Gegen Ausgrenzung und Gewalt

Gemeinsames Klettern der Bahn-BKK-Azubis mit jungen Flüchtlingen aus Attel

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Grenzen überwinden, Vertrauen entwickeln und mit individuellen Stärken gemeinsam Ziele erreichen. Das stand beim Projekt der Bahn-BKK-Azubis zusammen mit jungen Flüchtlingen aus der Stiftung Attl im Oberreiter Team-Hochseilgarten auf dem Programm. Bereits seit dem Jahr 2000 engagieren sich Auszubildende des ersten. und zweiten Ausbildungsjahres in dem Projekt „Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt“ gegen Fremdenfeindlichkeit und für mehr Toleranz.

Bislang haben sich über 10.000 Jugendliche mit rund 1.200 Projekten an dem Wettbewerb beteiligt. Mehr Infos: www.deutschebahn.com/baghug

„Unsere Azubis engagieren sich aktiv gegen Hass und Gewalt“, erklärt Marko Kniep von der Bahn-BKK, Regionalgeschäftsstelle Süd in Rosenheim, der die sieben Auszubildenden bei ihrem Projekt begleitet. „Die Deutsche Bahn hat mit Menschen unterschiedlichster Herkunft zu tun und weiß daher um die Herausforderungen, vor die Menschen gestellt werden, die eine fremde Sprache sprechen, einer anderen Kultur angehören oder auch nur anders aussehen. Und auch wir als Krankenkasse haben mit Menschen zu tun, die Hilfe benötigen. Gerade da ist es uns wichtig, ein Statement abzugeben und zu sagen: Schaut her, wir sind alle Menschen, wir passen alle in diese Welt und haben unseren Platz hier.“

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nennt man die Jugendlichen, die aus Kriegsregionen flüchten mussten und die ohne Familie oder andere Verwandte nach Deutschland gekommen sind. Nachdem die Stiftung Attl nun zwei Jahre lang eine Clearingstelle für diese Jugendlichen betrieben hat, werden dort aktuell fünf junge Männer im Alter zwischen 16 und 17 Jahren in einer Jugendhilfe-WG betreut. Hier lernen sie Deutsch, gehen in eine Schule und bereiten sich auf eine Zukunft in Deutschland vor.

Christa Niederlöhner und Theresa Fuchs vom Hochseil-Klettergarten Oberreith begleiteten das bunte Team bei ihren gemeinsamen Kletteraufgaben. Beide sind als Mitarbeiterinnen der Stiftung Attl für die Betreuung der jugendlichen Flüchtlinge verantwortlich.

„Hier geht es darum, im Team zusammen zu helfen“, erklärt Christa Niederlöhner. „Man muss miteinander reden. Man muss zusammenhalten, man muss sich vertrauen und gegenseitig helfen.“

„Es macht sehr viel Spaß mit den jungen Leuten und ist ein tolles Erlebnis“, berichtet Salam. Er ist siebzehn und kommt aus Afghanistan. Auch für ihn war der Projekttag ein besonderes Ereignis.

„Uns geht es bei dem Projekt um Zusammenhalt und Vertrauen“, erklärt Fabienne Traoré, Sprecherin der Azubi-Gruppe. „Beim Klettern kannst du nicht alleine arbeiten. Du musst dich auf den anderen verlassen können. Das war unsere Idee zu dem Projekt.“

Doch wurde an diesem Tag nicht nur geklettert, gesichert und so manche schwierige Aufgabe  hoch über dem Waldboden erfolgreich bewältigt. Auch beim gemeinsamen Grillen stellten die jungen Leute fest, dass trotz der verschiedenen Herkunft die Unterschiede zwischen ihnen viel geringer sind, als manch einer von ihnen zuvor gedacht hatte. MJV

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