Für ein ökologisch-nachhaltiges Edling

Die UBG will zudem Transparenz und die Mitentscheidung der Bürger - Vortragsabend

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Die UBG Edling mit ihrem Bürgermeister-Kandidaten Florian Prietz (Bildmitte) fordert für die Kommunalpolitik unter anderem Transparenz und Mitentscheidungs-Möglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger sowie eine ökologisch-nachhaltig Ausrichtung. Zwei Punkte, die sich in den Grundsätzen der Gemeinwohl-Ökonomie wiederfinden. So ist die Idee zu einer Vortragsveranstaltung mit den beiden GWÖ-Beratern Albert Bernstetter und Werner Furtner (rechts) entstanden, die jetzt im Edlinger Krippnerhaus stattfand. 50 Interessierte waren der UBG-Einladung gefolgt.

Werner Furtner: Angetrieben von diversen Missständen unseres jetzigen Wirtschaftssystems – wie zum Beispiel einer großen Ungleichverteilung von Besitz zur großen Macht von Konzernen über die Politik oder einem Leben auf Kosten unserer Kinder und Enkel – versucht die Gemeinwohl-Ökonomie ein Umdenken in Politik, Wirtschaft und Bevölkerung zu erreichen.

So solle die Stärke einer Wirtschaft nicht mehr am Bruttoinlandsprodukt, an Gewinn und Rendite gemessen werden, sondern an ihrem Gewinn fürs Gemeinwohl. Nicht mehr die Wirtschaft solle Mensch und Umwelt bestimmen und ausbeuten, sondern die Wirtschaft solle Mensch und Umwelt dienen.

Die Lebensqualität der Menschen zeige sich nicht in blanken Wirtschaftszahlen. Werte wie Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, Umweltschutz seien für die Lebensqualität der Menschen genauso von Bedeutung wie ein gutes soziales Miteinander oder ehrenamtliches Engagement.

Die Werte, nach denen die GWÖ handele, das seien:

–          Menschenwürde,

–          Solidarität und Gerechtigkeit,

–          ökologische Nachhaltigkeit sowie

–          Transparenz und Mitentscheidung.

 

Für Kommunen könnte eine Ausrichtung der Politik nach den Werten der Gemeinwohl-Ökonomie eine Stärkung der Gemeinschaft aller Bürgerinnen und Bürger und der angesiedelten Unternehmen und Erzeuger bringen, sind die beiden Berater überzeugt.

Bei Ausschreibungen und Projekten sollte eine Förderung regionaler Bezugsquellen oder Dienstleistungen im Vordergrund stehen, nicht nur das kostengünstigste Angebot sollte den Zuschlag bekommen. Es könnten demokratische und solidarische Bürgerbeteiligungskonzepte etabliert werden. Dies würde unter Umständen auch eine anziehende Wirkung auf Neubürger und Neu-Unternehmen haben, die Wert auf Nachhaltigkeit legen, hieß es in Edling weiter.

Die Gemeinde Kirchanschöring im Landkreis Traunstein habe sich zum Beispiel bereits auf den Weg zur Gemeinwohl-Ökonomie-Gemeinde gemacht. So sei in Kirchanschöring ein Elektroauto angeschafft worden, das die Verwaltung für Dienstfahrten nutze, am Wochenende aber auch Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt werde.

Sämtliche kommunale Gebäude seien mit PV-Anlagen ausgestattet worden. Zusätzliche Energie werde aus Hackschnitzelfernwärme oder Ökostrom-Anbietern bezogen. Lebensmittel für Kantine oder bei Veranstaltungen würden ausschließlich von regionalen Bio-Anbietern gekauft, ein striktes Abfall-Trenn-Konzept sei eingerichtet und die gesamte Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt worden.

Aufbauend auf den Werten Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit sowie Mitbestimmung und Transparenz könnte auch die Gemeinde Edling ihre Einrichtungen und Organisationen, ihr aktives Tun und die Wirkungen des Handeln durchleuchten und sich auf den Weg zur Gemeinwohl-Ökonomie-Gemeinde machen, so Edlings Bürgermeister-Kandidat Florian Prietz.

Die UBG will sich hierfür stark machen und im Gemeinderat das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie vorstellen und dafür werben.

Jeder Einzelne könne sich aber auch für ein solidarischeres und nachhaltiges Handeln einsetzen. Bei der Regionalgruppe Alt-Landkreis Wasserburg finden Interessierte unter https://bayern.ecogood.org/altlandkreis-wasserburg/ weitere Infos.

sw

Weitere Termine:

Die GWÖ Gruppe lädt am 12. Februar nach Wasserburg ein zum Thema „Enkeltauglich leben“.

Die nächste Bürgerwerkstatt der UBG Edling (wir berichteten) ist zum Thema „Verbesserung der Verkehrssituation in Edling und den umliegenden Ortsteilen“ am 28. Februar um 19.30 Uhr im Krippnerhaus. Alle interessierten EdlingerInnen sind dazu herzlich eingeladen.

 

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