„Freue mich! Es wird Zeit, dass sich was tut!”

Wir haben gute Nachrichten für alle Kino-Freunde: Da Stoa-Sommer startet schon ganz bald

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„Ja, ich freu mich – denn es wird Zeit, dass sich was tut!” Rainer Gottwald, Wasserburgs Kino-Besitzer, hat schöne Pläne für die nahe Zukunft zur großen Vorfreude aller Kino-Fans. Wie er heute gegenüber der Wasserburger Stimme verriet, wird er die Open-Air-Saison am idyllischen Stoa bei Edling vorziehen und den Kino-Sommer 2020 somit sauber verlängern! Gleich am Wochenende nach den Pfingstferien soll’s schon losgehen: Am Freitag, 19. Juni, will Rainer Gottwald mit seinem Film-Programm unter freiem Himmel starten. Am ersten Wochenende zum Probelauf vielleicht erst mal nur mit 100 Besuchern, dann mit zwar maximal, aber immerhin 350 Besuchern! In der Hoffnung, die Corona-Infektionszahlen bleiben niedrig im Landkreis …

Unser Foto oben: Alles eine Familie – na, kloana Spaß – ganz so eng werd’s im Sommer 2020 natürlich NICHT beim Kino am Stoa …

Eigentlich ja dürfte er laut Regierung am Montag nach den Pfingstferien – am 15. Juni – sein Utopia-Kino in der Altstadt auch wieder öffnen. Aber da wartet Rainer Gottwald erst mal ab und plant im Innenbereich erst frühestens ab dem 2. Juli. Denn die ganzen Corona-Regeln – vor allem die Abstands-Vorschriften – sind in der Romantik des Wasserburger Keller-Kinos nur ganz schwierig bis gar nicht wirklich möglich, zu realisieren.

Es darf nämlich zum Beispiel wegen eines Toiletten-Besuchs nicht durch die Reihen gegangen werden, was aber notwendig ist. Heißt: Nur weniger als wenige Plätze könnte er offiziell besetzen bei eigentlich 50 erlaubten. Familien-Mitglieder aus einem Haushalt mal ausgenommen. Deshalb hofft er zum Juli für den Innenbereich auf weitere Lockerungen – nur ein Meter Abstand als Auflage würde schon richtig viel bringen.

Nun aber noch einmal zurück zum Stoa: Denn unter freiem Himmel lässt’s sich gut kulturell leben – und zwar schon ganz bald in diesen schwierigen Corona-Zeiten.

Die Abstände können allerbest eingehalten werden auf dem Riesenareal in schönster Natur. Familien dürfen eh zusammenbleiben und gemütlich können es sich ohnehin immer alle machen am Stoa. Am Platz selbst muss auch keine Maske getragen werden. Nur bei allen Wegen auf dem Gelände – zum Essen- und Trinken-Einkaufen unter den Arkaden oder zum Weg zur Toilette und wieder zurück. Und natürlich an der Kasse und beim Suchen des Platzes und wieder auf dem Nachhauseweg Richtung Parkplatz.

Der Karten-Verkauf wird übrigens ausschließlich online laufen. Denn dann ist auch eines gleich mitgeklärt: Das Hinterlassen der Kontaktadresse. Jeder ist registriert und kann im Falle einer Corona-Infektion im Umfeld verständigt werden.

An der Kasse selbst wird dann nur mehr bezahlt. Rainer Gottwald behält auch so den besten Überblick, wann eine Vorstellung bereits ausverkauft ist und wann nicht.

Auch wenn nun höchstens ein Drittel an Besuchern dabei sein kann – Stand heute – als zu den besten Zeiten normalerweise: Es wird für alle eine große Freude werden, das besondere Kino-Flair wieder genießen zu können. Ein geradezu familiäres Feeling darf erwartet werden. Trotz der Abstände.

Das genaue Film-Programm stellt Rainer Gottwald gerade erst noch fertig. Klar sind aber auf jeden Fall schon ein paar Highlights: Die Premiere der neuen Rosenmüller-Doku – Dreiviertelblut-Weltraumtouristen! Ein Film über dem Rosi seinen Freund und Filmmusiker – Gerd Baumann mit Band – und die Frage, was Heimat und Tradition in einer modernen Welt bedeuten.

Ein kleiner Vorgeschmack:

Der Philosoph Sebastian Horn und der Astronaut Gerd Baumann treffen sich tief im Wald, in einem abgelegenen Stadl und treiben ihren Handel mit der Vergänglichkeit. Dreiviertelblut, das sind zwei kongeniale Musiker, die ihr urbayerisches Lebensgefühl sinnlich mit dem universellen Ganzen durchweben. „Mia san ned nur mia“ – diese Songzeile bringt ihr musikalisches und menschliches Selbstverständnis auf den Punkt. Marcus H. Rosenmüller schuf ein schwarzweiß schillerndes, humorvolles Filmgedicht aus bisher unveröffentlichten Aufnahmen eines Dreiviertelblut-Konzertes mit den Münchner Symphonikern im Prinzregententheater.

Apropos Gerd Baumann: Er wird der Stargast mit seiner neuen Band-Formation am 18. Juli werden, wenn noch einmal der Edlinger Film Butterbrot und Freiheitsliebe” (wir berichteten mehrmals) laufen wird am Stoa. Hat er doch gerne einen Teil der Filmmusik mit dazu beigesteuert! Unser Foto unten zeigt ihn mit Alex Drax (rechts) und Andrea Bacher vom insgesamt neunköpfigen, ehrenamtlichen Edlinger Film-Regieteam.

Und dann natürlich wär da noch da Franz – da Eberhofer Franz! Äh klar! Koa Stoa-Sommer ohne den Franz. Die Premiere des neuen Krimis soll am 13. August sein.

Hammas ned g’sogt am Anfang vom Bericht – es wird ein langer Kino-Sommer heuer am Stoa! Und ganz bestimmt ein besonders schöner …

Renate Drax

 

 

 

 

 

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7 Kommentare zu “„Freue mich! Es wird Zeit, dass sich was tut!”

  1. Klasse Rainer, eine schöne Aktion. Ich wünsche Dir und dem Utopia-Team viele Zuschauer, damit sich die finanzielle Lage wieder spürbar verbessert und uns das Kino in und für Wasserburg erhalten bleiben kann!

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  2. Das wird wieder das Highlight des Jahres.
    Klasse, dass Rainer die schwierige Zeit überstanden hat und sich nicht entmutigen ließ.
    Die Verlängerung der Open Air Saison ist super und ermöglicht sicher, dass trotz der geringeren Anzahl der Besucher je Aufführung, bei entsprechenden Wiederholungen alle die Möglichkeit haben, die Filme zu sehen.
    Jetzt brauchen und wünschen wir uns nur noch ein super Sommerwetter !!
    Wir sind echt froh, dass wir so ein spezielles und einmaliges Kino im Raum Wasserburg haben.

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  3. Korbinian Polk

    freut mich sehr. ich hätte auch nichts gegen ein freiwilliges soli-ticket das 2 euro mehr kostet um zumindest ein bischen die ausfälle zu kaschieren.

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  4. hurra wir freuen uns
    oder Autokino am Badria , Volksfestwiese , Kino in Fahrt
    bzw Autokonzerte , wäre doch eine gute Idee und sicher für alle :))

    Anm. d. Red.:
    Die Idee gab es bereits vor Wochen – aber jetzt ist der Stoa als Open Air wieder möglich! Und ganz klar wäre das parallel zum Stoa nun eine Konkurrenz, die das Wasserburger Kino agrad in diesen schwierigen Zeiten NICHT braucht.

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    1. Ich finde beides gut, vielleicht zu unterschiedlichen Zeiten und beides vom Kino Utopia aus (wenn das zu organisieren ist – dann ist es keine Konkurrenz).

      Denn beim Kino am Stoa kann es ganz leicht sein, dass viele Tage ins Wasser fallen (was wir natürlich nicht hoffen).

      Soli-Ticket finde ich super.

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  5. Die Idee mit der Soli-Eintrittskarte finde ich super. Evtl mit Auswahl zwischen normalem und Soli-Ticket, damit alle, die grad nicht so viel Geld haben, sich das Kino auch noch leisten können.

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  6. Ich habe mich schon gewundert, warum viele Kinos nicht auf Autokino umgestiegen sind. Die Volksfestplätze stehen alle leer.
    Vielleicht noch Verkauf von Popcorn und Süßes von Ständen, die sonst auf dem Volksfest wären.
    Aber vielleicht ist da der Aufwand zu groß?
    Wenn der Sommer nicht mitspielt, wie geht’s dann weiter?
    Ich liebe das Kino Utopia. Ich drück euch die Daumen. Ich freu mich schon.

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