Gaudiwurm und Party verlaufen friedlich

Faschingssonntag in Wasserburg: Die Polizei zieht positive Bilanz - Nur wenig Zwischenfälle

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Zirka 8.000 Gäste aus Nah und Fern besuchten gestern den traditionellen Faschingsumzugs in der Wasserburger Altstadt. Veranstalter, Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sorgten in enger routinierter Zusammenarbeit wieder dafür, dass sich auch heuer der Gaudiwurm sicher durch die Stadt winden konnte. Trotz einiger Zwischenfälle ist die Polizei in Anbetracht der tausenden, friedlich feiernden Faschingsnarren mit dem Verlauf des Faschingssonntag recht zufrieden, meldet die Inspektion.

Einen Beitrag für die Sicherheit trug auch die Inspektion der Faschingswagen vor Zugbeginn durch Veranstalter und Polizei bei. Dabei wurden die Verantwortlichen der Wägen noch einmal auf die Gefahren hingewiesen. Die Polizei achtete darauf, dass auch auf den Wagen der Jugendschutz eingehalten wurde. Positiv fiel dabei auf, dass auf den Faschingsanhängern, auf denen auch Jugendliche unter 18 Jahre an Bord waren, kein Schnaps „gebunkert“ war und somit der unkontrollierte Zugriff auf harten Alkohol für Minderjährige verhindert wurde.

Wenn gleich die tausenden Besucher des großen Umzugs ausgelassen und insgesamt friedlich miteinander feierten, kam es jedoch noch während des Umzugs zu zwei Vorfällen:

Kurz vor Ende stürzte ein deutlich alkoholisierter 22-Jähriger aus Steinhöring von der hinteren Treppe eines Faschingswagens und musste vom Rettungsdienst mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht werden.

Zudem warf ein 25-Jähriger aus der Gemeinde Eiselfing von einem Faschingswagen eine Bierflasche auf einen darunter befindlichen 21-jährigen Reitmehringer. Dieser musste mit einer Kopfplatzwunde ebenfalls ins Krankenhaus. Die Polizei nahm die Ermittlungen zu diesem Vorfall auf. Der Flaschenwerfer konnte vor Ort noch vorläufig festgenommen und die Zeugen befragt werden. Überflüssig ist es zu erwähnen, dass der 25-Jährige deutlich alkoholisiert war. Es wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung gegen ihn ermittelt.

Damit war der Einsatz für Rettungsdienst, Sicherheitsdienst und Polizei jedoch nicht zu Ende, da auch die anschließende Faschingsparty im Festzelt am Gries mit zirka 2000 Gäste noch ein paar kleinere Einsätze parat hielt:

Auch hier sorgte der reichlich konsumierte Alkohol für den einen oder anderen „Aussetzer“.  Gegen 19 Uhr schlug eine 33-jährige, betrunkene Frau aus Edling ohne besonderen Grund zwei jungen Frauen im Alter von 17 und 19 Jahren mit der Faust ins Gesicht, so die Polizei heute.

Die Beiden erlitten dabei oberflächliche Verletzungen und wurden vor Ort vom Rettungsdienst erstversorgt. Die 33-Jährige erhält nun eine Anzeige wegen Körperverletzung. Sie musste sich anschließend vom Fest entfernen.

Etwa eine Stunde später stürzte eine 24-Jährige aufgrund ihrer Alkoholisierung selbstverschuldet einen Hang zum Innufer hinunter. Sie erlitt dabei Schürfwunden, Prellungen und eine Platzwunde an der Stirn und kam mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus.

Zudem kam es am Gries noch zu einem dreisten Handydiebstahl. Eine 25-jährige Frau aus Rosenheim stand vor dem Veranstaltungsgelände und hielt ihr Smartphone in der Hand. Ein unbekannter Täter nutzte den Überraschungsmoment, riss ihr das Gerät aus der Hand und flüchtete.

Es wurden zudem noch zwei Fälle des strafbaren Ausweis-Missbrauchs bekannt:

Ein 17-Jähriger aus Ebersberg versuchte mit dem Ausweis seines volljährigen Freundes an der Bar Wodka zu kaufen. Dem Sicherheitsdienst fiel dies auf, weshalb die Polizei hinzugerufen wurde.

Bei dem zweiten Fall wollte sich ein 15-Jähriger aus Babensham mit dem Ausweis eines Bekannten Zutritt ins Festzelt verschaffen. Das fiel jedoch ebenfalls auf. In beiden Fällen muss nun eine Strafanzeige wegen Ausweis-Missbrauchs der Staatsanwaltschaft vorgelegt werden. Für die beiden Minderjährigen war an diesem Tag die Party zu Ende. Sie wurden in den Gewahrsam von Angehörigen übergeben.

Die Polizeibeamten blieben auf ihren Sicherheitstreifen rund um das Party-Gelände freilich auch nicht arbeitslos. So mussten einer Gruppe Minderjähriger eine Flasche Wodka abgenommen werden.

Des Weiteren ertappten die Beamten drei junge betrunkene Männer im Alter von 18, 23 und 24 Jahren dabei, wie sich gerade vor der Max-Emanuel-Kapelle an einem Straßenschild zu schaffen machten. Aus nicht nachvollziehbarem Grund wollten sie gemeinsam das Schild „fällen“. Die Beamten konnten die Männer festhalten. Das Schild war allerdings schon schief und dadurch beschädigt. Diese sinnfreie Aktion wurde ebenfalls zur Anzeige wegen Sachbeschädigung gebracht.

 

 

 

 

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