Fischsterben: Gülle als Ursache

Gemeinde Eiselfing liegen Ergebnisse der Untersuchung durch Wasserwirtschaftsamt vor

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Die Ursache für das massive Fischsterben Anfang Juli im Schwarzmoosbach bei Eiselfing (wir berichteten) steht nun fest: So haben die offiziellen amtlichen Labortests ergeben, dass der Eintrag von Gülle zum Tod von rund 1.000 Fischen geführt hat.


Auf Anfrage der Gemeinde Eiselfing teilte das verantwortliche Wasserwirtschaftsamt Rosenheim jetzt mit, über das Bayerische Landesamt für Umwelt entsprechende Untersuchungen in Auftrag gegeben zu haben. Neben Gewässerproben umfasste die Analyse im Fachlabor auch die Beprobung von aus dem Bach entnommenen, toten Fischen. „Das Fazit der Behörde lautet in diesem Zusammenhang, dass das Fischsterben auf einen Eintrag von Gülle zurückzuführen ist“, gibt Bürgermeister Georg Reinthaler bekannt.

Am 2. Juli hatten die Polizeiinspektion Wasserburg sowie das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim nach der Mitteilung einer Anwohnerin die Ermittlungen aufgenommen und im Schwarzmoosbach auf einer Länge von etwa drei Kilometern tote Fische festgestellt. Durch Helfer des Kreisfischereivereins und Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden in den darauffolgenden Tagen schließlich knapp 1.000 tote Tiere aus dem Gewässer geborgen.

Die detaillierten Laborergebnisse und Prüfberichte liegen der zuständigen Staatsanwaltschaft bereits vor und sind Bestandteil weiterhin laufender Ermittlungen.

Unterdessen gibt es bereits konkrete Überlegungen, wie der Bach im betroffenen Bereich ökologisch sowie in Sachen Fischbestand wieder aufgewertet werden kann. „Die Gemeinde steht hier unter anderem mit den Fischereipächtern und der Naturschutzbehörde in engem Kontakt. So hat in dieser Woche schon ein erster gemeinsamer Gesprächstermin stattgefunden“, berichtet Reinthaler.

 

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18 Kommentare zu “Fischsterben: Gülle als Ursache

  1. Mir stellt sich aber auch die Frage, wie die Gülle in den Bach kommt und ob nicht der jeweilige Landwirt eine Versicherung hat, die evtl. den Schaden decken könnte.

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  2. Danke für die Ehrlichkeit und dass das nicht unter den Teppich gekehrt wird.

    Ich hoffe sehr, dass der Bauer, der das verursacht hat, Schadenersatz zahlen muss und in die Veranwortung genommen wird. Es muss endlich dieses massive Güllen dort verboten werden.

    Siehe das neue Fischsterben, Bauern werden von alleine nicht gescheiter. Die müssen das am Geldbeutel merken, das ist das Einzige, was die zur Vernunft bringen könnte.

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  3. Ganz so einfach ist es wohl leider nicht, dass nur die Bauern schuld sind.

    Das Volk möchte billiges Fleisch und billige Milchprodukte. Das erreicht man nur, indem die Bauern (viel) mehr Tiere halten, als es das von ihnen bewirtschaftete Land hergibt.

    Und für das (zu) wenige Land entsteht natürlich auch zu viel Gülle.
    Dass sich der Lebensmittelmarkt so entwickelt hat, führe ich auf die jahrzehntelang falsche Subventionspolitik der Regierung zurück…

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  4. @Martin
    Ja was jetzt?
    Ist das “Volk” schuld, weil “es” billiges Fleisch möchte?
    Oder ist die Politik schuld, weil die Suventionen falsch verteilt werden?
    Für mich sind und bleiben die Bauern schuld, denn die betreiben diese Massentierhaltung. Weder das Volk noch die Politiker güllen Wiesen. Wenn die Bauern einfach weniger Tiere halten und weniger Milch produzieren (von mir aus weder noch), steigt automatisch der Preis.
    Ganz einfaches Prinzip der freien Marktwirtschaft: Das Angebot bestimmt den Preis
    Aber die kriegen ja den Hals nicht voll

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  5. Is doch super,das man den Bauern wieder die Schuld geben kann.ich verstehe aber nicht wie die Gülle reingelangt ist. Die Tage vorher wurde keine Gülle ausgebracht und wo das geschehen sein soll ist Wasserschutzgebiet. Hier haben die Bauern besondere Auflagen.
    Wie viel Tiere ein Bauer hat ist egal. Es ist alles reglementiert. Wenn einer mehr Tiere hat (Großvieeinheiten pro Hektar)darf er deswegen auch nicht mehr güllen. Es gilt immer der Grenzwert von 170 kg Sticktoff pro Hektar und Jahr. Das ist nicht viel, weil die Pflanzen eigentlich 300 kg verbrauchen.

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  6. Das Problem hat System Namens Marktwirtschaft.

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  7. Des hoad 4wocha dauert……. wenn da druck und so groß gewesen war…

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  8. Letztendlich liegt es an jedem selbst.
    Wenn kein Mensch bereit ist was vernünftiges zu kaufen, dann wird sich daran leider nichts ändern.
    Man sollte zuerst bei sich selbst anfangen, denn sonst würde es nicht soviel Discounter mit Billigprodukten geben.
    Es ist immer einfacher auf andere zu schimpfen.

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  9. @ Martin:
    Dann bin ich nicht das Volk!!!
    Ich möchte gesundes Fleisch von Tieren die auf einer Wiese laufen konnte und ich zahle gerne für diese Ware.
    VOR ORT BEIM BAUERN MEINES VERTRAUENS.
    Bin nur überrascht, das keiner sich überrascht zeigt, das der Verursacher ein Bauer war mit dessen Gülle aus der künstlich erzeugten Überproduktion (Subvention) die bereits Landwirte seit 2 Generationen mittragen und verteidigen.
    Die Landwirte die jetzt organisiert Daumen runter geben für meinen Beitrag.

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  10. @Martin… Hast du schon mal google bedient? Hier mal ein Auszug:

    “Von 33,1 Mio. Tonnen Milch, die von den deutschen Molkereien verarbeitet werden, sind 16,6 Mio. Tonnen, also die Hälfte, für den Export bestimmt, mit zunehmender Tendenz. ”
    Zu deinen Billigfleischträumen spar ich mir jetzt die Suche, denn ich glaub nicht, dass die Eiselfinger Bauern etwas damit zu tun haben. Hier musst du vielleicht nochmal in dich gehen.

    Du willst mir jetzt erzählen, dass ein Eiselfinger Bauer China ernähren muss? Er muss nicht, er kann und er tuts weil er durch Subventionen günstiger sein kann als die Landwirte in Afrika und Asien.

    Jetzt sag mir bitte noch einmal, dass ich (als Teil des Volkes) daran Mitschuld habe.

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  11. @Karl: In einer Marktwirtschaft wird der Preis durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Bei unserer Landwirtschaft wird der Preis durch Subventionen bestimmt.

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  12. @Holger Damit keiner glaubt Deutschland hätte einen Selbstversorgungsgrad von 200% bei Milch hier vollständigkeitshalber das gesamte Zitat vom MIV:”Von 33,1 Mio. Tonnen Milch, die von den deutschen Molkereien verarbeitet werden, sind 16,6 Mio. Tonnen, also die Hälfte, für den Export bestimmt, mit zunehmender Tendez. Dagegen wird vergleichsweise nur ein geringer Anteil an die weiterverarbeitende Industrie und an Großverbraucher geliefert. Deutschland importiert jedoch auch nicht unwesentliche Mengen (12,2 Mio. Tonnen) an Milchprodukten und generiert mit deren Handel Wertschöpfung.” Bei Rindfleisch beträgt der Selbstversorgungsgrad Stand 2018 98,24% Quelle BMEL. Welcher Eiselfinger Bauer ernährt China?

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  13. Is schon toll wie bei so einem Thema wiedermal ein ganzer Berufsstand fertig gemacht wird. Ich würde mich schämen ohne fundiertes Wissen ganze Gruppen zu beleidigen.

    Aber das schöne ist ja, das jeder jeden Tag was zu essen haben will aber am besten nicht das, was ein Landwirt produziert, wobei alles erzeugt werden muss- weltweit- auch der Bauer von nebenan. Auch für Vegetarier oder Veganer.

    Aber ein Landwirt darf anscheinend kein Einkommen erreichen, damit er seine Familie ernähren und Investitionen tätigen kann. Er bereichert sich und bekommt den Hals nicht voll genug? Jeder Unternehmer und Arbeiter will was verdienen, aber nur die bösen Bauern müssen sich dafür rechtfertigen, warum sie nicht 365 Tage um sonst arbeiten für unsere feine Gesellschaft.

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  14. Do schüttelst an Kopf

    Ganz ehrlich, einige Kommentare san total für de Katz. Mia olle kennan froh sei dass ma de Bauern de wo ma no hom a wirklich hom! Und a moi im ernst, des wos do basiert is is sehr dragisch, aber tatsächlich einer der kleinsten Umweltkatastrophen de es auf dera Waid gibt. Dragisch ja, aber dann sogts olle Raucher dass ned de Kopien an Boden obeschmeissm soin, a de- de wos zeig einfach leng lossn weils eana einfach so basst, seits einfach moi zu eich selber ehrlich dass jeder in irgendeiner weise dazua beidrogt dass ned besser werd. Und etz moi ganz im ernst, dass ma deshalb seit dem ersten Bericht, do wos basiert is blöde Kommentare obgibt wahrscheinlich von keinem der sich ordentlich irgendwo sich sonst aktiv einsetzt…
    na so an schmarrn mua i ned hom!

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  15. .. Auch wenns lang gedauert hat freud mich die ehrliche Klarstellung zur Situation! Bei uns in Soyen bedient man sich einer Katze, die in den Wasserturm eingebrochen, dort ersoffen ist, und seit Wochen unser Leitungswasser mit EKoli Bakterien verseucht! Letztes Jahr musste unser Trinkwasser auch schon gechlort werden! Ich bin gespannt wer oder was nächstes Jahr für unser verseuchtes Wasser den Kopf hinhalten muss. Information zur giftigen Plörre per Buschtrommel, oder halt per Selbsterfahrung auf dem stillen Örtchen! Katze im Wasserturm, nicht zu fassen!

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  16. Aber Leitenhax, was haben denn die importieren Milchprodukte mit den Eiselfinger Bauern zu tun? Das sind fertige Milchprodukte, wo du nicht sagen kannst, ob das sogar die eigene Milch vom vorherigen Export ist oder Müll, das den Rindern zum Fraß vorgeworfen wird.

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  17. Also Fakt ist nunmal das die Gülle verantwortlich war. Dies bedeutet es wurde schlichtweg zu nahe am Bach gedüngt und der Gewitterregen hat hat die Brühe reingespült. Lieber Bauer: Die Pflanzen benötigen 300kg Nitrat??? Für was? Um in Monokulturen so schnell es geht zu wachsen und den Ertrag zu steigern evtl., ja. Im normalem Maße wachsen tun sie auch völlig ohne Nitrat! Nur um das mal richtig zu Stellen, aber natürlich nicht so schnell wie gewünscht. Entscheidender ist jedoch der Faktor wie das Grundwasser bereits jetzt teilweise leidet!
    Ich bin mir sicher der großteil der Landwirte düngt mit Hirn, doch leider gibt es auch hier schwarze Schafe die meinen sie können machen was sie wollen.

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  18. Mein Freund hat mal einen Bauern erwischt, der rückwärts an einen Bach gefahren ist und sein ganzes Güllefass in den Bach entleert hat.
    Mit einem sicheren Abstand wurde die Polizei alarmiert, die dann prompt kam.
    In der heutigen Zeit wundert mich nix.
    Wo wir wohnen, tut ein Bauer alle 4 Wochen düngen, Gülle und Kunstdünger – lecker.

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