Ganz neue Unarten

Die Corona-Krise ist für die Menschen eine ganz außerordentliche Belastung. Viele bangen um ihre Gesundheit, manche sind bereits erkrankt, haben Schicksalsschläge im Freundes- und Verwandtenkreis zu verkraften. Anderen droht der wirtschaftliche Kollaps, sie kämpfen mit Existenzängsten. Corona ist schlichtweg der Wahnsinn. Und so ist es vielleicht nicht ganz verwunderlich, dass die Krise auch ihre ganz neuen Unarten im Gepäck hat:

Menschen, die in der Warteschlange an den heimischen Supermärkten oder beim Bäcker ihre Atemschutzmaske gemütlich und gleichermaßen sinnlos um den Hals tragen, wo andernorts in Krankenhäusern und Pflegeheimen die dringend benötigten Masken fehlen. Nicht weniger ärgerlich: Auf den Parkplätzen der Supermärkte landen derzeit nicht nur jede Menge Verpackungsmaterial und Müll, so, dass das Personal mit dem Aufräumen nicht mehr nachkommt, sondern auch ganze Massen an achtlos weggeworfenen, benutzten Einweghandschuhen. Das muss doch nicht sein, gerade jetzt nicht. Der Weg zum Abfalleimer ist in der Corona-Krise nicht weiter, als ohne Krise – moand da Huaba.

 

Foto: Georg Barth