Führte ein Zufall zu dem Vergewaltiger?

Brutale Taten: Polizei nimmt 27-Jährigen fest - Drei verschiedene Identitäten

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Der Fall hatte die ganze Region geschockt im November 2015 – eine 29-jährige Frau war am Inndamm in Rosenheim brutal vergewaltigt worden (wir berichteten). Gestern nun gab die Kripo bekannt, dass der mutmaßliche Täter, der kurz vor Weihnachten in München eine weitere Frau brutal vergewaltigt haben soll, mit Hilfe von DNA-Spuren ins Netz gegangen sei. Bisher bestreite der Mann, ein 27-jähriger Asylbewerber, etwas mit den Taten zu tun zu haben – laut Polizei ‚trotz erdrückender Beweislage‘. Der 27-Jährige hatte wohl drei verschiedene Identitäten. Zunächst sei er als angeblich syrischer Flüchtling im Oktober 2015 über Kiefersfelden ins Land eingereist. Die Polizei sei sich jedoch sicher, dass er kurdischstämmig sei und aus dem Osten der Türkei komme.

Der Mann sitze seit dem 31. März wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft.

Vor dem Umzug nach München habe sich die Familie des mutmaßlichen Täters in Rosenheim aufgehalten.

Ein Zufall half, sagt die Kripo: Die Ermittler kamen auf die Spur des 27-jährigen Mannes, als sie das persönliche Umfeld eines Münchner Unternehmers in Feldmoching prüften – da dessen Laden Opfer eines Überfalls geworden war. Dabei stieß die Polizei auf die DNA-Übereinstimmung mit den beiden genannten brutalen Überfällen in Rosenheim und München.

Der Mann war hier nicht der Täter – er war aber als Hilfsarbeiter in der Feldmochinger Lagerhalle beschäftigt.

Als feststand, dass die DNA-Spuren identisch waren, baten die Ermittler der Kripo alle Personen, die in irgendeiner Form mit der Lagerhalle zu tun hatten, zum freiwilligen Test …