Fußball-Fans, hohe Strafen drohen!

Bei Gewalt, sexistischem Gesang, Rassismus, Pyrotechnik: Schiris greifen durch

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Wenn’s brennt, ist der Ofen aus! Vereine und Verband des Bayerischen Fußballverbandes BFV haben zum bevorstehenden Liga-Auftakt der neuen Saison (Regionalliga, Bayernliga, Landesliga – wir berichteten) an diesem Wochenende noch einmal geschlossen und unmissverständlich klargestellt: Beim Thema Pyrotechnik herrscht in Bayern ebenso eine Null-Toleranz-Politik wie bei Gewalt, Diskriminierung oder Rassismus – auf dem Feldl sowie abseits des Rasens.

Verband und die Vereine sind sich einig: Der Fußball ist für alle da – und weder Gewalt und Pyrotechnik noch Beleidigungen oder Diskriminierungen aufgrund von Glaube, Herkunft, Hautfarbe oder sexueller Identität haben auf dem Fußballplatz oder in Form von Bannern und Transparenten im Zuschauerbereich etwas verloren – und werden nicht toleriert!

Also keine sexistischen Gesänge, diskriminierende Banner oder Fahnen dürfen auf die Sportplätze gebracht werden – keine rassistischen, diskriminierenden oder beleidigenden Aussagen – andernfalls drohe der Spielabbruch, so der BFV.

Eine Anpassung der Strafen bei Verstößen wurde beschlossen, die ab sofort in den BFV-Statuten umgesetzt wird:

Bei Vorfällen in der Bayernliga können künftig Strafen von bis zu 25.000 Euro fällig werden, in der Regionalliga Bayern sind sogar bis zu 50.000 Euro fällig. Unter 300 Euro wird das Strafmaß nicht bleiben.

In den Klassen darunter reichen die finanziellen Sanktionen von der Mindeststrafe in Höhe von 300 Euro bis zu 12.000 Euro.

Zudem drohen weitere Folgen wie Platzsperren und neuerdings auch Punktabzüge (etwa bei mehrmaligem Abbrennen von Pyrotechnik oder einer Unterbrechung von mehr als fünf Minuten in einem Spiel). Im Extremfall ist die Versetzung in eine niedrigere Spielklasse unausweichlich. Mit ihrem Fehlverhalten schaden die Täter ihrem Verein folglich immens. Unterstützung sieht anders aus! Hier sprechen Vereine und Verband eine Sprache!

Aus diesem Grund ist die Aufklärungsarbeit der unabhängigen bayerischen Sportgerichte bei Vorfällen jeglicher Art auch ganz klar täterorientiert ausgerichtet. Ziel ist es, gemeinsam mit Heim- und Gastvereinen die selbst ernannten Fans zu ermitteln und sie für ihr Fehlverhalten zur Rechenschaft zu ziehen.

Klares Ziel: Von einzelnen Chaoten braucht es keinerlei Unterstützung für einen Fußballclub, sie schaden dem Verein!

Entsprechend werden die Schiedsrichter zur neuen Saison auch durchgreifen, so der BFV.

Wenn es auf den Rängen raucht, ist der Ofen aus und das Spiel wird unterbrochen, notfalls erfolgt der Gang in die Kabine.

Dauert beispielsweise ein pyrotechnische Vorfall länger als fünf Minuten, ist klar, dass der betreffende Verein für das Fehlverhalten neben einer Geldstrafe auch mit einem Punktabzug belangt wird.

Foto: BFV

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9 Gedanken zu „Fußball-Fans, hohe Strafen drohen!

  1. Lächerlich! Sexismus, Diskriminierung usw ok – aber Pyrotechnik?

    Solange diese sorgfältig eingesetzt werden, sprich keine Personen oder Gegenstände (zB Tribühnen) beschädigt werden und so lange der Spielfluss nicht beeinträchtigt wird (durch Rauchentwicklung auf dem Spielfeld), tut dies der Stimmung sogar richtig gut.

    Siehe nur andere Sportarten wie Tour de France, Skispringen oder Biathlon!

    Solche Strafen wie oben genannt sollten lieber woanders angewandt werden.

    Als Beispiel nehme man nur mal die „Länderspiele“ in den unteren Klassen, bei denen sich weder Schiris trauen regelkonform durchzugreifen, noch die andere Mannschaft während des Spiel oder nach dem Abpfiff sicher sein kann, heil in die Kabine zu kommen!

    So was gehört bestraft! Und nicht Fans, die ihre Freizeit opfern, um ihre Mannschaft zu supporten, in dem sie Banner malen, sich am Wochenende frei nehmen usw!

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    1. Auf dem Fußballplatz sieht man oft den Charakter mancher Menschen, leider nicht all zu oft zum Positiven. Ob das in den unteren Ligen so umgesetzt wird, bezweifle ich auch. Vielleicht gehört schon im Jugendbereich besser bei den Eltern durchgegriffen. Beleidigungen gehören auf keinen Platz.

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    2. Ich war noch nie Zuschauer auf einem größeren Fußballspiel – aber was genau rechtfertigt das Abbrennen von Pyrotechnik bzw. was soll das bringen? Kann mich bitte jmd. aufklären? Was soll das mit Sport zu tun haben?

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  2. Recht hast, Sepp Maier.

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  3. Da sieht man das sie keine ahnung haben.

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    1. Da merkt man, dass SIE keine Ahnung haben, Herr/Frau bödsinn!

      @Wenn niemand zu Schaden kommt, ist doch alles okay!

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      1. Günther Pfeffinger

        Unabhängig von der übergeordneten Thematik (da habe ich eine etwas differenziertere Meinung) ist dieses Argument ziemlich haltlos, lieber Maae. Das würde auch rechtfertigen, dass man z.B. mit seinem Auto ungestraft mit 150 km/h an Kindergärten vorbeifahren darf. Denn solange „niemand zu Schaden kommt, ist doch alles okay“.

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  4. Trommel statt pyro

    Jeder der hier für pyro stimmt sollte mal so nen Rauch Topf in seinen Vorgarten stellen und im Anschluss geradestehen und die Wände der Nachbarn malern die freuen sich bestimmt

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  5. Trommel statt pyro

    Wenn man schon ein zwei bier zuviel hat meint man dass ist cool stellt sich in den Rauch und schreit seine farben

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