Gefängnis statt Weihnachtsfeier

Rosenheimer Bundespolizei stoppt Schleuser bei Kiefersfelden

image_pdfimage_print

Am Wochenende hat die Bundespolizei bei Grenzkontrollen auf der A93 vier Kosovaren festgenommen. Sie waren unterwegs zu Weihnachtsfeierlichkeiten in ihrer Heimat. Fahrer und Beifahrer werden beschuldigt, ihre Landsleute eingeschleust zu haben. Für zwei der vier Männer endete die Reise im Gefängnis anstatt bei der Familie.

In der Grenzkontrollstelle bei Kiefersfelden stoppten Bundespolizisten einen Wagen mit schweizerischen Kennzeichen. Lediglich der Beifahrer konnte sich mit einem kosovarischen Reisepass und einer Aufenthaltserlaubnis für die Schweiz ordnungsgemäß ausweisen. Die drei weiteren Insassen verfügten nicht über die für die Einreise in die Bundesrepublik erforderlichen Papiere. Sie gaben an, gemeinsam für die Weihnachtstage in ihre ursprüngliche Heimat reisen zu wollen. Drei von ihnen wurden wegen versuchter unerlaubter Einreise angezeigt. Wegen Einschleusens von Ausländern müssen sich Fahrer und Beifahrer voraussichtlich schon bald strafrechtlich verantworten.

 

Ein 25-Jähriger und sein vier Jahre jüngerer Bruder, die in Italien Asyl beantragt haben, werden die Familienfeier in diesem Jahr wohl verpassen. Sie hatten auf richterliche Anordnung hin die Zurückweisungshaft anzutreten. Bundespolizisten brachten die beiden Männer in die Justizvollzugsanstalt Eichstätt. Der 19-jährige Mitfahrer wurde nach Österreich zurückgewiesen. Nur der 25 Jahre alte Kosovare, der in der Schweiz einen festen Wohnsitz und gültige Dokumente hat, durfte seine Reise nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen fortsetzen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren