„Gefahr einer dritten Welle”

CSU-Landesgruppenchef: Schulen nicht in Infektionswirkung unterschätzen - Lehrer beklagen Arbeitsbelastung

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Der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Alexander Dobrindt, sieht derzeit keine Grundlage für Gespräche über Corona-Lockerungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man noch einen längeren Lockdown durchhalten müsse, halte er zur Zeit für höher, als das man in eine andere Richtung komme. Das sagte er gestern Abend im ARD-Bericht aus Berlin. Das sei alles schmerzhaft, aber die Gefahr einer dritten Welle sei aktuell viel zu groß. Man habe in England, in Irland gesehen, dass gerade die Schulen unterschätzt worden seien in ihrer Infektionswirkung, in der Beschleunigung der Infektion …

… und deswegen sei es richtig, dass die Schulen geschlossen seien. Man könne heute noch nicht absehen, wann man wieder an eine Öffnung denken könne.

Heute in einer Woche – am 1. Februar – ist in Bayern geplant, die Abitur-Jahrgänge von Gymnasium und der FOS in einen Wechselunterricht zu schicken (wir berichteten).

91 Prozent der Gymnasial- und Oberschullehrer in Bayern empfinden derweil wegen des Distanzunterrichts eine höhere Arbeitsbelastung. Das geht aus einer Umfrage des bayerischen Philologenverbands hervor, die am Wochenende vorgestellt wurde und für die 2000 der 14 000 aktiven Mitglieder befragt wurden.

95 Prozent von ihnen gaben an, dass Vermittlung von Inhalten und ihre Überprüfung mit mehr Aufwand verbunden sei, berichtet der Bayerische Rundfunk..

Zwei Drittel der Lehrer erklärten, die Verschmelzung von Arbeit und Freizeit belaste – mehr als die Hälfte nannte die aktuelle Ungewissheit und 41 Prozent technische Schwierigkeiten als Problem.

Quellen ARD / BR

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11 Kommentare zu “„Gefahr einer dritten Welle”

  1. Ich glaube den Lehrern, dass die auch bald auf dem Zahnfleisch daher kommen.
    Danke an unsere, die auch am WE immer erreichbar sind und am Sonntag!!!!die Aufgaben hochladen und auch an diesem Tag immer erreichbar sind.

    Auch für die Eltern wird es immer mehr wie Kaugummi und das soll jetzt kein Gemecker sein – nur eine Tatsache.

    Ich denke, dass viele Eltern noch bis Ende Februar durchhalten und dann werden viele kapitulieren.
    Auch Lehrer und Schüler werden bald aufgeben.

    Unsere Lehrer reden sehr offen und sagen auch, dass sie teils sehr belastet sind und auch die Kinder müssen verdammt viel leisten für ihr Alter, wenn sie in unteren Klassen sind.

    Noch dazu kommt das Problem, dass wir Referendare haben, die ab März versetzt werden und dann müssen sich völlig neue Lehrer*in mit Schülern auseinander setzen, die sie noch nie gesehen haben. Wird spannend.

    Ich denke, die Situation von Lehrern ist gerade vergleichbar mit einem Chirurgen, dem man eine stumpfe Küchenschere in die Hand drückt und nen Tacker und dann aber sagt, “aber bitte a schöne Narbe”

    Aber wie hier viele ja immer schreiben. Ihr Eltern, Lehrer und Kinder hört auf zu meckern – das bisschen ausgefallene Schule ist nicht so schlimm und es gibt Schlimmeres.

    Ich denke, diese Menschen sollten Mal mit Schülern sprechen, die vor den Prüfungen stehen oder ein Jahr davor,
    oder einer alleinerziehende Mama, die voll berufstätig ist, oder mit einem Lehrer, der ambitioniert ist und Wissen vermitteln will.

    Ich denke, sie sind anderer Meinung.
    Aber Empathie ist in unserer Gesellschaft nicht mehr vorhanden.

    Leider wird hier Politik gemacht von Leuten ohne Kinder und keiner denkt daran, dass die Kinder von heute die Erwachsenen von morgen sind und diese das Land am Laufen halten sollen.

    Denn nicht die Politik hält gerade alles am Laufen, sondern: Pfleger, Lehrer, Eltern, Einzelhändler und viele viel mehr, die einfach weitermachen – auch wenn es schwer fällt.

    Schönen Tag Euch.

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  2. Lehrer, Schüler und Eltern brauchen Erholung.

    Einfach Faschingsferien zu streichen, ist keine pädagogisch wertvolle Entscheidung der Politik 🙄

    Ferien ja… zum Kopf frei bekommen und dann neu starten.

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  3. Ich kann den beiden Vorkommentaren in vollen Umfang zustimmen.
    Insbesondere das Streichen der Faschingsferien finde ich für alle Beteiligten eine absurde Fehlentscheidung!!

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  4. Am meisten ärgert mich, wie Julia R. schreibt, dass Eltern und Schüler und auch Lehrer aufhören sollen zu meckern. Hauptsache alle Erwachsenen dürfen Demos veranstalten. Die dann das Infektionsgeschehen mit Sicherheit ned positiv beeinflussen…

    Und wer badet es wieder aus? Kinder die ned in die Schule dürfen, Eltern die alles unter einen Hut bringen müssen und die Lehrer… Ganz zu schweigen von allen Kitakindern die den Kindergarten nicht besuchen dürfen.

    Die größten Verlierer der Pandemie sind die Kinder. Sie haben kein Sprachrohr in der Gesellschaft, nehmen bedingungslos hin was sich verändert und gehen dabei genauso am Stock wie Erwachsene…Bloss dass dabei keiner mehr bedenkt dass Kinder(die kleinen ganz besonders) seelisch no schwerer verarbeiten was um uns passiert.

    Ich bin der Meinung dass es dringend an der Zeit ist mal Kinder als Priorität Nummer 1 zu sehen anstatt Tui zu retten, den Profisport zuzulassen oder 3 Gänge Menüs bei Verabschiedung von Polizeipräsidentinnen zu servieren…

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    1. Ganz Ihrer Meinung. Insbesondere zum Thema Demos. Es ist nun hinlänglich bekannt, daß Menschenansammlungen zur Verbreitung des Covid19-Virus beiträgt. Eine dritte Welle mit noch gefährlicherem Virus droht, aber gestern Abend liefen Hunderte sogenannte Querdenker (für mich Nichtdenker) in München umher, um teils ohne Maske bis in die Nacht hinein trotz Ausgangssperre kundzutun, daß sie lieber tot sind als auf ihre Grundrechte zu verzichten. Es wäre lächerlich, würden diese Leute mit ihrem Verhalten letztendlich nicht auch die vernünftig Denkenden gefährden.

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  5. @…. was haben demos mit schulen zutun? Völlig am thema vorbei.

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    1. I verstehs ned...

      Das unnötige Infektionsrisiko vielleicht?

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  6. Was ist da am Thema vorbei? Demos treiben die Zahlen rauf weil viele Menschen auf einem Haufen sich mehr anstecken als wenige Menschen auf einem Haufen. Das müsste eigentlich jedem klar sein oder?? Hohe Zahlen = geschlossene Schulen und wieder mehr Einschränkungen!
    Es kann doch ned sein dass 200 Erwachsenen gestern in München demonstrieren dürfen aber ned 200 Schüler in eine Schule gehen dürfen wo die Schulen ja angeblich so wenig Pandemietreiber sind?? Da liegen die Prioritäten sowas von falsch…
    Ich kann jeden Erwachsenen verstehen der es nicht mehr aushält die Einschränkungen auszuhalten aber hey:
    Die Kinder müssen sie doch auch aushalten!!! Finde den Fehler…
    Und an alle Erwachsenen: Reisst euch am Riemen denn die Kinder müssen sich auch am Riemen reissen und des echt ganz sche gach!

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  7. Es leiden auch Studenten, die schon das 2. Semester in Onlinevorlesungen zu Hause arbeiten müssen und sich nicht treffen. Aber die Hochschulen und Unis schaffen es, dass die Vorlesungen gut klappen. Sie schreiben zum Teil die Prüfungen auch Online, zwar immer mit der Angst, dass der Computer aussteigt, oder sonstigen Unwegbarkeiten auftreten. Sonst zählt die Prüfung als durchgefallen, obwohl man nichts dafür kann. Aber bis jetzt lief alles super. Die Dozenten haben sich echt ins Zeug gelegt. Sie machen Fragestunden und müssen nicht mehr am Wochenende machen, wie sonst. Warum kann man das ganze nicht so behandeln, als sonst? Von acht bis eins Schule Online, auf einer Plattform die funktioniert. Arbeitsblätter, einscannen. Hausaufgabe für die Schüler, die dann in der nächsten Stunde besprochen wird. Die Lehrer filmmen, was sie schreiben, was sonst an der Tafel stehen würde. Es hat bestimmt im Präsensunterricht sehr viele Schüler gegeben, die sich in der Schule und bei den Hausaufgaben schwer getan haben und da hat kein Schüler am Wochenende beim Lehrer angerufen. Die Kinder können ihre Hausaufgaben einscannen, der Lehrer korrigiert sie und schickt die zurück. Vielleicht macht das Scannen etwas mehr Aufwand. Ich versteh nicht, dass es in Schulen nicht funktioniert, wie in FH und Unis. Es funktionieren Konferenzen über den gesamten Erdballen. Warum funktioniert das in der Schule nicht? Es wird jetzt so getan, als ob nur wegen des fehlenden Präsentunterrichts Schüler auf der Strecke bleiben. Nein es sind sonst auch viele auf der Strecke geblieben, weil sich da kein Lehrer in seiner Freizeit gekümmert hat. Ich habe den Eindruck dass sich jetzt mehr mit schwächeren Schülern befasst wird, als vorher. Und es gibt sicher Schüler, die jetzt von Mobbing in der Schule ruhe haben. Warum klappt es Online nicht so, wie vor Ort? In anderen Ländern klappt das schon lange, nur in Deutschland ist es ein Drama. Für die ersten Klassen ist es schwierig. Das sehe ich noch ein, aber ab der 4. Klasse müssten es die Schüler bzw. Lehrer doch schaffen. Unsere Sprösslinge sind da oft versierter als wir Eltern und Lehrer. Die wachsen mit dieser Technik auf und befassen sich in der Freizeit mehr damit. Ich glaube, dass wir Erwachsenen uns schwer damit tun, weniger unsere Sprösslinge. Vielleicht gibt es Studenten, die sich bereit erklären das Onlinesystem vorwärts zu bringen. Die helfen auch ihre Dozenten und Professoren. Dass das ganze nicht läuft, ist nur ein technisches Verschlafen unserer Generation. Und sich ständig im wegstehen durch Datenschutz. Gute Plattformen finden, gibt ja welche, Kamera und Mikrofone an und dann dürfte es doch nicht so ein Drama sein. Und die Lehrer haben doch dann da auch nicht um so viel mehr Arbeit? Das digitale Schlampen rächt sich jetzt. Ja, da kann man auf die Politik schimpfen. Aber mit unserem Datenschutz, stehen wir uns selber im Weg. Ja, das Internet funktioniert im Busch in Afrika besser als bei uns in Deutschland. Aber es gibt trotzdem Möglichkeiten, dass es reibungslos funktioniert.

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    1. Das hört sich in der Theorie sicher ganz toll an – ABER warum das mit den Schülern nicht bei allen so toll funktioniert, hat mehrere Gründe z. B. in manchen Orten gibt es kein allzu gutes Internet / die Kinder brauchen Laptop oder PC mit Kamera bzw. Micro…… Bei Familien, wo vielleicht mehrerer Schulkinder da sind und vielleicht dann noch ein Elternteil Homeoffice machen muss… Puh … da dann für jeden die richtige Ausstattung UND einen Raum wo jeder in Ruhe arbeiten kann …. hat bestimmt nicht jede Familie.
      Noch ein kleiner Unterschied zwischen Schulkindern und Studenten – Kinder brauchen Kinder! Sie versauern daheim ohne ihres gleichen! Sie werden von Woche zu Woche unmotivierter – da immer alles gleich ist. Und – Kinder haben halt mal nicht so das Durchhaltevermögen sich in ihrem Zimmer 6 Schulstunden lang vor dem PC konzentrieren zu können … ein Student sollte damit vielleicht kein Problem haben …
      Jetzt hab ich aber noch nicht mal von den Kindern gesprochen, die einfach noch jemanden brauchen, der ihnen hilft – also Mama oder Papa, die vielleicht nebenbei noch Kleinkinder bespaßen müssen …. wünsche allen Eltern gute Nerven – ich fürchte der ganze Mist wird uns noch lange begleiten ….

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  8. @ Fred: da haben sie vollkommen Recht. Wir zahlen jetzt für unsere rückständiger Schulpolitik und unsere schlafen bei der Digitalisierung. Und ja in vielen Ländern funktioniert es einwandfreie aber nur weil diese Länder sich seit Jahren damit beschäftigen, Geld dafür in die Hand genommen wird weil Kinder halt doch was wer sind und sich nicht erst seit gestern damit beschäftigen. Oder ihnen erst seit gestern aufgefallen ist das nicht Mal überall ein Internetzugang vorhanden ist. Fragen sie Mal in kleinen Ortschaften nach.

    Und wie ich immer sage, nur durchs in die Baugrube nei reden baut ma kei Haus.

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