Fußgänger am Kreisverkehr

Von unserer Partner-Fahrschule Eggerl: Der Verkehrstipp der Woche (1)

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Wenn die Führerscheinprüfung schon etwas länger her ist, stellt sich immer wieder die Frage, wie die eine oder andere Regelung im Straßenverkehr lautet. Deshalb klärt das Team der Fahrschule Eggerl an dieser Stelle ab jetzt wöchentlich über Verkehrsregeln und –Mythen auf. Heute geht es um die Frage: Fußgänger am Kreisverkehr – wie funktioniert’s?

Gerade an Kreisverkehren lässt sich unterschiedliches Verhalten von Kraftfahrzeugführern beobachten. Die einen lassen Fußgänger und Radfahrer bereitwillig die Fahrbahn überqueren, die anderen fahren zügig an ihnen vorbei. Welches Verhalten schreibt die StVO vor?

„Im Grunde orientieren sich die Regelungen für den Kreisverkehr an denen des ,normalen’ Abbiegens. Das Verlassen des Kreisverkehres ist mit einem Abbiegevorgang zu vergleichen. Es ist zu blinken und Fußgänger und Radfahrer, die die Straße überqueren wollen, haben Vorrang. Das gilt unabhängig davon, ob sie von der linken oder rechten Seite der Straße kommen. Deshalb muss bei der Ausfahrt aus einem Kreisverkehr besonders auf die anderen Verkehrsteilnehmer geachtet werden”, so die Experten der Fahrschule Eggerl.

Dies geht letztlich aus §9 Abs. 3 StVO hervor: „Wer abbiegen will, muss entgegen kommende Fahrzeuge durchfahren lassen, Schienenfahrzeuge, Fahrräder mit Hilfsmotor und Fahrräder auch dann, wenn sie auf oder neben der Fahrbahn in der gleichen Richtung fahren. Dies gilt auch gegenüber Linienomnibussen und sonstigen Fahrzeugen, die gekennzeichnete Sonderfahrstreifen benutzen. Auf zu Fuß Gehende ist besondere Rücksicht zu nehmen wenn nötig, ist zu warten.“

Das Eggerl-Team weiter: „Das Einfahren in den Kreisverkehr hingegen stellt keinen Abbiegevorgang dar. Deshalb haben hier Autos und andere Kraftfahrzeuge Vorrang vor Fußgängern und Radfahrern. Wenn es die Verkehrslage zulässt, können sie jedoch freiwillig durchgelassen werden.

Übrigens: Während das Blinken bei der Ausfahrt aus dem Kreisverkehr vorgeschrieben ist, ist es bei der Einfahrt nicht nur nicht angeordnet, sondern sogar verboten: „Ist an der Einmündung in einen Kreisverkehr Zeichen 215 (Kreisverkehr) unter dem Zeichen 205 (Vorfahrt gewähren) angeordnet, hat der Verkehr auf der Kreisfahrbahn Vorfahrt. Bei der Einfahrt in einen solchen Kreisverkehr ist die Benutzung des Fahrtrichtungsanzeigers unzulässig.“ (§8 Abs. 1a StVO). Foto: Pixabay

 

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Achtung: Am folgenden Terminen entfällt der Theorie-Unterricht an all unseren Standorten: 28. Februar sowie 3. und 4. März.

 

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3 Kommentare zu “Fußgänger am Kreisverkehr

  1. Mal eine Frage die öfters diskutiert wird, aber die Meinungen sehr unterschiedlich sind. Man fährt in einen mehrspurigen Kreisverkehr ein und möchte z.B. die dritte Ausfahrt nehmen. Wie hat man sich einzuordnen? Auf die innere Spur, bleibt man ganz rechts, oder ist das egal?

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  2. Fachschule Eggerl

    Eine interessante Frage!
    Tatsächlich gibt es in der StVO dazu keine klare Regelung. Der Fahrstreifen darf grundsätzlich also unabhängig von der angestrebten Ausfahrt gewählt werden. Es macht jedoch meist trotzdem Sinn, den inneren Fahrstreifen zu wählen, falls der Kreisverkehr erst bei einer späteren Ausfahrt verlassen werden soll, insbesondere wenn man als Fahrer schon mit solchen Kreisverkehren vertraut ist.
    In anderen europäischen Ländern kann allerdings eine abweichende Regelung gelten.

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  3. @ Eggerl
    Vielen Dank für Ihre Info

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