Flüchtlinge suchten Hilfe bei Polizei

Sechs Erwachsene und zwei Kinder aus dem Irak irrten durch die Stadt

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Die Bundespolizei Rosenheim ermittelt gegen einen unbekannten Schleuser, der gestern eine achtköpfige Migrantengruppe ausgesetzt hat. Offenbar liefen die sechs 18 bis 44 Jahre alten Erwachsenen und die beiden vier und elf Jahre alten Kinder zunächst einige Zeit durch die Stadt. Schließlich meldeten sie sich gegen 22 Uhr bei der örtlichen Polizei. Die Beamten nahmen die acht Personen in Gewahrsam …

… und verständigten die für Schleusungsfälle zuständigen Beamten. Dorthin wurden die Migranten dann auch für die weiterführenden Ermittlungen gebracht.

Nach vorliegenden Erkenntnissen handelt es sich um zwei irakische Familien, die sich für die Beförderung von der Türkei nach Deutschland einem Schleuser anvertraut hatten. Einer der Iraker gab an, dass die gesamte Schleusung 32.000 Euro gekostet hätte.

Sie wären mehrere Tage mit einem Lkw unterwegs gewesen. Den letzten Abschnitt der Fahrt hätten sie in einem dunklen Transporter, dessen hintere Sitze ausgebaut gewesen wären, zubringen müssen.

Über gültige Pässe oder Ausweise verfügte keiner von ihnen. Sie hatten lediglich Kopien ihrer Papiere dabei. Den Schilderungen zufolge sollen ihnen die echten Dokumente vom Schleuser abgenommen worden sein.

Die acht Geschleusten sind nach Recherchen der Rosenheimer Bundespolizei noch in keinem anderen europäischen Land registriert worden. Im Anschluss an die erforderlichen polizeilichen Maßnahmen werden die Migranten voraussichtlich einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet.

 

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