gegen diesen spielstarken Gegner müssen die Löwen mit Hilfe ihrer zahlreichen Zuschauer alles abrufen, um dem Schicksal von Philipp Kohlschreiber zu entgehen. JAH

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